Sonntag, 26. August 2018

Bretagne-Reise - Tag 3: Neuville-sur-Sarthe - Saint-Malo (26.08.2018)

An unserem dritten Ferien- und Reisetag unserer Bretagne-Reise erreichten wir nun auch (endlich) die Zielgegend unserer Reise, die Bretange. 
Für die Weiterreise von Neuville-sur-Sarthe entschieden wir uns wiederum für Nebenstrassen. So gings gemütlich via Mayenne und Fougères Richtung Saint-Malo. Mit dem Camping de la Cité d‘Alet südlich der Stadt fanden wir einen schönen Platz für eine Nacht und einen guten Startpunkt für die Stadtbesichtigung. 
Bei inzwischen sehr windigem, aber auch ziemlich drückend warmem Wetter und immer mal wieder Sonnenschein zwischen den vorbeiziehenden Wolken machten wir uns mit unserem Velos auf in den wohl bekanntesten Teil der Stadt, die Altstadt-Festung „Intra Muros“ (innerhalb der Stadtmauern), welche von drei Seiten von Wasser umgeben ist. Obwohl die Hochsaison vorbei ist, hatte es sehr viele Touristen in den Gassen. Wir wollten uns gar nicht vorstellen, wie vollgestopft dies wohl im Hochsommer sein mag... So stellen wir unsere Velos ab und schlenderten zu Fuss durch die Strassen mit den vielen Souvenirläden, Restaurants und Essensständen.

Am Abend machten wir uns zu Fuss auf in die Altstadt „Intra Muros“ und genossen in einem der kleinen Bistros Moules et Frites mit kühlem Weisswein. Himmlisch - wir sind definitv in den Ferien angekommen! :-D



Beim Hinweg konnten wir zudem noch zuschauen, wie die Brücke, welche den Festungsteil „Intra Muros“ mit dem restlichen Stadtteil verbindet, auf die Seite geschoben wurde, so dass ein Renn-Katamaran ins Hafenbecken fahren konnte:






Hier noch einige Impressionen von Saint-Malo:













 

Samstag, 25. August 2018

Bretagne-Reise - Tag 2: Auxerre - Neuville-sur-Sarthe (25.08.2018)

Unser heutiges erstes Ziel, Orélans, erreichten wir nach knapp 2 1/2 h Fahrt. Diesmal hatten wir uns nicht für die Autobahn, sondern für die Fahrt über Haupt- und Nebenstrassen entschieden. Das war weniger ermüdend, weil nicht alles so schnell an uns vorbei rauschte, zudem sahen wir auch mehr von der Umgebung. Wir parkierten unseren Bus an der Loire etwas ausserhalb des Stadtzentrums und machten uns zu Fuss auf den Weg in die Innenstadt. Kaum waren wir losgelaufen, fing ein fieser Nieselregen an. Glücklicherweise wurde dieser jedoch nicht stärker. So schlenderten wir gemütlich durch die verkehrsfreie Altstadt und sahen unter anderem die wunderschöne, grosse Cathédrale Sainte-Croix d‘Orléans und die Rue Jeanne d‘Arc. 
Nach einer Stärkung in Form eines Salattellers in Begleitung eines kleinen Biers in einem Bistrot beim Place du Martroi machten wir uns gemütlich der Loire entlang auf den Rückweg zum Bus. Inzwischen schien die Sonne wieder und es war angenehm warm. 
Die Weiterfahrt bis nach Neuville-sur-Sarthe nördlich von Le Mans dauerte dann doch noch länger als angenommen. So waren wir froh, wurden wir auf dem von Engländern geführten Camping Le Vieux Moulin freundlich empfangen und konnten wir uns vor dem Nachtessen bei Sonnenschein etwas Ausruhen und gemütlich in unseren Büchern lesen und bloggen.


Die Cathédrale Sainte-Croix d‘Orléans



Rue Jeanne d‘Arc



Beim Place du Martroi



Das Denkmal von Jeanne d‘Arc (Johanna von Orléans) beim Place du Martroi



Auto- und Tram-Brücke Pont George V über die Loire






Camping „le vieux moulin“ in Neuville-sur-Sarthe





Freitag, 24. August 2018

Bretagne-Reise - Tag 1: Oberentfelden - Auxerre (24.08.2018)

Auf den heutigen Tag haben wir Tage, nein Wochen, sogar Monate gewartet: Freitag, 24. August 2018. Ein unscheinbares Datum - aber für der erste Ferientag; der Beginn unserer dreiwöchigen Reise in die Bretagne. Diesen Tag haben wir uns so lange herbei gesehnt und nun ist er also da. Ein spezieller Tag. Seit Wochen regnet es mal wieder. Nach Tagen mit grosser Hitze und noch grösserer Trockenheit endlich mal wieder etwas Abkühlung und vorallem Wasser für die Natur. Also nicht weiter tragisch; wir gehen mal davon aus, dass es nicht die ganzen nächsten drei Wochen ununterbrochen regnen wird... ;-)
Durch den Naturpark Thal und über die Transjuranne gelangen wir in der Nähe von Belfort über die Grenze nach Frankreich. Und kurz darauf ist es wieder da, dieses unbeschreibliche Gefühl von Weite: Natur, grüne Felder, Wälder und nur selten Dörfer. Einfach alles viel weniger eng, viel weniger Dichtestress als bei uns in der Schweiz. Das hat übrigens auch Wikipedia bestätigt: Frankreich hat rund 67 Mio. Einwohner, eine Fläche von 644‘000 km2 und durchschnittlich 103 Einwohner pro km2 ; die Schweiz knapp 8.5 Mio. Einwohner bei 41‘200 km2 Fläche und 205 Einwohner pro km2. Dass die durschnittliche Einwohnerzahl pro km2 bei uns nur doppelt so hoch ist, hat mich zwar gewundert, ich hätte sie locker auf das 5 bis 10fache von Frankreich geschätzt. Aber in unserem Land ist ja auch ein Grossteil unbewohnbares Berggebiet; insofern ist mein Gefühl für den bewohnbaren Teil vielleicht gar nicht so falsch. 
Wie auch immer; jetzt soll es ja um unsere Ferienreise gehen. Fakt ist einfach, dass uns immer irgendwie das Herz aufgeht, wenn wir in Frankreich sind und die Grösse und Weite des Landes schätzen, einfach weil wir dies bei uns in der Schweiz nicht in diesem Ausmass haben. 
Zwischen Montbéliard und Clerval nahmen wir von einer Aire de repos (Autobahnrastplatz) zwei Tramperinnen mit, die an ein Strassenfestival in der Nähe von Lyon wollten. Wenn wir die beiden Französinnen richtig verstanden haben, sind sie die letzten Wochen durch Österreich getrampt und haben einen kurzen Abstecher in die Schweiz gemacht. 
In Baume-les-Dames erstanden wir uns im Intermarche eine Internet-Microsim-Karte, mit welcher wir nun mittels eines Routers WLAN für unsere Telefone und fürs Ipad herstellen können. Das Datenvolumen beträgt 100 GB, ist 30 Tage gültig und kostete uns 30 Euros. Also eine sehr lohnenswerte Anschaffung, die es sogleich auf dem Parkplatz des Supermarktes zu installieren galt. Und - unerwarterteweise - funktionerte es von Anfang an wie gewünscht. Eine tolle Sache!
Weiter gings über die Autobahn an Besancon vorbei. Nach einem Mittagsrast in Baune (aus dem E. Leclerc im VW-Bus verzehrt) nahmen wir den letzten Teil unserer heutigen Fahrt unter die Räder, über die A6 Richtung Norden bis nach Auxerre.
Dort tat uns die Bewegung gut. Vom Camping Municipal südlich der Stadt spatzierten wir bei Sonnenschein dem Fluss Yonne entlang bis ins Stadtzentrum, wo wir unter anderem die an der Cathédrale Saint-Etienne vorbei kamen, am Clock Tower vorbei durch die Altstadt schlenderten und noch  an einem Gedenktag für die Befreiung von Auxerre während des 2. Weltkrieges vorbei kamen (24. August 1944), wo Reden gehalten wurden, Musik spielte und Militärfahrzeuge ausgestellt waren.
Anschliessend gab es ein selbstgekochten Nachtessen auf dem Campingplatz.


Genau! ;-D



An der Grenze Schweiz - Frankreich bei Boncourt



Unterwegs in Frankreich



Châteauneuf aus der Ferne (von der Autobahn A6)



Auxerre: Rolf mit der Cathédrale Saint-Étienne d‘Auxerre im Hintergrund



Die Cathédrale Saint-Étienne d‘Auxerre



The Clock Tower



Gedenkveranstaltung (Befreiung von Auxerre am 24. August 1944)



Rolf kann multitasking: Kochen und gleichzeitig Wein öffnen ;-)



Der VW-Bus T3 fährt auch auf meinen Shirt mit :-D


Montag, 13. August 2018

Pétanque in Vattiz

Soeben konnten wir wieder mal ein Wochenende in schönen Vallumnezia verbringen:
Am Samstag / Sonntag 11. und 12. August 2018 haben wir Rolfs Eltern im Vattizer Ferienhäuschen besucht. 
Bei glücklicherweise nicht mehr ganz so heissen Temperaturen wie in den letzten Wochen, aber trotzdem sonnigem Wetter haben wir die beiden Tage mit lesen, ausruhen, gut essen und trinken und in lieber Gesellschaft mit guten Gesprächen sehr genossen.

Am Samstag konnten wir bei der Anreise Nils das Geburtstagsgeschenk zu seinem 20. überreichen (an seinem eigentlichen Geburri werden wir in der Bretagne unterwegs sein) und genossen es sehr, anschliessend zusammen mit ihm im Café Merz bei einem Kaffee und Mandel-/Nussgipfel Jill bei der Arbeit zu zusehen. Dass Rolfs Jüngste sich zudem noch kurz zu uns gesellen durfte, freute uns ebenfalls sehr.
Nina hingegen musste an beiden Tagen arbeiten, so dass es diesmal leider nicht klappte mit einem Treffen mit ihr. Aber sie wird ja sicherlich bald wieder mal auf eine Fahrstunde bei uns im Aargau vorbei kommen.

Am Nachmittag spielten wir zusammen mit Dodo und Felix ein paar Partien Pétanque, was allen Beteiligten grossen Spass bereite. Dass die Pétanque-Bahn, welche Rolf und ich in unseren letztjährigen Sommerferien in mühsamer und schweisstreibender Arbeit vom Unkraut befreit und neu gekiest hatten, nach wie vor in einem so guten Zustand war, trug natürlich wesentlich zum Spielspass bei.

Am Sonntagvormittag unternahmen Rolf und ich nach dem Frühstück eine schöne Wanderung zum Triel und via Vella wieder nach Vattiz zurück. Da wars bereits schon fast wieder hochsommerlich warm und wir kamen dementsprechend ins Schwitzen beim Aufstieg. Da war der alkohlfreie „Suuri Moscht“ im Triel sehr willkommen!

Die Rückfahrt war - wie leider immer - sehr mühsam. Es hat einfach viel zu viel Verkehr auf unseren Autobahnen (ja, wir waren auch ein Teil davon...)! Am Zürichsee hatte Rolf genug vom Gedrängel und den permanenten Linksfahrern. Dass wir dann jedoch über den Hirzel im Stau standen, war so natürlich auch nicht geplant gewesen. Da wurde es dann im Cabrio erst richtig heiss. Die anschliessende Fahrt durchs Freiamt zurück nach Oberentfelden war dann jedoch jedoch vermutlich länger als wenn wir auf der Autobahn geblieben wären, jedoch auch viel angenehmer und auch spannender, da es im Unterschied zur A1 eine Strecke ist, die wir nur sehr selten fahren.


















Donnerstag, 26. Juli 2018

Mit Gianna Nannini auf der Piazza Grande

Wie bereits letztes Jahr, machten wir auch in diesem Juli einen Abstecher ins Tessin ans “Moon and Stars” – Festival.


Rolf ist ein Fan von Gianna Nannini, hat sie jedoch bisher noch nie live gesehen. Ein guter Grund also, ihr Konzert am 21. Juli auf der wunderschönen Piazza Grande zu besuchen.

Da wir uns relativ spät dafür entschlossen, war es auch nicht so einfach, noch ein Hotel in der Nähe zu finden, welches unseren (Preis-) Vorstellungen entsprach. Mit dem Hotel  Tamaro an der Seepromenade in Ascona wurden wir jedoch glücklicherweise fündig.

Die Voraussetzungen für ein malerisches Wochenende im sonnenverwöhnten Süd-Kanton der Schweiz waren jedoch leider etwas getrübt. Pünktlich aufs Wochenende sollte das Wetter umschlagen; für Freitagabend und vor allem für den Samstag sagten die Wetterprognosen Gewitter und kühlere Temperaturen voraus.

So waren wir dann auch nicht sonderlich überrascht, dass wir mit geschlossenem Cabrio-Dach losfahren mussten. 

Auch die Verkehrssituation war nicht gerade rosig. 12km Stau und ca. 2 Stunden Wartezeit vor dem Gotthard wurden vermeldet. Da es zudem in der Schöllenenschlucht eine Baustelle mit Lichtsignal hat, wurde von einer Fahrt über den Pass abgeraten. Kurz überlegten wir uns, via San Bernardio anzureisen. Als wir jedoch in den Nachrichten hörten, dass die Strecke aufgrund eines Unfalls beidseitig gesperrt war und sich bereits ein langer Stau gebildet hatte, waren wir jedoch froh, hatten wir uns dagegen entschieden.

Schlussendlich waren es dann auch „nur“ noch 4km Stau und knapp eine Dreiviertel-Stunde,welche wir vor dem Nordportal im Gewitterregen über uns ergehen lassen mussten. Im Tunnel stieg die Temperatur auf unangenehme, schwülwarme 35 Grad. Da waren wir froh, konnten wir den 17km langen Tunnel nach rund einer viertel Stunde wieder verlassen.

In der Autobahnraststätte Gottardo Sud gönnten wir uns ein Sandwich und eine Cola. Als wir anschliessend in Bellinzona die Autobahn verliessen, war es über 30 Grad warm und fast  wolkenlos, so dass wir die letzten Kilometer doch noch mit offenem Dach fahren konnten.


Nach dem Check-in im Hotel gönnten wir uns eine Gelati an der Seepromenade mit Blick auf den Lago Maggiore und die heranziehenden Gewitter mit Blitz und Donner. Den  anschliessenden Drink konnten wir dann bereits nicht mehr auf der Hotelterrasse einnehmen, da zu winden und regnen begann. Doch drinnen wars auch ganz gemütlich.

Die Nacht in der Dépendance „Roccolo“ war für Ascona-Verhältnisse sehr ruhig – hatten wir doch im Vorjahr im Hotel Della Posta unser Zimmer gleich gegenüber einer Bar mit Livemusik, welche uns die halbe Nacht vom Schlaf abhielt.


So starteten wir gestärkt in den Samstag. Die Gewitter hatten sich verzogen, es war zwar frischer, doch es blinzelte bereits ab und zu die Sonne durch die Wolken und so wars trotzdem angenehm warm. Nach einem Besuch des Frühstückbüffets und feinem italienischem Café waren wir gestärkt für den Tag.


Als erstes besuchten wir den Markt entlang der Seepromenade, wo es vor allem Schmuck zu besichtigen (und kaufen) gab. Auch in Locarno war noch etwas Zeit für Shopping (ich) und Lesen (Rolf). Anschliessend fuhren wir anschliessend mit der Bahn ins Centovalli. Im letzten Ort vor der Grenze nach Italien, in Camedo, stiegen wir aus. Denn bis nach Domodossola  durften wir mit unseren Ticino Tickets nicht fahren. Was jedoch nicht weiter schlimm war, hatten wir ja im April zusammen mit Chrigi und Lula einen Tag am Markt und im Ort verbracht.

Von Camedo liefen der wir der Autostrasse entlang Richtung Locarno. Die Sicht war atemberaubend; einerseits verlief die Strasse in grosser Höhe und es war sehr steil, andererseits konnten wir immer mal wieder einen Blick auf die Bahnlinie und ihre imposantenSteinbrücken wie auch auf den Stausee Lago di Palagnedra erhaschen. In Corcapolo stiegen wir wieder ins Centovalli-Bähnli und fuhren nach Locarno zurück.


In zwischen war schon Mitte Nachmittag und wir waren sehr hungrig. Doch unser Plan, uns an der Foodmeile ausserhalb des „Moon and Stars“ – Gelände zu verpflegen scheiterte leider, da dieser noch geschlossen war. So gabs halt eine italienische Gelati.

Zurück im Hotel, stellten wir unsere Liegestühle auf unsere eigene kleine Hotelterrasse vor unserer Dépendance und vertieften uns in unsere Lektüren. 

Bald machten wir uns jedoch erneut auf den Weg nach Locarno. Diesmal klappte es mit Essen und wir genossen feine Burger mit Wedges und kühlem Bier.

Nachdem es – wider den Prognosen – den ganzen Tag nie geregnet hatte, verzogen sich nun auch noch die letzten Wolken und ein wunderschöner, lauer Sommerabend stand uns bevor – also absolut perfekt für einen unvergesslichen Abend auf der malerischen Piazza Grande!


Vor dem Start des Konzerts gönnten wir uns noch eine Art Apfelmus-Cornet von einem der Food-Stände. 

Gianna Nannini legte pünktlich um 20:00 Uhr los und bot während gut 1 ¼ Stunden eine tolle Performance. Unglaublich, dass sie schon weit in den 60ern ist – so wie sie die Bühne rockte! Die Stimmung war gut und neben ihren grossen Hits aus vergangenen Zeiten sang sie auch einige neue Lieder. 

Nach einer Pause gings kurz vor 22:00 Uhr mit dem Hauptact dieses Abends weiter: Die deutsche Hard-Rock-Band Scorpions legte los.

Peinlicherweise hatten wir ja gemeint, dass die Scorpions die Vorband und Gianna Nannini der Hauptact wäre... Alles in allem hatte uns dann die Performance von Gianna Nannini auch besser gefallen als der Auftritt der Scorpions, was jedoch primär daran lag, dass uns die Musik der italienische Rockröhre besser gefällt als jene der Band aus Hannover. Doch deren Show war ebenfalls bombastisch – vor allem der Drummer spielte sehr beeindruckend! Und „Wind of Change“ live zwischen den Altstadt-Häusern von Locarno zu hören, während am Himmel die Sterne funkelten, sorgte dann auch für einen dieser unvergesslichen Hühnerhaut-Momente!


Nach dem obligaten Schluss-Feuerwerk kurz vor halb zwölf trafen wir beim Ausgang auf Rolf’s Arbeitskollegin Astrid und Partner Dani, mit welchen wir anschliessend noch gemeinsam ein Bier in der Stadt tranken.

Unseren obligaten Rückmarsch nach Ascona nahmen wir danach trotzdem noch unter die Füsse.


Der Sonntagmorgen verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein, so dass wir das Frühstück auf der Hotelterrasse mit Blick auf den See geniessen konnten. Bevor wir uns wieder auf die nördliche Seite des Gotthards begeben mussten, machten wir noch einen Abstecher nach Sonvico oberhalb von Lugano. Die Hinfahrt über den Ceneri via  Hauptstrasse genossen wir bei offenem Dach und Fahrtwind sehr (inzwischen war es wieder über 30 Grad warm). 


In Sonvico machten wir einen Spaziergang durchs Dorf mit seinen schönen, kleinen Altstadtgassen. Am Haus bzw. der Hausteil, in welchem Rofl jeweils mit seinen Grosseltern Ferien verbracht hatte, kamen wir ebenfalls vorbei.


Da es vor dem Südportal bereits wieder ca. 4 km Stau hatte, entschieden wir uns für die Fahrt über den Pass. Wir kamen zügig voran und nach einem kleinen Halt auf der Autobahnraststätte Neuenkirch, wo wir uns mit einem Schoggistängeli stärkten, waren wir  gegen 16:00 Uhr wieder zu Hause.



Um noch ein bisschen im „Ferien-Mood“ zu verweilen, gönnten wir uns einem Apéro-Drink und studierten die grosse Frankreich-Karte, um die Anreise unserer (nächsten) grossen  Reise in die Bretagne zu planen. Am Freitag, 24. August geht’s los. Wir freuen uns sehr und könnens kaum erwarten, bis es endlich so weit ist!


Den Abend liessen wir im Restaurant Schmiedstube bei feinen Pizzas und Pino Grigio ausklingen – unser „Lieblingstürke“, die Pizzaria Post hatte leider Betriebsferien. Das Essen in der Schmiedstube, in der wir das erste Mal assen, war jedoch genau so lecker! 




In Ascona am Lago Maggiore vor dem Gewitter am Freitagabend



Unterwegs zum Frühstücken am Samstagmorgen



Blick von der Dépendance „Roccolo“



Ascona













Unterwegs im Centovalli 



Foodmeile des „Moon and Stars“ - Festival in Locarno



Gianna Nannini auf der Piazza Grande







Scorpions





Das obligate Schlussfeuerwerk





Ascona am Sonntagmorgen







Abstecher nach Sonvico oberhalb Lugano



Leos Freude an unserer Reiseplanung in die Bretagne hält sich in Grenzen... ;-)


Bei den Schweizer Fahrenden in Frauenfeld

Am 14./15. Juli verbrachten wir wieder mal ein Camping-Wochenende – auf dem Campingplatz Aumühle in Frauenfeld.


Die Anreise war alles andere als ein Vergnügen. Zwar hatten wir aufgrund der Sommerferien mit viel Verkehr gerechnet, jedoch nicht gerade mit Stau. Doch leider ging kurz nach der  Verzweigung Limmattaler Kreuz fast gar nichts mehr, da ein Pannenfahrzeug den Gubristtunnel blockierte. Was natürlich in einem Fahrzeug Baujahr 1983 (sprich: ohne Klimaanlage) an einem solch warmen Sommertag (sicher 30 Grad) sehr angenehm ist... 

Oder anders gesagt: Nach wenigen Minuten waren wir bereits schweissgebadet, ziemlich genervt und entschlossen uns deshalb, einen Umweg über die Umfahrung Zürich Richtung Chur zu fahren. Diese hatte es dann jedoch in sich, denn wir wollten ja aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nur ungern mitten durch die Stadt Zürich fahren und so gings auf der A3 weiter bis nach Pfäffikon, von dort über den Seedamm nach Rapperswil und anschliessend überland bis nach Winterthur. So konnten wir immerhin fahren anstatt stehen und hatten dadurch kühlenden Fahrtwind, die Fahrt dauerte jedoch ziemlich lange.


Inzwischen war bereits Mittagszeit und so gabs anstatt Kaffee und Frühstück halt ein Salat-Zmittag auf der Autobahnraststätte Kemptthal. 

Auch für ein Check-in auf dem Campingsplatz ist die Mittagszeit natürlich denkbar ungünstig, doch da weder auf der Website noch beim Eingang des Platzes die Öffnungszeiten ersichtlich waren, fuhren wir auf gut Glück direkt über den ganzen (jedoch nicht sehr grossen) Campingplatz bis vor die Réception. 

Dort wurde uns klar gemacht, dass wir gefälligst unverzüglich den Motor ausschalten sollen und was uns eigentlich einfalle, einfach so auf den Platz zu fahren – schliesslich sei ja so  was von sonnenklar, dass JEDER Campingplatz in der Schweiz von 12:00 bis 13:30 Uhr Mittagsruhe hätte und man da keinesfalls einfach auf den Platz fahre...

Tja, was will man da noch entgegnen? Wir sind ja alles andere als Camping-Greenhorns und können somit sehr wohl beurteilen, dass dies sicherlich nicht für JEDEN EINZELNEN  Campingplatz in der Schweiz gilt. Aber naja, wir versuchten es auf die integrative Art (Sorry & Entschuldigung...) und durften uns dann auch prompt unverzüglich auf dem Platz einrichten. 

Mit der Anmeldung warteten wir dann wohlweisslich bis nach 13:30 Uhr, um die Campingplatz-Inhaber nicht noch mehr zu verärgern... ;-)


Der Rest des Tages verlief dann glücklicherweise ohne negative Zwischenfälle: Wir lagen gemütlich in unseren Liegestühlen und lasen in unseren Büchern; unternahmen dem  idyllischen Flüsschen Murg entlang einen Spaziergang ins Stadtzentrum, wo wir uns mit fehlenden Nahrungsmitteln fürs Nachtessen eindeckten und uns anschliessend mit einer Glacé stärkten und kühlten uns im nahe gelegenen Freibad ab.


Nach dem Nachtessen hatten wir uns eigentlich schon auf einen Leseabend auf unserem Plätzchen eingestellt, als uns beim Abwaschen ein anderer Camper darüber informierte, dass eine Gruppe Campingplatz-Gäste noch ein Lagerfeuer entfachten würde und wir doch auch noch dazu stossen sollten. So setzten wir uns mit einem kühlen Bier ums Feuer und lernten einige interessante und nette Leute kennen: Ein Männer-Paar, welches sich als Schweizer Fahrende bezeichnet, Aldo und seine thailändische Frau / Partnerin „NumberOne“, welche von Frühling bis Herbst in ihren Wohnmobil auf dem Campingplatz hausen und die Wintermonate jeweils bei ihren Eltern in Thailand verbringen. Und Marcel, der im Winter im Skigebiet Obersaxen Mundaun, wo wir ja jeweils in unseren Winterferien die Skipisten unsicher machen, einen Skilift bedient. Alle nicht „gewöhnliche“ Camper wie wir, die ab und zu ein Wochenende in ihren Camper oder Wohnwagen verbringen, sondern die über Monate oder sogar das ganze Jahr in ihren Gefährten wohnen und leben. Es war sehr interessant, deren Lebensweise kennen zu lernen. 


So wurde es ziemlich spät und die Nacht dann doch eher kurz. Dementsprechend müde starteten wir in den Sonntag. Doch Kaffee und Müesli machten uns soweit wieder munter und da es schon bald wieder sehr, sehr warm wurde, machten wir uns bald auf die Heimreise.


Diese führte uns gemütlich über Landstrassen durchs Zürcher Weinland bis nach Bad Zurzach und anschliessend via Brugg durch den Aargau zurück nach Hause.