Sonntag, 29. September 2013

Wanderferien Jura & Genfersee (Betti)

Unsere diesjährigen Herbstferien nutzten wir für eine mehrtägige Wanderung auf dem Jura-Höhenweg.

Am Montag, 23. September gings frühmorgens bei dichtem Nebel los. Gegen 08:00 Uhr erreichten wir mit dem Zug den Bahnhof von Noiraigue. Der Start war gleich ziemlich deftig, galt es doch von rund 800 Metern auf den Creux du Van mit über 1400 Meter zu wandern. 
Nach knapp 2 Stunden hatten wir es geschafft und wurden mit einer wunderbaren Fernsicht über das Nebelmeer belohnt. Weiter gings über Wiesen, durch Wälder, mal rauf und wieder runter. 
Einige Stunden sowie einen Mittagsrast später erreichten wir den Chasseron oberhalb Ste-Croix. Die Aussicht war wiederum atemberaubend schön, wir jedoch inzwischen ziemlich geschafft. 
So waren wir froh, als wir rund 1 1/2h später nach guten 9 Stunden Marschzeit das "hôtel de France" in Ste-Croix erreichten und unseren Durst mit einem kühlen Bier löschen konnten. Nach einem guten Nachtessen fühlten wir uns schon wieder ziemlich fit für die nächsten Etappen, auch wenn uns die Füsse aufgrund diverser Blasen schmerzten.




Am Dienstag führte unsere Wanderroute weiter dem Jura-Höhenweg entlang. Dieser heisst übrigens auf französisch "chemin des crètes du jura", was doch aufgrund diverser Abschnitte mit sehr steilen und hohen Felswänden zutreffender ist als die deutsche Bezeichnung.
Das Wetter war wiederum traumhaft, es war für die Jahreszeit ungewohnt warm. So warem wir froh, als wir uns nach dem steilen, ziemlich schweisstreibenden Aufstieg auf den Le Suchet im dortigen Bergrestaurant bei einem feinen Mittagessen erholen konnten.
Anschliessend nahmen wir den Abstieg in den Angriff. Dieser zog sich jedoch in die Länge. Als wir nach rund 2 Stunden Ballaigues erreichten, war die Wanderzeit nach Vallorbe immer noch mit über einer Stunde angeschrieben. Und diese letzte Stunde hatte es dann wirklich in sich: anstatt wie auf der Wanderkarte aufgeführt direkt via Bahnhof, führte der Weg zuerst an die Orbe runter, dann wieder steil bergauf zur sehr hohen Eisenbahnbrücke. Diese bewältigte Rolf trotz Höhenangst; er wollte nicht weiter laufen als absolut notwendig. Auf der anderen Seite führte der Weg wieder steil hinunter an die Orbe und schliesslich dann doch noch nach Vallorbe. Dort stellten wir genervt fest, dass unsere heutige Übernachtungsmöglichkeit, die Jugendherberge "auberge pour tous", gleich neben dem Bahnhof liegt. Wir mussten also noch quer durchs Dorf und wieder auf die andere Flussseite laufen. Der direkte Weg zum Bahnhof wäre also weitaus schneller gewesen als der ausgeschilderte Wanderweg!
Nach einer sehr feinen Pizza im "le France" waren wir jedoch wieder gestärkt.




Am Mittwoch entschieden wir uns, nicht dem Höhenweg über den Dent du Vaulion zu folgen, sondern eine Flachetappe einzulegen. Diese führte -nach einem stärkenden Frühstück in der Jugendherberge - dem Flüsschen Orbe entlang bis zu dessen Quelle, der "source de l'orbe". Dort gings dann ziemlich steil bergauf, so dass wir innert kürzester Zeit doch noch einige Höhenmeter erwanderten. Danach erreichten wir bald einmal den "juraparc", wo wir in einer sehr schönen und weitläufigen Anlage Bären, Wölfe und Bisons besichtigen konnten.
Dem Lac Brenet entlang erreichten wir Le Pont, wo wir auf einem Bänkli mit Sicht auf den Lac de Joux unser Mittagessen genossen.
Mit dem Zug fuhren wir anschliessend ans andere Seeende nach Le Brassus. Dort bezogen wir ein Zimmer im sich nicht mehr ganz so im Topzustabd befindenden "hôtel de la lande". Hier war vor allem ich froh, konnten wir den Rest des Nachmittags gemütlich mit lesen und TV schauen im Hotelzimmer verbringen, hatte ich doch inzwischen sehr schmerzende Blasen an meinen beiden kleinen Zehen.
Zum Znacht gab es ein Fondue im Hotelrestaurant, welches uns jedoch nicht gerade umhaute.



Am Donnerstag stand die letzte Etappe an, welche von Le Brassus über den Col du Marchairuz nach St-George oberhalb des Genfersees führte.
Der Aufstieg auf den Pass war zwar wandertechnisch und landschaftlich sehr schön, jedoch schmerzten meine Blasen so stark, dass ich gar nicht mehr richtig rund laufen konnte. So war ich dann auch sehr froh, als wir nach etwa 3 Stunden Wanderzeit die Passhöhe erreichten.
Gestärkt durch eine feine Käseschnitte und nach dem Wechsel meiner Schuhe nahmen wir anschliessend den Abstieg unter die Füsse. Mit Rolfs Nike Free fiel mir das Laufen wesentlich leichter und so erreichten wir nach knapp 2 Stunden Marschzeit St-George. Mit dem Postauto gelangten wir anschliessend nach Nyon, wo wir im "hôtel des alpes" eincheckten. Auch dieses Hotel hat seine beste Zeit bereits hinter sich; sehr angenehm überrascht waren wir jedoch von der Grösse des Zimmers.
Am Abend genossen wir die schöne Stimmung am Genfersee sowie sehr feine Eglifilets mit hausgemachten Pommes Frites in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Genfersees.



Am Freitag besichtigten wir nach einem ausgiebigen Frühstück die Stadt Nyon. Zuerst verstauten wir unsere schweren Rucksäcke in einem Schliessfach am Bahnhof. Nach einem Abstecher ins nahe gelegene Shoppingcenter "la combe" schlenderten wir durch die Strassen und besichtigten einige Läden. Ganz am Schluss unserer Shoppingtour entdeckten wir einen "American Market", in welchem Rolf sich an seinen Amerika-Aufenthalt zurückversetzt fühlte. So kamen wir natürlich nicht drum herum, einige Produkte zu kaufen.
Bald einmal machten wir uns anschliessend auf die Heimreise und erreichten via Lausanne, Bern und Olten unser Daheim. 
Nun waren wir doch ziemlich froh, mussten wir nicht mehr länger aus dem Rucksack leben und konnten wieder mal unsere Wanderbekleidung ablegen. Da es auch hier sehr angenehm warm und sonnig war, verbrachten wir den Rest des Nachmittags in unserem Garten.

Sonntag, 1. September 2013

Jura-Höhenweg - Etappe von la Vue des Alpes nach Noiraigue (Betti)

In unseren Herbstferien - voraussichtlich Ende September dieses Jahres - planen wir, den Jura-Höhenweg bis Nyon fertig zu wandern.
Da dies noch einige Wandertage sind, nutzten wir den heutigen sonnigen und terminfreien Sonntag für eine weitere Etappe.

Mit den ÖV gelangten wir via Olten und Neuchâtel nach Les Hauts-Geneveys. Bis dortin sind wir auf der letzten Etappe gelaufen, weil der Busabholservice auf dem Vue des Alpes nicht geklappt hatte.

Der Start der Wanderung war steil, doch bald einmal erreichten wir den Höhenweg und den Tête de Ran. Weiter gings über den Mont Racine (rund 1400 Meter), wo wir unseren Mittagsrast einlegten, hinunter zum Col de la Tourne. Von dort führte der Wanderweg wieder auf den Jurakamm hinauf und es ging mal aufwärts, mal leicht abwärts über den Grat; immer auf etwa 1000 bis 1200 Metern. Kurz vor Noiraguie gings dann steil hinunter bis auf rund 700 Meter. So langsam taten uns die Füsse weh und wir warem müde. So waren wir froh, als wir endlich Noiraigue erreichten und uns mit einem kühlen Bier resp. Cidre erfrischen konnten. Zum Glück sahen wir erst jetzt, dass unser Abstieg nach Noiraigue nur erwas oberhalb der doch sehr hohen Felswand entlang geführt hatte!
Mit Zug und Bus gelangten wir anschliessend nach Hause zurück und genossen ein feines Nachtessen.






Donnerstag, 8. August 2013

Stockholm (Rolf)

Für vier Nächte quartierten wir uns im in den 70er Jahren geschlossenen Gefängnis auf der Insel Långholmen ein. Dieses wird heute als Hostel und Hotel genutzt und setzt auf viel "Gefängnis-Charme". So bezogen wir zwei Zellen, die je über ein Badezimmer (en suite) und Etagenbetten verfügten. 
Bereits bei der Ankunft besorgten wir uns für alle eine Stockholm-Card mit der wir alle Museen und den öffentlichen Verkehr im Stadtgebiet ohne weitere Kosten benutzen konnten. 
So besuchten wir an den verschiedenen Tagen das Schiffswrack der im 17. Jahrhunderten nach kurzer Fahrzeit gesunkenen und im 20. Jahrhundert wieder gehobenen Wasa (Wasa museet), das Museum für moderne Kunst (moderne museet) mit vielen Werken von Niki de Saint Phalle. Besonders gefiel uns auch der Besuch des angeblich ältesten Freilichtmuseums der Welt, Skansen (in Nils Holgersson als Schanze bezeichnet). Auf dem grossen Gelände auf der Insel Djurgården werden viele Facetten des früheren schwedischen Lebens auf dem Land und in den Städten gezeigt. Praktisch in jedem Gebäude hat Skansen Personal in alten Trachten und Kleidern, sei es in der Möbelfabrik, der Glasbläserei, in der Gaststätte und im Coop-Konsum, wo zum Beispiel Knäckebrot verkauft wird. Auch viele schwedische Haus- und Wildtiere, wie Elche (leider ohne Geweih), Bären, Luchse und Seelöwen, werden im Tierteil von Skansen gezeigt. 
Stockholm ist auch fürs Shopping eine sehr interessante Stadt Bettina und Rolf gefielen berufshalber die Möbelausstellung des Warenhauses PUB und Designtorget mit viel skandinavischem Design sehr. Auch die Kinder konnten in den Touristenbuden der Altstadt Gamla Stan einige Souvenirs erstehen. 
Gamla Stan ist im Übrigen auch wegen der engen Gassen und typischen Fassaden (häufig öffnen die fassadenbündigen Fenster nach aussen) einen Besuch wert. Auf dem Weg von Gamla Stan zur wichtigsten Einkaufsstrasse Drottningsgatan passiert man auf einer separaten Insel auch das imposante Königsschloss mit Bewachern und den Reichstag, wo das schwedische Parlament zuhause ist. 
Viele Inseln und Brücken haben wir in den vier Tagen durch- und überquert, teilweise kunstvolle U-Bahnstationen durchlaufen, so dass das körperliche Wohl auch nicht zu kurz kommen durfte. Regelmässig stärkten wir uns mit feinem Glacé und das Nachtessen im Hardrock Café bleibt allen fünf in toller Erinnerung. 
Die mittlerweile etwas eng gefühlten Zellen gaben wir gerne wieder ab und flogen am 7. August wieder zurück in die Schweiz. Stockholm besuchen wir gerne wieder einmal. 









Freitag, 2. August 2013

Ferien in Schweden in Bro (Rolf)

Dieses Jahr gings mit den Kindern in den Sommerferien nach Schweden. Und zwar verbrachten wir die erste Woche in einem kleinen Ferienhaus direkt an einer Bucht des Mälaren in Bro. Dieses liegt etwa 50 km von Stockholm entfernt. Der Mälaren selbst ist ein riesiger weit verzweigter See, der bis nach Stockholm reicht. 
Angekommen nach kurzer Flugzeit mit Swiss (verpflegt mit einem kleinen Stück Pizza) mussten wir uns in Arlanda in Geduld üben. Ein Teil des Gepäcks kam erst nach ca. einer Dreiviertelstunde auf den Bagageclaim. Nach kurzer Busfahrt konnten wir dann auch unseren Mietwagen in Empfang nehmen und bis auf den letzten cm beladen. 
Dann düsten wir los und erreichten das kleine Örtchen Bro nach kurzer Fahrzeit. Im kleinen ICA-Supermarkt kauften wir das Wichtigste ein und konnten schon bald unser schmuckes Häuschen von Gastgeberin Lisbeth Söderberg in Empfang nehmen. Alle waren sofort begeistert von See, Haus, Steg und Ruderboot. 
Bereits am nächsten Morgen konnten wir bei schönstem Wetter unseren Seeanstoss geniessen. Beim Schwimmen und Rudern aber auch beim Fischen. 
Verschiedene schwedische kulinarische Spezialitäten konnten wir geniessen. Die Heringe mochten nicht so zu überzeugen. Dafür um so mehr Schwedenbrötchen, Köttbollar, Körvbröd, und die fälschlicherweise eingekaufte Fil (eine Art Dickmilch/Buttermilch).
Die Gegend ist sehr ländlich mit Birkenwald, Fels und teilweise Schilf am Wasser. Auf den Weiden fanden wir Ponys und Pferde mit ihren Fohlen, was die Mädchen immer wieder "verschwinden" liess. Auch Nils hatte seinen Spass beim Fischen im See. Hofhund Gismo, ein friedlicher Schäferhund mit langen Haaren war ebenfalls sehr beliebt bei den Kindern. 
Da es zeitweise auch regnerisch bis stürmisch war, suchten wir auch nach kleinen, lokalen Sehenswürdigkeiten wie den Lillsjötoppen, einem kleinen Hügel der eine Sicht in die Ferne ermöglichte aber nicht den erwarteten grossen Wasserfall bot. Beeindruckender war hingegen der von Wikingern beschriftete Assurstenen, einem Stein der unweit von der Kirche ( Kirka) von Bro steht. Nach einer sehr entschleunigenden Woche - Bettina und ich genossen die Stille sehr - machen wir uns nun auf in Schwedens Hauptstadt Stockholm, wo wir die restlichen Tage unseres Schwedenaufenthaltes verbringen werden. 















Montag, 15. Juli 2013

30 Jahre VW-Bus (Betti & Rolf)

Am heutigen 15. Juli 2013 feiert unser VW-Bus seinen 30. Geburtstag.

Happy Birthday, lieber dicker Brauner! 

Auf dass du noch viele weitere Jahre möglichst pannenfrei über die Strassen rollen kannst!

Sonntag, 14. Juli 2013

Moon & Stars (Betti)

Von meinen beiden Geschwistern und ihren Partnern hatten wir zu unserer Hochzeit vor etwas über zwei Jahren Tickets für ein Konzert am Moon & Stars in Locarno inkl. einer Hotelübernachtung erhalten. Nach dem wir leider die letzten beiden Jahre aus zeitlichen Gründen nicht dazu gekommen sind, klappte es glücklicherweise dieses Jahr.
Am Freitagnachmittag, 12. Juli machten wir uns bei sonnigem und heissen Wetter auf Richtung Tessin. Die Hinfahrt war anstrengend. Zwar konnten wir dem Stau vor dem Gotthard mit einer Fahrt über den Pass ausweichen (wir wären mit unserem Cabrio eh nicht durch den Tunnel gefahren), doch vor Locarno standen wir ziemlich lange an der brühtenden Hitze im Feierabendstau. Glücklicherweise waren wir jedoch genug früh losgefahren, so dass noch Zeit blieb, uns im Hotel Monte Verita auf dem Monte Verita oberhalb Ascona kurz frisch zu machen, bevor wir ins Städtchen hinunter liefen und mit dem Bus nach Locarno fuhren. Dort genossen wir etwas ausserhalb des schon ziemlich überfüllten Stadtzentrums feine Pizzas in einem Restaurant.
Gegen halb neun begaben wir uns aufs Festgelände, mussten dann jedoch noch etwas über eine halbe Stunde warten, bis Bryan Adams auf der Pizza Grande loslegte. Die Show riss uns jedoch sofort mit und so vergassen wir die dunklen Gewitterwolken über unseren Köpfen bald etwas. Jedoch nur so lange, bis es nach etwa der Hälfte des Konzertes wie aus Kübeln zu regnen begann! Da niemand von uns einen Regenschutz dabei hatte, waren wir bald einmal bis auf die Unterwäsche durchnässt. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch; im Gegenteil, Bryan Adams legte erst richtig los & fast alle Besucher trotzten dem Regen: Summer of 69; 18 till I die; Everything I do, I do it for you; Have you ever really lovey a woman; Baby when you're gone und viele weitere Hits folgten und wir sangen lauthals mit und tanzten im Regen.
Gegen Ende des Konzerts war auch das Gewitter vorüber. So liefen wir anschliessend zu Fuss nach Ascona zurück. Nach einem Schlummertrunk in einer Bar und dem doch etwas anstrengenden Treppen-Aufstieg auf den Monte Verita fror niemand mehr.

Das Frühstück am Samstagmorgen konnten wir bei Sonnenschein auf der Hotelterrasse einnehmen.
Den Tag verbrachten wir mit etwas Shoppen in Locarno (Nici und ich vor allem in einem Schuckladen mit riesiger Auswahl an wunderschönem Modeschmuck) und anschliessend bei Tegna im Maggiatal direkt an der Maggia. Gemütliches Picknick-Mittagessen, Weisswein und Bier, Faulenzen am Sandstrand und baden und schwimmen in der glücklicherweise nicht all zu kalten Maggia - einfach herrlich!
Zurück im Hotel, machten wir uns fürs Abendessen frisch. Heute blieben wir in Ascona und genossen feines italienisches Essen in einem Restaurant direkt an der Seepromenade. Unser Entschluss, drinnen zu essen, erwies sich als richtig, zog doch abermals ein Gewitter mit kräftigem Regen über uns hinweg. Dieses hatte sich jedoch bald wieder verzogen, so dass wir noch eine feine Glacé geniessen sowie anschliessend in einer Bar einen gemütlichen Schlummertrunk trinken konnten.

Am Sonntag konnten wir erneut gemütlich auf der Hotelterrasse bei schönstem Wetter frühstücken. Danach war leider bereits zusammenpacken angesagt. Nach einem kurzen Abstecher ins Städtchen von Ascona machten wir uns anschliessend auf die Heimreise. Kurz nach 14:00 Uhr kamen wir zu Hause an und konnten den Rest des Wochenendes bei hier ebenfalls sehr schönem und warmem Wetter im Garten geniessen - feines Nachtessen vom Grill inklusive.








Montag, 8. Juli 2013

Familientreffen in Markgrafpieske/Berlin

Vom Donnerstag, 4. Juli bis Sonntag, 7. Juli 2013 fand der Frutiger Familientag FFT in Markgrafpieske in der Nähe von Berlin statt.

So starteten wir am Mittwoch Morgen mit unseren VW-Bus Richtung Deutschland. Die Hinfahrt wollten wir in zwei Etappen bewältigen, waren es doch um die 900 km. So fuhren wir via Basel Richtung Karlsruhe und weiter Richtung Heilbronn. In Sinsheim verliessen wir die Autobahn und schauten uns bei strömendem Regen die Innenstadt an. Die Bewegung tat gut und wir hatten wieder Energie für die Weiterfahrt. Kurz vor Nürnberg machten wir Mittagsrast auf einem Parkplatz. Bei Pegnitz vor Bayreuth verliessen wir die Autobahn und fuhren Richtung Pottenstein. Auf dem Campingplatz Bärenschlucht in der fränkischen Schweiz verbrachten wir direkt an einem kleinen Fischbächlein die Nacht.

Am Donnerstag Morgen gings weiter. In der Nähe von Hof genossen wir in einem Autohof ein feines Frühstück. Anschliessend setzten wir unsere Fahrt via Leipzig fort. Nahe Dessau machten wir bei einem Shoppingcenter halt und nahmen wiederum direkt im Bus unser Mittagessen ein. Anschliessend nahmen wir noch den letzten Teil unserer Reise unter die Räder. Bei Fürstenwalde (südöstlich von Berlin) verliessen wir die Autobahn und erreichten kurz darauf Markgrafpieske. Nach kurzer Suche fanden wir den Pfarrhof, wo wir uns anschliessend mit dem Bus einrichteten. 
Um 19:00 gab es ein erstes Zusammentreffen mit einem Teil der Verwandtschaft in der Kirche von Markgrafpieske. Das anschliessende gemeinsame Nachtessen schmeckte uns sehr gut: Kassler (Schweinebraten) mit Linsen und Spätzle. Nach dem Kirchensegen durch Pfarrer Stefan kehrten wir zum Pfarrhof zurück und verbrachten den Rest des Abends ums Lagerfeuer bei gemütlichem Zusammensein.

Am Freitag erwachten wir relativ früh und genossen nach einer aufweckenden Dusche ein feines gemeinsames Frühstück unter freiem Himmel. Rolf und ich hatten danach das Bedürfnis nach etwas Bewegung und unternahmen einen längeren Spaziergang durch den Wald von Markgrafpieske.
Am Nachmittag stand eine Schifffahrt auf dem nahe gelegenen Scharmüzelsee auf dem Programm. Zuerst gab es im Schiffsinnern Kaffee und Kuchen und anschliessend genossen wir den Rest der Fahrt bei Sonnenschein auf dem Deck.
Nach der Rückkehr zur Anlegestelle in Bad Saarow mussten wir uns fürs grosse Familienfoto einreihen. Anschliessend fand der gemeinsame Familienabend im Hotel Esplanade im Bad Saarow statt. Zuerst hörten wir einen sehr langen Vortrag zum Thema: "Berlin und Jerusalem - wie kam Preussen ins heilige Land?". Anschliessend konnten wir das feine Berliner Buffet geniessen. Den Abschluss des Abends bildete ein sehr gelungenes Theaterstück zweier Geschwister, welche die Geschichter ihrer Ur-Ur-Ur-Urgrosseltern (den Frutigers) erzählten sowie eine Diashow des letzten Familientages in Konstanz 2003.

Den Samstag nutzten Rolf und ich für eine Stadtbesichtigung von Berlin. Wir standen früh auf und waren schon vor 09:00 Uhr unterwegs nach Fürstenwalde, von wo aus wir mit dem Regionalzug ins Stadtzentrum gelangten. Zuerst stärkten wir uns mit Kaffee und Frühstück im Mac Donalds beim Bahnhof Friedrichsstrasse. Anschliessend schauten wir uns verschiedene Sehenswürdigkeiten an: Berliner Bundestag und Reichstag mit der Kuppel, Brandenburger Tor, Tiergarten zu Fuss, KaDeWe am Wittenbergplatz und Kurfürtstendamm.
Danach fuhren wir mit der U-Bahn zum Ratshaus Steglitz. Dort gingen wir im Kaufhaus Schloss shoppen. Rolf hatte im Vorfeld herausgefunden, dass es dort eine Filiale meines Lieblingsschmuckladens "Bijou Brigitte" hat. Dort wurde ich natürlich fündig und deckte mich mit schönem Schmuck ein. Nach einen kleinen Mittagessen im Innenhof des Shoppingcenters fuhren wir mit dem Bus zum Mauerdenkmal. Dieser Originalteil der Berliner Mauer empfanden wir sehr eindrücklich wie auch bedrückend. Zu Fuss gings anschliessend ins Stadtzentrum zurück. In der Nähe von "Unter den Linden" genossen wir ein feines italienisches Glacé. Mit dem Bus fuhren wir danach zur Corneliusbrücke. Dort kam der Rest der Verwandtschaft von der Brückenfahrt zurück. Zu acht gingen wir anschliessend in einem nahe gelegenen Biergarten zu Nacht essen. Vom Bahnhof Zoologischer Garten fuhren wir nach Fürstenwalde zurück. Den Abend liessen wir bei gemütlichen Gesprächen und einem Schlummertrunk an Lagerfeuer ausklingen.

Für uns wars leider schon der letzte Abend gewesen. Da am Montag bereits wieder arbeiten angesagt ist, mussten wir also die ganze Strecke am Sonntag zurücklegen. Nach einer alles anderen als erholsamen Nacht (ein Teil der Verwandschaft hat bis in die Morgenstunden im Freien gesungen und lauthals Gespräche geführt), standen wir in aller Frühe auf, packten und fuhren bereits vor 6:00 Uhr los.
Trotz mehrheitlich sehr flüssigem Verkehr und glücklicherweise ohne grössere und längere Staus dauerte die Fahrt inkl. diverser kleineren Pausen sehr lange und war anstrengend. Dementsprechend kaputt kamen wir nach 19:00 Uhr zu Hause an. Glücklicherweise ist jedoch alles gut gegangen und auch unser Bully hat uns nicht im Stich gelassen. Und dies ist ja die Hauptsache! Nach dem Auspacken fielen wir sogleich völlig übermüdet in unser Bett und freuten uns auf eine weniger lärmige und dadurch erholsamere Nachtruhe.