Donnerstag, 20. August 2020

France 2020 - Tag 5: Brantôme - Bayas (19.08.2020)

Der Tag versprach sonnig und heiss zu werden. Schon am Morgen wars angenehm warm, so dass wir draussen frühstücken konnten - mit Blick auf den Fluss Dronne, welcher gleich neben unserem Stellplatz vorbei fliesst und in welchem ich gestern nach der Stadtbesichtigung von Brantôme noch ein erfrischendes (sprich kaltes!) abendliches Flussbad genossen hatte.
Heute stand der letzte Reisetag nach Lacanau-Océan an. Doch wie der Blog-Titel des heutigen Tages verrät, haben wir es nicht bis Lacanau geschafft. Das heisst, eigentlich haben wir es schon bis Lacanau geschafft, doch nur sind wir nun schon nicht mehr dort. Doch alles schön der Reihe nach...
Wir verliessen Brantôme nach einem kleinen Frühstück in nordwestlicher Richtung. Zuerst gings über Nebenstrassen; immer mal wieder an wunderschönen Sonnenblumenfeldern und alten romanischen Kirchen vorbei. Bei Montpon-Ménestérol wechselten wir nach einem Einkaufsstopp im Supermarche auf die D6089. Nun gings zügig voran und bald schon hatten wir Libourne hinter uns gelassen und kämpften uns über die hohe Brücke über die Garonne und über die Rocade von Bordeaux. Die Umfahrungsautobahn schafften wir für einmal sogar ohne Stau! So wars trotz heissen Temperaturen dank des Fahrtwindes einigermassen angenehm. Nun trennte uns noch eine gute Dreiviertelstunde vom Meer. Bald hatte Catweazle auch diese Distanz hinter sich gebracht. 
Doch anstatt nach vier Tagen Reise endlich anzukommen, fing der Stress jetzt leider erst richtig an... Denn beide Campings in Lacanau-Océan waren „complet“. Das hatten wir noch nie erlebt, obwohl wir doch schon etliche Mal während dieser Jahreszeit an die französische Atlantikküste gereist waren. Normalerweise ist es ab Mitte August nach dem grossen Sommerferienansturm überhaupt kein Problem, einen freien Campingplatz zu finden. Doch eben, normalerweise. Denn was ist schon normal in einem Corona-Jahr... :-(
So sassen wir nun mit langen Gesichtern in unserem Bulli und ärgerten uns über uns selber, dass wir nicht vorgängig reserviert oder zumindest angerufen hätten. Trotzdem versuchten wir cool zu bleiben - was zwar aufgrund der Hitze per se schon ein Ding der Unmöglichkeit war... ;-)) - und überlegten uns Alternativen. 
Schlussendlich konnte ich nördlich von Lacanau in Carcans einen Platz für 5 Nächte reservieren. Die überaus freundliche Dame am Telefon des Camping Océan ging alles mit mir in Ruhe zuerst auf französisch und dann auf deutsch durch, inkl. Anzahlung via Kreditkarte und Auftragsbestätigung per E-Mail. Doch der Haken an der Sache war, dass der Platz erst ab Freitag frei war und heute ist Mittwoch...
Da weiterere Versuche, etwas südlich beim Bassin d‘Arcachon einen freien Campingplatz zu finden, ebenfalls scheiterten, entschlossen wir uns, wieder zurück ins weniger stark frequentierte Innenland zu fahren. Nach einen Stärkung in Form eines Sandwiches vom Supermarché nahmen wir erneut die Fahrt über die Rocade von Bordeaux unter die Räder. Nach Überquerung der Garonne und Dordogne nordöstlich von Bordeaux verliessen wir Saint-André-de-Cubzac die Autobahn und fuhren in nordöstlicher Richtung ins Landesinnere. Irgendwo musste es hier doch einen Campingplatz geben. Wir durchfuhren malerische Orte und waren nach dem Gedränge am Meer bei Lacanau wieder ganz froh über die Ruhe, Leere und Weite hier. Nur eben, einen Campingplatz schien es hier nicht zu geben... Bei Guîtres überquerten wir den Fluss l‘Ille und sahen auf den letzten Blick im centre ville den Wegweiser zum Camping Le Chêne du Lac bei Bayas. 
Nach ein paar Minuten Fahrt kamen wir auf dem malerischen Campingplatz direkt an einem kleinen Badesee an. Platz hatte es auch und so entschlossen wir uns, gleich 2 Nächte zu bleiben, damit wir morgen mal nicht weiterfahren müssen. 
Nach einem erfrischenden Schwumm im See hatten wir uns mit dem alles andere als optimal verlaufenden Tag wieder vollends versöhnt. Man muss ja schliesslich nicht dem Nachtrauern, das man nicht kriegt, sondern sich über das freuen, was man hat. 




Morgenidylle an der Dronne auf dem Campingplatz von Brantôme



Breakfast is ready... ;-D



Sonnenblumenfelder bei Cercles



Über die Dordogne bei Libourne



Fast endlose Pinienwälder zwischen Bordeaux und Lacanau



Campingidylle auf dem Campingplatz bei Bayas



Abendstimmung am kleinen Badesee des Campings

France 2020 - Tag 4: Issoire - Brantôme (18.08.2020)

Von Issoire südlich von Clermont Ferrand im Massif Central führte uns unsere Reise heute weiter bis nach Brantôme im Perigord. Wieder vermieden wir Autobahnen und fuhren somit mehrheitlich über kurvige Nebenstrassen, ab und zu auch über breitere und weniger kurvige Hauptstrassen. Zuerst durchquerten wir das Vulkangebiet westlich von Issoire. Da waren es wirklich mehrheitlich sehr schmale, kurvige Strassen und es ging steil hinauf und ebenso steil wieder hinab. Alles in allem kamen wir nicht sehr schnell voran, doch landschaftlich wars wunderschön. Und schliesslich ist ja der Weg das Ziel, sagt man. :-)
Bei Ussel gings via Route Departamentale D1089 weiter Richtung Tulle. Bei Les Angels zwischen Tulle und Vigeois legten wir nach rund 2 1/2 Stunden Fahrt an einem malerischen Flüsschen eine Mittagspause ein. 
Danach gings weiter Richtung Westen; wir hatten noch 2 Stunden Fahrt vor uns. Bei Arnac-Pompadour besichtigten wir spontan das sehr gut erhaltene Chateau Pompadour, welches aus dem 15. Jahrhundert stammt. Vor allem von aussen war das stattliche Schloss sehr imponsant, während es im Inneren (mit Maskentragpflicht natürlich...) nicht all zu viel zu besichtigen gab.
Via Thiviers erreichten wir anschliessend gegen 16 Uhr das Camping Brantôme Peyrelevade Dordogne im südöstlich von Brantôme. Dort richteten wir uns auf einem Platz mit Sicht auf den Fluss Dronne für die Übernachtung ein. Inzwischen wars wieder sehr sonnig und vorallem sehr warm geworden, so dass wir erst mal ein kühles Bier im Schatten genossen.






Durch vulkan-artiges Gebirge westlich von Issoire



Über die Staumauer bei Port-les-Orgues



Mittagsrast bei les Angles. Leider war die Zufahrt zum Rastplatz auf 1.80 m Höhe beschränkt. Deshalb musst Catweazle leider oben an der Strasse warten...



... während wir die malerische Flusslandschaft besichtigten.









Das stattliche Chateau Pompadour bei Arnac-Pompadour





Zwischen Arnac-Pompadour und Brantôme



Maskentragpflicht in den engen Gassen des centre ville von Brantôme







Brantôme

France 2020 - Tag 3: Pont d‘Ain - Issoire (17.08.2020)

Am heutigen Morgen war es noch etwas bewölkt, doch immerhin nicht all zu frisch. Trotzdem gabs Indoor-Frühstück: Pain au chocolats, Jogurts sowie Kaffee (ich) und Tee (Rolf).
Wir hatten recht lange geschlafen und so war es bereits nach 10 Uhr, als wir losfuhren. Zuerst ging die Fahrt durch das wunderschöne Seengebiet Dombe westlich von Pont d‘Ain. Anschliessend etwas südlich von Villefrance-sur-Saône vorbei Richtung Tarare. Kurz vor Violay machten wir Mittagsrast, hoch oben mit wunderschönem Blick in die weite Ferne des wunderschönen Landes, in welchem wir uns gerade befinden. Auch am Nachmittag fuhren wir mehrheitlich über Nebenstrassen Richtung Westen. In Augerolles machten wir noch einen Zvieri-Halt und genossen die tolle Fernsicht nach Nordosten bis zum Puy-de-Dôme bei Clermont-Ferrand.
Bei einem letzten kurzen Abstecher machten wir noch ein paar Fotos vom Chateau de Mauzun, bevor wir uns auf dem Camping Municipal de Mas in Issoire für die heutige Übernachtung einrichteten. Nach einer so langen Fahrt brauchten wir etwas Bewegung und entschlossen uns deshalb für einen Fussmarsch in den nahe gelegenen Carrefour-Supermarché. Leider war dieser nur via eine stark befahrene Autostrassenbrücke erreichbar. So machten wir einen Umweg und aus dem kleinen Abenspaziergang wurde fast eine kleine Wanderung. Doch es hat gut getan und fürs morgige Frückstück konnten wir uns auch schon eindecken (Müesli und Milch). 
Zum Abschluss des Tages genossen wir ein feines Nachtessen: Rindssteak mit Tomaten-Mozzarella-Salat, grünem Salat und einem Glas Rosé.




Bereit für die Weiterfahrt von Pont d‘Ain weiter Richtung Westen




Mittagsrast mit Aussicht kurz vor Violay



Violay





Zvieripause bei Augerolles...





... mit Fernsicht bis zum Puy-de-Dôme (der höchste Berg, in der Mitte des Bildes)



Chateau de Mauzun



Autbahnbrücke beim Campingplatz von Issoire (auf dem Weg zum Supermarché)



Issoire

France 2020 - Tag 2: Münsingen - Pont d‘Ain (16.08.2020)

Die erste Nacht im Bus war nicht sehr angenehm und auch nicht sehr erholsam gewesen. Einerseits war es sehr warm und doch auch ziemlich laut gewesen (Strassenverkehr und Nachtschwärmer, die aus dem Ausgang heim kehrten). Andererseits hatten wir unseren Bus unter eine Strassenlaterne gestellt. Durchs Dachfenster schien es wirklich direkt auf mein Kopfkissen. Ich wusste mir aber zu helfen und bedeckte meine Augen mit einem Halstuch. Das war sehr warm, doch so wars immerhin einigermassen dunkel. Man lerne: Zuerst schauen, dann parkieren... ;-))
Nach einem feinen Morgenessen bei Dani und Claudia - wiederum auf der Dachterrasse - gings dann richtig los. Am heutigen ersten Fahrt-Tag war noch Autobahn-Fahren angesagt. Via Lausanne und Bern verliessen wir die Schweiz; anschliessend gings weiter über die Autoroute Blanche (A40) in Richtung Lyon. Das letzte Stück bis Pont d‘Ain fuhren wir dann noch abseits der Autobahn über Haupt- und Nebenstrassen und durch einen kurzen Gewitterregen.
Auf dem Camping Municipal in Pont d‘Ain direkt am Fluss Ain richteten wir uns für unsere erste Übernachtung ein. Nach einem Spaziergang in den nahe gelegenen, kleinen Ort über die wohl namengebendene Brücke über den Ain erfrischte ich mich noch mit einem kurzen Schwumm im Pool des Campingplatzes. 
Am Nachmittag und auch am Abend zogen immer mal wieder Gewitter über uns hinweg, so dass wir uns entschlossen, das Nachtessen drinnen einzunehmen. Standardgemäss gabs - wie fast an jedem ersten Abend einer längeren Campingsreise - Penne, dazu Pesto-Sauce und Salat. 




Auch beim Frühstück auf der Dachterrasse konnten wir die wunderschöne Fernsicht in die Alpen geniessen



Bonjour, la France! Beim Grenzübertritt von der Schweiz nach Frankreich bei Genf hatte Catweazle einen gleichfarbenen Artgenossen vor (und danach hinter sich)



Kurz vor Pont d‘Ain



Lazy Afternoon auf dem Campingplatz von Pont d‘Ain



Le Pont de Pont d‘Ain



Blick über den Fluss Ain



Wohin gehts morgen? :-)

France 2020 - Tag 1: Oberentfelden - Münsingen (15.08.2020)

Nach langer Planung und viel Corona-bedingter Ungewissheit konnten wir heute endlich unsere Reise an die französische Atlantikküste starten. Den heutigen ersten Ferientag gingen wir gemütlich an. Da wir am Abend noch bei Dani und Claudia in Münsingen eingeladen waren (inkl. Übernachtung), war es also ein kurzer Reisetag. 
So konnten wir gemütlich ausschlafen, einen feinen Brunch geniessen und anschliessend unsere Utensilien packen, den Bus laden, den Wassertank füllen und den Veloständer und die Velos montieren. Mitte Nachmittag waren wir dann startklar. Um dem Ferien-Rückreiseverkehr zu umgehen, fuhren wir überland anstatt über die Autobahn. 
Den Abend genossen wir nach einer erfrischenden Aussendusche auf der Dachterrasse bei einem feinen Nachtessen und interessanten Gesprächen.






Ausblick von der Dachterrasse

Sonntag, 5. Juli 2020

Camping-Wochenende in Tramelan

Unglaublich, aber das ganze erste Halbjahr 2020 waren wir nie campen! Vorallem Corona-bedingt, leider...
Doch am ersten Juli-Wochenende klappte es nun endlich mit dem Start in die Campingsaison 2020.

Zusammen mit Bruder Mäsi, Schwägerin Ane und Göttibueb Mailo verbrachten wir ein gemütliches Sommer-Wochenende in Tramelan im Berner Jura. Rolf hat die Camping-Übernachtung zum Geburtstag erhalten und nun konnten wir sie einlösen.

Wir trafen uns in der Autobahnraststätte Pieterlen kurz von Biel auf einen (super feinen!) Milchkaffee und Gipfeli. Kurz vor Mittag erreichten wir via Transjuranne den camping du chateau in Tramelan. Einen Campingplatz für dieses Wochenende zu finden, war nicht ganz leicht gewesen; Ane musste etliche Telefonate führen und Mails schreiben, bis wir einen Platz fanden, wo wir einerseits reservieren konnten und es andererseits freie Plätze hatte. 
Hier hatten wir ein schönes Plätzchen gefunden; mit Aussicht auf die Wiesen, Wälder, mit Kuhglockengebimmel und Traktoren, die Heu transportieren. Der Campingplatz war überraschend wenig stark belegt, wohl weil er etwas abseits liegt. Doch gut ausgestattet (Sanitäranlagen und Platz); es gefiel uns sehr gut.

Nach einem gemütlichen Spaziergang in den nahe gelegenen Ort Tramelan, wo wir uns mit Nahrungsmittel eindeckten und auch ein feines Glacé genossen, gabs am Abend ein feines Fondue auf dem Gasrechaud draussen vor unseren Campern. Es war zwar etwas bewölkt und windig gewesen und deshalb gar nicht so hochsommerlich heiss wie erwartet, doch zum draussen Znacht essen und anschliessend Kaffee trinken wars zum Glück warm genug.

Am Sonntag waren Rolf und ich die „Langschläfer“. Ane und Mäs wurden von Mailo bereits um halb sieben geweckt. Frühstücken konnten wir ebenfalls wieder draussen; sobald die Sonne hinter dem Bäumen hervor kam, wurde es sommerlich warm.

Gegen Mittag brachen wir auf und machten noch einen Abstecher an den nahe gelegenen Etang de la Gruère. Der sich in einem Naturschutz befindende Moorsee mit Spazierweg rundherum beindruckt uns jedes Mal wieder von neuem. Am heutigen Sonntag hatte es wie erwartet ziemlich viele Leute und wegen Corona war one-way angesagt, d.h. man durfte den See nur im Gegenuhrzeigersinn umqueren. 

Nach einer kleinen Früchte- und Cracker-Stärkung machten wir uns auf die Heimfahrt, wieder über die Transjuranne nach Biel und über die Autobahn via Solothurn zurück in den Aargau.

Es war ein schönes Wochenende gewesen und wir hoffen, dass wir einen solchen gemeinsamen Campingausflug bald mal wiederholen können.



Frühstück in der Autobahnraststätte Pieterlen - mmhhh... ;-))






Auf dem camping du chateau in Tramelan






Spaziergang nach Tramelan




Fondue :-D














Etang de la Gruère




Auf dem Heimweg - Foto von Ane