Freitag, 28. August 2020

France 2020 - Tag 13: Velotour nach Soulac-sur-Mer (27.08.2020)

Heute morgen blickte ich durch das kleine Dachfenster in den wolkenlos blauen Himmel. Es sah nach einem sehr sonnigen, warmen Tag aus. Doch am Meer kann das Wetter ja bekanntlich schnell wechseln. Drum musste das noch gar nichts bedeuten. 
Doch fürs erste genossen wir den Sonnenschein. Nach einem gemütlichen Morgenessen und einer Runde lesen / bloggen draussen, schwangen wir uns um die Mittagszeit auf unsere Velos und fuhren über die Pistes Cyclables in nördliche Richtung. Ziel war der nächste Ort an der Küste, Soulac-sur-Mer. Die rund dreiviertelstündige Fahrt war angenehm, denn es war flach, wir hatten keinen Gegenwind (dafür etwas Seitenwind) und dank den vielen Bäumen war es auch nicht so heiss. 
In Soulac-sur-Mer fuhren wir der Strasse dem Strand entlang; mit Blick auf dem Leuchtturm auf der Insel Cordouan und das dahinterliegende Festland zwischen Royan und La Rochelle. Im Centre Ville kaufte Rolf im Supermarché Zmittag für uns ein (da ich unterwegs meine Maske verloren hatte, musste ich draussen warten...). Das feine Zmittag genossen wir am Strand etwas südlich von Soulac-sur-Mer, wiederum mit Blick zum Phare de Cordouan. Es gab ein für uns typisches, französisches Mittagessen: Baguettes, Pfirsiche, Tomaten, Salami, Frischkäse.
Es war nun bewölkt geworden, was wir als angenehm empfanden, da es nun nicht mehr so heiss war. Nach einer Runde lesen und einem erfrischenden Bad im Meer (nur ich), machten wir uns auf die Rückfahrt.
Gegen Abend wollten wir die mitgetragenen Boogie-Boards nochmals ausgiebig nutzen; schliesslich war ja heute unser letzter Tag am Meer. Es war immer noch bewölkt und ziemlich winidig (von Süden her), so dass es uns immer ziemlich quer mit den Wellen an den Strand zog. Doch das Wellenreiten mit den kleinen Styroporbrettern hatte nochmals so richtig Spass gemacht!
Zum Znacht gabs heute nochmals Moules et Frites im kleinen Beizli gleich nebem dem Campingplatz. Mmmmhhh, fein! :-)



Der Strand bei Soulac-sur-Mer



Mittagspause etwas südlich von Soulac-sur-Mer

France 2020 - Tag 11: Bettis Surftag an der Carcans Plage (25.08.2020)

Today was Bettis Surfday! :-D
Heute habe ich mir einen grossen Wunsch erfüllt und endlich, endlich mal einen Surfkurs besucht. Ich wollte dies schon seit Jahren mal tun, doch irgendwie ist immer was dazwischen gekommen oder ich habe mich nicht getraut oder hatte Bedenken wegen meinen Kontaktlinsen. Doch nun sind meinen Augen ja seit etwas mehr als 1 1/2 Jahren mit Laser korrigiert (ich sehe also nun auch ohne Brille und Linsen gut - was für einen Aufenthalt im Meer wirklich ein enormer Vorteil ist, wie ich nun festgestellt habe) und seit etwa ebensolanger Zeit habe ich auch einen Wetsuit (den konnte ich günstig im Athleticum Suhr erwerben; kurz vor dem Wechsel zu Décathlon). 
Heute war es also endlich soweit!
Nach einer nicht all zu erholsamer Nacht (wir hatten gestern definitiv zu viel getrunken...), starteten wir gemütlich in den Tag. Es war heute bereits am Morgen wolkenlos, jedoch ziemlich windig.
Der Kurs war für 12 Uhr angesagt, so hatten wir noch Zeit für ein gemütliches Kaffee- und Müesli-Früchte-Jogurt-Frühstück. Dann gings los. Bei der Ecole du Surf La Sud in Carcans Plage traf ich auf meine Surfklasse. Wir wurden mit Boards ausgerüstet und dann gings auch schon ab an den Strand. Trotz (oder wegen?) des Windes waren die Wellen heute eher klein - da war ich als Anfängerin nicht unglücklich...
Unser Surflehrer Stéph vermittelte uns zuerst die Theorie: Neben dem Brett stehen, in die Wellen schauen (also Richtung Meer, nicht Richtung Strand), dann kurz bevor die weisse Welle einem erreicht, das Board zuerst nach vorne stossen und dann von hinten aufspringen. Dabei die Hände auf Hüfthöhe halten, damit man sich abstossen kann fürs Aufstehen und/oder weiter nach vorne Robben auf dem Brett. Zwei-, dreimal paddeln. Aufstehen, in dem man die den vorderen Fuss (bei mir der linke) zwischen den Händen nach vorne nimmt, den hinteren Fuss hinter den Händen platziert. Man sollte etwa in der Mitte des Boardes stehen. Weisse Welle bedeutet übrigens, dass die Welle gebrochen sein muss, bevor man sie nimmt. Also zumindest für die Anfänger... ;-)
Bald konnten wir die Theorie in die Praxis umsetzen. Stéph erklärte mir vieles nochmals auf englisch, da es auf französisch doch sehr schwierig zu verstehen war für mich (alle anderen der Gruppe hatten Muttersprache französisch). Auch gab er immer wieder Tipps und Korrekturen und schlussendlich war ich mehr als glücklich, dass ich dann ein paar Wellen stehen konnte. Ich fand, ich hielt mich sehr gut, für das, dass die meisten in meiner Gruppe schon mal einen Surfkurs besucht hatten (und teilweise weniger lang auf dem Board stehen konnten als ich). Und ja, es hat riesen grossen Spass gemacht und mir voll „de Ärmel inegno“. Das war also mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht das einzige Mal und wer weiss, vielleicht müssen wir dann irgendwann noch ein Surfbrett im bzw. am Bulli mittransportieren... ;-D Rolf ist schon mal vorgewarnt... :-)
Die zwei Stunden sind wie im Flug vergangen und waren doch ziemlich anstrengend gewesen. Den Nachmittag verbrachten wir dann gemütlich auf dem Campingplatz mit Mittagessen, Kaffeetrinken und lesen.
Gegen Abend unternahmen wir einen Spaziergang ins Städtchen und gönnten uns im Chez Heidi einen Apéro. Dann war noch Wäsche waschen angesagt und anschliessend kochten wir uns eine feine Gemüsesuppe mit Wienerli zum Znacht. 























Gaaaanz viiieeele Surfimpressionen... ;-))




















Dienstag, 25. August 2020

France 2020 - Tag 10: Markt- & Strandtag an der Carcans Plage (24.08.2020)

Es fühlte sich an, als war es noch mitten in der Nacht, als um 07:30 Uhr der Handy-Wecker klingelte. So schnell gewöhnt man sich daran, später ins Bett zu gehen und dann am Morgen länger auszuschlafen. Der Grund für den Wecker war der Markt in Carcans Plage, welcher am heutigen Montagmorgen stattfand. So gabs erst mal auch nur einen Kaffee, dann machten wir uns auf ins Städtchen. Bald stellten wir jedoch fest, dass wir wohl umsonst so früh aufgestanden waren, denn es war kurz vor 9 Uhr noch nicht besonders viel los. Viele Stände wurden erst aufgestellt. Doch am Gemüse- und Früchtestand war schon alles bereit und so deckten wir uns nicht nur mit verschiedenen Gemüsesorten ein, sondern kauften auch noch französische Erdbeeren. Diese stellten sich dann beim anschliessenden Frühstück als besonders süss heraus, fast wie Walderdbeeren. Auch das beim Bäckerstand gekaufte Brot (mal nicht Baguette...) und die Croissants schmeckten sehr lecker. 
Während Rolf die Zeit anschliessend mit malen verbrachte, ging ich später nochmals an den Markt zurück. Nun waren alle Stände aufgestellt und der Markt war rege besucht. Gemütlich schlenderte ich durch die Gassen und deckte mich noch mit dem einen oder anderen Schmuck-Souvenir sowie mit dem obligaten Hoody ein; diesmal wars ein dunkelblauer mit weissem „Surf Carcans“ - Aufdruck vom Bekleidungsgeschäft Totem.
Den Nachmittag verbrachten wir mit viel lesen am Strand und genossen dazwischen ausgiebige Bäder im Atlantik mit und ohne Boogie Boards. 
Im Bistrot Goguette genossen wir ein feines spätes Nachtessen: Ein Kir zum Apéro, zur Vorspeise Huitres (Austern) mit dem obligaten Zwiebel-Essig-Dressing. Anschliessend gabs für mich zur Hauptspeise den Goguette Burger und für Rolf ein Entrecôte, beides begleitet von Frites und einer demi-bouteille Entre deux meres Weisswein. Zum Dessert teilten wir uns ein Tiramisu Caramel Beurre Salé, dazu je ein Petit Café. Und zum Abschluss gabs noch einen Rum (gratis).

Ziemlich beduselt liefen wir anschliessend zum Camping zurück...




Carcans Plage



Huitres (Austern) im Bistrot Goguette - mmmhhh ;-))

Montag, 24. August 2020

France 2020 - Tag 9: Strand- und Dünenspaziergang um Carcans Plage (23.08.2020)

Schon war wieder zusammenpacken angesagt, dabei bleiben wir ja nochmals 3 Nächte hier. Doch wir mussten heute den Platz wechseln. Das nutzten wir dann insofern, als dass wir gleich noch mit dem Auto einkaufen fahren gingen - eben, weil wir ja eh alles zusammenpacken und verstauen mussten für den Platzwechsel. Im Landesinnern, in Carcans, kauften wir im kleinen Supermarkt ein - und merkten erst, als wir dort waren, dass es ja Sonntag war. Es hatte deshalb sehr viele Leute kurz vor Ladenschluss am Mittag. Doch wir haben ja Ferien, da muss man ja nicht stressen.
Zurück in Carcans Plage, richteten wir uns auf unserem neuen Platz ein. Dann erledigen wir einige Reparaturarbeiten am Bus. Rolf flickte den Wasserhahn, welcher nicht mehr ging und ich nähte einen neuen Gummizug in den Fenstervorhang vor der Schiebetüre.
Nach einem späten, kleinen Zmittag machten wir uns auf ans Meer. Von der Carcans Plage spazierten wir in nördliche Richtung dem Atlantik entlang, bis es fast menschenleer war. Wir verbrachten gemütliche Stunden mit lesen, sonnen und baden im wie immer sehr kühlen Meer mit seinem grossen Wellen. Über die Düne marschierten wir anschliessend ins Hinterland und auf einem Sandweg durch die Pinenwälder zurück zum Camping.
Zum Znacht kochen wir heute wieder selber - Filet de Boef mit Ratatouilles und Baguettes. 



Nördlich von Carans Plage auf der Sanddüne mit Blick zum Meer...



... und ins Hinterland

France 2020 - Tag 8: Erkundung der Umgebung von Carcans Plage (22.08.2020)

Auf einer Velotour über die Pistes Cyclables haben wir heute die Umgebung von Carcans Plage erkundigt. Zuerst gings über den Hügel (Sanddüne zwischen Carcans Plage am Meer und dem Landesinnern) nach Maubisson am Lac d‘Hurtin. Dort schlenderten wir durch die Fussgängerpassagen mit vielen kleinen Shoppingständen. Nördlich von Maubisson, in Bombannes, genossen wir ein erfrischendes Bad im See. Durch die Pinienwälder gings dann wieder zurück Richtung Meer und auf einem alten, teils sehr verfallenen Veloweg in südliche Richtung retour nach Carcans Plage. Im Städtchen gönnten wir uns eine Glacé und anschliessend gingen wir bei der Plage Sud ans Meer, wo wir einige Zeit mit lesen und baden verbrachten.
Am Abend gabs feine Moules et Frites mit einem Glas Weisswein im Restaurant Atlantic Café in der Fussgängerpassage von Carcans Plage sowie den anschliessenden obligaten Abendspaziergang ans Meer, um den Sonnenuntergang im Meer zu besichtigen - wie immer mit Wolken... ;-))







Am Lac d‘Hurtin bei Bombannes. Der Schwimmer ganz hinten in der Mitte des Fotos ist Rolf.









Über die Pistes Cyclables durch die Pinenwälder





Abendstimmung in Carcans Plage


Samstag, 22. August 2020

France 2020 - Tag 7: Bayas - Carcans Plage (21.08.2020)

Nach einer drückend heissen Nacht mussten wir uns am Morgen erst mal mit einer Dusche erfrischen und abkühlen. Dafür wars dann warm genug, um draussen zu frühstücken. Nach 10 Uhr verliessen wir Bayas. In Coutras deckten wir uns noch mit Lebensmitteln und Zubehör aus dem Bricomarché (fürs Reparieren der Wasserpumpe) ein. Wieder gings an Libourne vorbei und über die Rocade nach Bordeaux. Diesmal bis zur Ausfahrt 9 Richtung Flughafen Mérignac. Beim Park & Ride „Les Pins“ stellten wir unseren Bus auf einen Parkplatz und fuhren in rund 30 minütiger Fahrt ins Zentrum von Bordreaux, zur Porte de Bourgogne.
Inzwischen hatte leichter Nieselregen eingesetzt, es war jedoch immer noch schwülwarm. Im kleinen Restaurant Makito (www.makito-bordeaux.fr) am Cours Victor Hugo genossen wir ein sehr feines, japanisches Mittagessen. Für Rolf gabs Hjalti (ein Reis-Gemüse-Gericht mit rohem Lachs) als Poké (in einer Schüssel) und für mich dasselbe Gericht als Sushi-Burrito (in Algenblätter eingerollt). Danach schlenderten wir gemütlich über die autofreie Rue Sainte-Catherine und gingen auch noch ein wenig shoppen. Rolf brauchte noch Shorts und auch ich wurde im Bijoux Brigitte und bei Pull & Bear noch fündig.
In der Brasserie L‘Intendence am Cours de l‘Intendance stärkten wir uns noch mit einem Kaffee und schlenderten danach über die Rue des Remparts und an der Cathédrale Saint-André de Bordeaux vorbei Richtung Cours d‘Albret. Mit der Stassenbahn A fuhren wir anschliessend wieder aus der Stadt hinaus zum Bus zurück. Aufgrund eines Unfalls mit einem Lastwagen war jedoch die Strecke zwischen Saint-Augustin und Fontaine d‘Arlac unterbrochen und wir mussten dieses Stück zu Fuss zurücklegen.
Anschliessend nahmen wir noch die letzte Stunde Fahrt bis ans Meer unter die Räder. Via Castelnau-de-Médoc und Brach erreichten wir Carcans am Lac d‘Hourtin und anschliessend vorbei an Maubuisson das Camping de L‘Océan in Carcans Plage.
Dort werden wir nun für die die nächsten 5 Nächte bleiben. Nach dem Einrichten war Wäsche waschen angesagt. Die Wartezeit überbrückten wir mit einem Spaziergang über die Düne zur Plage Nord von Carcans Plage, wo wir einmal mehr vom Anblick des Atlantiks mit seinen hohen Wellen und seiner Weite überwältigt waren. Wir hatten Zeit, kurz in den Sand zu sitzen, zum Meer zu blicken und ein Bier zu trinken, bevor wir zurück zum Camping mussten, um die Wäsche zu holen bzw. noch zwei Tumbler-Gänge zu starten.
Den Tag schlossen wir mit einem gemütlichen Brot-Fleisch-Käse Znacht und einem Glas Rosé auf unserem Stellplatz ab. 



Bordeaux - Porte de Bourgogne



Rue Saint-Catherine



Cathédrale Saint-André



Bei Carcans mit Blick auf den Lac d‘Hourtin









An der Plage Nord von Carcans Plage

Donnerstag, 20. August 2020

France 2020 - Tag 6: In und um Bayas (20.08.2020)

Herrlich, nach doch einigen Tagen mit vielen Fahrt-Kilometern heute mal nicht weiterfahren zu müssen... 
Das heisst, gefahren sind wir trotzdem noch, aber nicht mit Catweazle, sondern mit unseren Velos. In rund 20 Minuten gings vom Campingplatz ausserhalb von Bayas nach Quîtres. Dort kauften wir Brot fürs Zmittag und besichtigten das Städtchen sowie den malerischen alten Bahnhof des „train touristique“. 
Mit Blick auf den Fluss l‘Ille verbrachten wir noch eine gemütliche Leserunde auf einer Parkbank am Fusse von Quîtres. 
Den Rest des Tages verbrachten wir ganz „faul“ mit bloggen (Betti), malen (Rolf), lesen und schwimmen im See (beide) bei heissen Temperaturen (30 Grand und mehr). 
Am Abend gabs feine Pizzas im Camping-Restaurant. Auf das anschliessende Karakoe-Singen verzichteten wir dann gerne und hörten aus der Ferne (von unserem Stellplatz) zu. 
Ein herrlicher Sommer-Sonne-Ferientag!



Blick auf das Städtchen Quîtres











Beim Bahnhof des „train touristique“ bei Guîtres



Abendstimmung am See beim Camping