Donnerstag, 26. Juli 2018

Mit Gianna Nannini auf der Piazza Grande

Wie bereits letztes Jahr, machten wir auch in diesem Juli einen Abstecher ins Tessin ans “Moon and Stars” – Festival.


Rolf ist ein Fan von Gianna Nannini, hat sie jedoch bisher noch nie live gesehen. Ein guter Grund also, ihr Konzert am 21. Juli auf der wunderschönen Piazza Grande zu besuchen.

Da wir uns relativ spät dafür entschlossen, war es auch nicht so einfach, noch ein Hotel in der Nähe zu finden, welches unseren (Preis-) Vorstellungen entsprach. Mit dem Hotel  Tamaro an der Seepromenade in Ascona wurden wir jedoch glücklicherweise fündig.

Die Voraussetzungen für ein malerisches Wochenende im sonnenverwöhnten Süd-Kanton der Schweiz waren jedoch leider etwas getrübt. Pünktlich aufs Wochenende sollte das Wetter umschlagen; für Freitagabend und vor allem für den Samstag sagten die Wetterprognosen Gewitter und kühlere Temperaturen voraus.

So waren wir dann auch nicht sonderlich überrascht, dass wir mit geschlossenem Cabrio-Dach losfahren mussten. 

Auch die Verkehrssituation war nicht gerade rosig. 12km Stau und ca. 2 Stunden Wartezeit vor dem Gotthard wurden vermeldet. Da es zudem in der Schöllenenschlucht eine Baustelle mit Lichtsignal hat, wurde von einer Fahrt über den Pass abgeraten. Kurz überlegten wir uns, via San Bernardio anzureisen. Als wir jedoch in den Nachrichten hörten, dass die Strecke aufgrund eines Unfalls beidseitig gesperrt war und sich bereits ein langer Stau gebildet hatte, waren wir jedoch froh, hatten wir uns dagegen entschieden.

Schlussendlich waren es dann auch „nur“ noch 4km Stau und knapp eine Dreiviertel-Stunde,welche wir vor dem Nordportal im Gewitterregen über uns ergehen lassen mussten. Im Tunnel stieg die Temperatur auf unangenehme, schwülwarme 35 Grad. Da waren wir froh, konnten wir den 17km langen Tunnel nach rund einer viertel Stunde wieder verlassen.

In der Autobahnraststätte Gottardo Sud gönnten wir uns ein Sandwich und eine Cola. Als wir anschliessend in Bellinzona die Autobahn verliessen, war es über 30 Grad warm und fast  wolkenlos, so dass wir die letzten Kilometer doch noch mit offenem Dach fahren konnten.


Nach dem Check-in im Hotel gönnten wir uns eine Gelati an der Seepromenade mit Blick auf den Lago Maggiore und die heranziehenden Gewitter mit Blitz und Donner. Den  anschliessenden Drink konnten wir dann bereits nicht mehr auf der Hotelterrasse einnehmen, da zu winden und regnen begann. Doch drinnen wars auch ganz gemütlich.

Die Nacht in der Dépendance „Roccolo“ war für Ascona-Verhältnisse sehr ruhig – hatten wir doch im Vorjahr im Hotel Della Posta unser Zimmer gleich gegenüber einer Bar mit Livemusik, welche uns die halbe Nacht vom Schlaf abhielt.


So starteten wir gestärkt in den Samstag. Die Gewitter hatten sich verzogen, es war zwar frischer, doch es blinzelte bereits ab und zu die Sonne durch die Wolken und so wars trotzdem angenehm warm. Nach einem Besuch des Frühstückbüffets und feinem italienischem Café waren wir gestärkt für den Tag.


Als erstes besuchten wir den Markt entlang der Seepromenade, wo es vor allem Schmuck zu besichtigen (und kaufen) gab. Auch in Locarno war noch etwas Zeit für Shopping (ich) und Lesen (Rolf). Anschliessend fuhren wir anschliessend mit der Bahn ins Centovalli. Im letzten Ort vor der Grenze nach Italien, in Camedo, stiegen wir aus. Denn bis nach Domodossola  durften wir mit unseren Ticino Tickets nicht fahren. Was jedoch nicht weiter schlimm war, hatten wir ja im April zusammen mit Chrigi und Lula einen Tag am Markt und im Ort verbracht.

Von Camedo liefen der wir der Autostrasse entlang Richtung Locarno. Die Sicht war atemberaubend; einerseits verlief die Strasse in grosser Höhe und es war sehr steil, andererseits konnten wir immer mal wieder einen Blick auf die Bahnlinie und ihre imposantenSteinbrücken wie auch auf den Stausee Lago di Palagnedra erhaschen. In Corcapolo stiegen wir wieder ins Centovalli-Bähnli und fuhren nach Locarno zurück.


In zwischen war schon Mitte Nachmittag und wir waren sehr hungrig. Doch unser Plan, uns an der Foodmeile ausserhalb des „Moon and Stars“ – Gelände zu verpflegen scheiterte leider, da dieser noch geschlossen war. So gabs halt eine italienische Gelati.

Zurück im Hotel, stellten wir unsere Liegestühle auf unsere eigene kleine Hotelterrasse vor unserer Dépendance und vertieften uns in unsere Lektüren. 

Bald machten wir uns jedoch erneut auf den Weg nach Locarno. Diesmal klappte es mit Essen und wir genossen feine Burger mit Wedges und kühlem Bier.

Nachdem es – wider den Prognosen – den ganzen Tag nie geregnet hatte, verzogen sich nun auch noch die letzten Wolken und ein wunderschöner, lauer Sommerabend stand uns bevor – also absolut perfekt für einen unvergesslichen Abend auf der malerischen Piazza Grande!


Vor dem Start des Konzerts gönnten wir uns noch eine Art Apfelmus-Cornet von einem der Food-Stände. 

Gianna Nannini legte pünktlich um 20:00 Uhr los und bot während gut 1 ¼ Stunden eine tolle Performance. Unglaublich, dass sie schon weit in den 60ern ist – so wie sie die Bühne rockte! Die Stimmung war gut und neben ihren grossen Hits aus vergangenen Zeiten sang sie auch einige neue Lieder. 

Nach einer Pause gings kurz vor 22:00 Uhr mit dem Hauptact dieses Abends weiter: Die deutsche Hard-Rock-Band Scorpions legte los.

Peinlicherweise hatten wir ja gemeint, dass die Scorpions die Vorband und Gianna Nannini der Hauptact wäre... Alles in allem hatte uns dann die Performance von Gianna Nannini auch besser gefallen als der Auftritt der Scorpions, was jedoch primär daran lag, dass uns die Musik der italienische Rockröhre besser gefällt als jene der Band aus Hannover. Doch deren Show war ebenfalls bombastisch – vor allem der Drummer spielte sehr beeindruckend! Und „Wind of Change“ live zwischen den Altstadt-Häusern von Locarno zu hören, während am Himmel die Sterne funkelten, sorgte dann auch für einen dieser unvergesslichen Hühnerhaut-Momente!


Nach dem obligaten Schluss-Feuerwerk kurz vor halb zwölf trafen wir beim Ausgang auf Rolf’s Arbeitskollegin Astrid und Partner Dani, mit welchen wir anschliessend noch gemeinsam ein Bier in der Stadt tranken.

Unseren obligaten Rückmarsch nach Ascona nahmen wir danach trotzdem noch unter die Füsse.


Der Sonntagmorgen verwöhnte uns mit strahlendem Sonnenschein, so dass wir das Frühstück auf der Hotelterrasse mit Blick auf den See geniessen konnten. Bevor wir uns wieder auf die nördliche Seite des Gotthards begeben mussten, machten wir noch einen Abstecher nach Sonvico oberhalb von Lugano. Die Hinfahrt über den Ceneri via  Hauptstrasse genossen wir bei offenem Dach und Fahrtwind sehr (inzwischen war es wieder über 30 Grad warm). 


In Sonvico machten wir einen Spaziergang durchs Dorf mit seinen schönen, kleinen Altstadtgassen. Am Haus bzw. der Hausteil, in welchem Rofl jeweils mit seinen Grosseltern Ferien verbracht hatte, kamen wir ebenfalls vorbei.


Da es vor dem Südportal bereits wieder ca. 4 km Stau hatte, entschieden wir uns für die Fahrt über den Pass. Wir kamen zügig voran und nach einem kleinen Halt auf der Autobahnraststätte Neuenkirch, wo wir uns mit einem Schoggistängeli stärkten, waren wir  gegen 16:00 Uhr wieder zu Hause.



Um noch ein bisschen im „Ferien-Mood“ zu verweilen, gönnten wir uns einem Apéro-Drink und studierten die grosse Frankreich-Karte, um die Anreise unserer (nächsten) grossen  Reise in die Bretagne zu planen. Am Freitag, 24. August geht’s los. Wir freuen uns sehr und könnens kaum erwarten, bis es endlich so weit ist!


Den Abend liessen wir im Restaurant Schmiedstube bei feinen Pizzas und Pino Grigio ausklingen – unser „Lieblingstürke“, die Pizzaria Post hatte leider Betriebsferien. Das Essen in der Schmiedstube, in der wir das erste Mal assen, war jedoch genau so lecker! 




In Ascona am Lago Maggiore vor dem Gewitter am Freitagabend



Unterwegs zum Frühstücken am Samstagmorgen



Blick von der Dépendance „Roccolo“



Ascona













Unterwegs im Centovalli 



Foodmeile des „Moon and Stars“ - Festival in Locarno



Gianna Nannini auf der Piazza Grande







Scorpions





Das obligate Schlussfeuerwerk





Ascona am Sonntagmorgen







Abstecher nach Sonvico oberhalb Lugano



Leos Freude an unserer Reiseplanung in die Bretagne hält sich in Grenzen... ;-)


Bei den Schweizer Fahrenden in Frauenfeld

Am 14./15. Juli verbrachten wir wieder mal ein Camping-Wochenende – auf dem Campingplatz Aumühle in Frauenfeld.


Die Anreise war alles andere als ein Vergnügen. Zwar hatten wir aufgrund der Sommerferien mit viel Verkehr gerechnet, jedoch nicht gerade mit Stau. Doch leider ging kurz nach der  Verzweigung Limmattaler Kreuz fast gar nichts mehr, da ein Pannenfahrzeug den Gubristtunnel blockierte. Was natürlich in einem Fahrzeug Baujahr 1983 (sprich: ohne Klimaanlage) an einem solch warmen Sommertag (sicher 30 Grad) sehr angenehm ist... 

Oder anders gesagt: Nach wenigen Minuten waren wir bereits schweissgebadet, ziemlich genervt und entschlossen uns deshalb, einen Umweg über die Umfahrung Zürich Richtung Chur zu fahren. Diese hatte es dann jedoch in sich, denn wir wollten ja aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nur ungern mitten durch die Stadt Zürich fahren und so gings auf der A3 weiter bis nach Pfäffikon, von dort über den Seedamm nach Rapperswil und anschliessend überland bis nach Winterthur. So konnten wir immerhin fahren anstatt stehen und hatten dadurch kühlenden Fahrtwind, die Fahrt dauerte jedoch ziemlich lange.


Inzwischen war bereits Mittagszeit und so gabs anstatt Kaffee und Frühstück halt ein Salat-Zmittag auf der Autobahnraststätte Kemptthal. 

Auch für ein Check-in auf dem Campingsplatz ist die Mittagszeit natürlich denkbar ungünstig, doch da weder auf der Website noch beim Eingang des Platzes die Öffnungszeiten ersichtlich waren, fuhren wir auf gut Glück direkt über den ganzen (jedoch nicht sehr grossen) Campingplatz bis vor die Réception. 

Dort wurde uns klar gemacht, dass wir gefälligst unverzüglich den Motor ausschalten sollen und was uns eigentlich einfalle, einfach so auf den Platz zu fahren – schliesslich sei ja so  was von sonnenklar, dass JEDER Campingplatz in der Schweiz von 12:00 bis 13:30 Uhr Mittagsruhe hätte und man da keinesfalls einfach auf den Platz fahre...

Tja, was will man da noch entgegnen? Wir sind ja alles andere als Camping-Greenhorns und können somit sehr wohl beurteilen, dass dies sicherlich nicht für JEDEN EINZELNEN  Campingplatz in der Schweiz gilt. Aber naja, wir versuchten es auf die integrative Art (Sorry & Entschuldigung...) und durften uns dann auch prompt unverzüglich auf dem Platz einrichten. 

Mit der Anmeldung warteten wir dann wohlweisslich bis nach 13:30 Uhr, um die Campingplatz-Inhaber nicht noch mehr zu verärgern... ;-)


Der Rest des Tages verlief dann glücklicherweise ohne negative Zwischenfälle: Wir lagen gemütlich in unseren Liegestühlen und lasen in unseren Büchern; unternahmen dem  idyllischen Flüsschen Murg entlang einen Spaziergang ins Stadtzentrum, wo wir uns mit fehlenden Nahrungsmitteln fürs Nachtessen eindeckten und uns anschliessend mit einer Glacé stärkten und kühlten uns im nahe gelegenen Freibad ab.


Nach dem Nachtessen hatten wir uns eigentlich schon auf einen Leseabend auf unserem Plätzchen eingestellt, als uns beim Abwaschen ein anderer Camper darüber informierte, dass eine Gruppe Campingplatz-Gäste noch ein Lagerfeuer entfachten würde und wir doch auch noch dazu stossen sollten. So setzten wir uns mit einem kühlen Bier ums Feuer und lernten einige interessante und nette Leute kennen: Ein Männer-Paar, welches sich als Schweizer Fahrende bezeichnet, Aldo und seine thailändische Frau / Partnerin „NumberOne“, welche von Frühling bis Herbst in ihren Wohnmobil auf dem Campingplatz hausen und die Wintermonate jeweils bei ihren Eltern in Thailand verbringen. Und Marcel, der im Winter im Skigebiet Obersaxen Mundaun, wo wir ja jeweils in unseren Winterferien die Skipisten unsicher machen, einen Skilift bedient. Alle nicht „gewöhnliche“ Camper wie wir, die ab und zu ein Wochenende in ihren Camper oder Wohnwagen verbringen, sondern die über Monate oder sogar das ganze Jahr in ihren Gefährten wohnen und leben. Es war sehr interessant, deren Lebensweise kennen zu lernen. 


So wurde es ziemlich spät und die Nacht dann doch eher kurz. Dementsprechend müde starteten wir in den Sonntag. Doch Kaffee und Müesli machten uns soweit wieder munter und da es schon bald wieder sehr, sehr warm wurde, machten wir uns bald auf die Heimreise.


Diese führte uns gemütlich über Landstrassen durchs Zürcher Weinland bis nach Bad Zurzach und anschliessend via Brugg durch den Aargau zurück nach Hause.


Donnerstag, 14. Juni 2018

Städtetrip nach Hamburg

Die Vorbereitung für unsere Juni-Ferienwoche sah ein paar Tage vor Ferienstart so aus:




Eigentlich wollten wir eine mehrtägige Wanderung von Uster nach Arbon an den Bodensee unternehmen. Oder alternativ mit unserem Bus campen gehen. Doch das Wetter machte uns für diese beiden Ferienziele einen Strich durch die Rechnung: für Dienstag und Mittwoch war Dauerregen angekündigt!
Auch für den Süden (Tessin) war die Wetterprognose leider keineswegs besser...

So entschieden wir uns für eine Städtereise in den wettertechnisch momentan viel schöneren Norden Europas. Unser Hauptfavorit, Kopenhagen, verwarfen wir aus Kostengründen und entschieden uns für einen Städtetrip nach Hamburg; ebenfalls eine Wunschdestination auf unserer Städte-Liste und weniger als die Hälfte so teuer wie Kopenhagen.

So verbrachten wir vom Sonntag, 10. Juni bis Donnerstag, 14. Juni 2018 vier tolle Tage in der Hansestadt. Wir nächtigten im Hotel Hyperion in der Nähe der Deichtorhallen und der HafenCity, wo uns neben dem modernen, ruhigen Zimmer vorallem das reichhaltige Frühstücksbuffet sehr zusagte. Auch der Ausblick von der Bar im 11. Stock auf die Stadt war wunderschön!

Die Zeit verging wie im Fluge; wir waren viel unterwegs und haben viel gesehen. 
Bei der „Grossen Hafenrundfahrt“ lernten wir den Hamburger Hafen näher kennen. So sahen wir die imposante Werft mit ihren riesigen Kränen für das Be- und Entladen der Frachtschiffe, schipperten durch die Speicherstadt mit ihren eindrücklichen, riesigen Backsteinhäusern sowie an der futuristischen Elbphilharmonie vorbei und sahen die „Seabourn Ovation“, ein niegelnagelneues Luxus-Kreuzfahrschiff, von Nahem.
In den Deichtorhallen betrachteten wir interessante Bilder der Ausstellung „Street Photography“ und in der architektonisch imposanten Kunsthalle in der Nähe des Hauptbahnhofes Werke der „Modern & Contemporary Art“ (Moderne & Zeitgenössische Kunst). 
Auch ein Besuch in der „Miniatur Wunderwelt“, der riesigen Modelleisenbahnanlage, durfte natürlich nicht fehlen. Hauptattraktion waren dort jedoch nicht die Züge, sondern die Starts und Landungen der Flugzeuge am Flughafen. Speziell war zudem auch, dass in der Ausstellung das Licht änderte und man so die Modell-Landschaften nicht nur bei Tag, sondern auch beim Eindunkeln, in der Nacht und in der Morgendämmerung begutachten konnte.

In den Stadtteilen Sternschanze, Karolinenviertel, Eimsbüttel sowie St. Pauli schlenderten wir den Shops nach. Auch in der Innenstadt beim Hauptbahnhof besuchten wir das eine oder andere Shoppinggeschäft und Kaufhaus an der Mönckeberg- und der Spitalerstrasse sowie beim Jungfernstieg. 
Am besten gefallen hat uns jedoch der „Viertel Meile Design Markt“ am Sonntag bei der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli kurz nach unserer Ankunft in Hamburg, wo es neben kleinen Shops auch ein grosses kühles Astra-Bier bei Sonnenschein gab.
Wettertechnisch war der Montag der schönste Tag mit viel Sonnenschein und angenehmen 20-25 Grad. Dienstags und mittwochs hingegen war es merklich frischer, bewölkt und zudem auch ziemlich windig bei 15-20 Grad. Doch immerhin hatten wir während unserem gesamten Aufenthalt nie Regen, während es im der Schweiz anscheinend an zwei Tagen ziemlich sintflutartig geregnet haben muss.

Im beeindruckenden Park „Planten un Blomen“ konnten wir uns zwischen prächtig farbig blühenden Blumen und am Wasser mit Lesen und Faulenzen erholen. Auch die Abendstimmung an der Aussen- sowie der Binnenalster und am Strandkai bei der HafenCity waren gleichermassen eindrücklich wie erholsam. Denn beide Orte besichtigten wir jeweils bei gemütlichen Abendfahrten mit Leihvelos von „Stadtrad Hamburg“ nach dem Nachtessen. Die Fahrten mit den Rädern trugen so nicht nur zur Verdauung bei, sondern waren auch eine sehr willkommene Abwechslung zu den U-Bahn-Fahrten (wo man ja nichts von der Umgebung sieht) und den Fussmärschen, bei welchen man viel weniger weit umher kommt als mit dem Fahrrad.

Auch kulinarisch erlebten wir glücklicherweise mehr Highlights als Missgriffe. Beim Frühstück startete ich jeweils mit einem Glas Prosecco in den Tag. Damit war ja schon mal Ferienstimmung garantiert! ;-) In der hoteleigenen Bar11 genossen wir zudem einen feinen Whiskey Sour bei fantastischem Ausblick über die Stadt. 
Am ersten Abend gabs Matjes mit deftigen Bratkartoffeln im Alt Hamburger Aalspeicher in der Speicherstadt. Am Montag genossen wir ein leichtes asiatisches Mittagessen im mikawa im Schanzenviertel (Suppe bzw. Salat) und ein super leckeres vietnamesisches Nachtessen im Restaurant Thang Long im Universitätsquartier.
Am Dienstag verzichteten wir nach einen ausgiebigem Frühstück im Hotel (das Buffet liess wirklich keine Wünsche offen!) auf ein Mittagessen - etwas Süsses vom Hauptbahnhof (Franzenbrötchen) und ein Kaffee im Hotelzimmer lang dann natürlich trotzdem noch drin. Zum Znacht gönnten wir uns dann leckere Burger mit Pommes im Old McDonalds im Quartier Eimsbüttel.
Am Mittwoch gabs einem späten grossen Salatteller von Bruno’s Käseladen im Schanzenviertel. Nur das Nachtessen im China-Restaurant Ming im Quartier Wandsbek war leider nicht so gut und vorallem viel zu viel und zu fettig für unsere Mägen. So war dann die darauffolgende Nacht auch nicht sonderlich angenehm und erholsam. Doch am nächsten Morgen ging es uns beiden glücklicherweise wieder gut und so konnten die Rückreise ohne Beschwerden antreten.


 
LX1056 nach Hamburg am Flughafen Zürich: Los gehts! 




Nach dem Start mit Blick auf den Zürichsee












Am „Viertel Design Meile Markt“ auf der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli












In der Speicherstadt Richtung Elbphilharmonie










Auf der Grossen Hafenrundfahrt 






Stadion Millerntor






Abendstimmung an der Binnenalster sowie in der HafenCity






Feine Whiskey Sour in der Bar11 im Hotel Hyperion - mit wunderbarem Blick über die Stadt




Im Hotelzimmer






In der Miniatur Wunderwelt












Die imposante Kunsthalle und das Gemälde „Die schnelle Hoffnung“ (l‘espoir rapide) vom René Magritte






Von Hamburg mit LX1053 wieder zurück in die Heimat



Und was Kopenhagen anbelangt: Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben! Irgendwann werden wir es sicherlich noch in die Hauptstadt von Dänemark schaffen. :-))

Sonntag, 20. Mai 2018

Strasbourg 2.0

Auffahrt 2018 verleitete wettertechnisch nicht gerade zum Campen - mit Ausnahme des Samstags, an welchem wir bei schönstem Frühsommerwetter gemeinsam mit Ane & Mäs eine Wanderung auf den Creux du Van unternahmen. Für Pfingstem 2018 sahen die Prognosen besser aus. 
Wir wollten Strasbourg eine 2. Chance geben. Vor 3 Jahren, ebenfalls am Pfingstwochenende, war dort unser auf einem Parkplatz in einer wenig befahrenen Strasse parkierter Bus aufgebrochen und ausgeraubt worden, weshalb wir anschliessend rund 5 Stunden auf dem Polizeiposten verbrachten.
Damit uns dies nicht nochmals passiert, sind wir am Samstag, 19. Mai 2018 früh losgefahren mit dem Ziel, noch vor dem Mittag im Camping von Strasbourg einzuchecken. Wir kamen zügig voran und verpflegten uns frühstückstechnisch mit Kaffee und Brötli/Sandwiches „on the road“ von der Autobahnraststätte Pratteln, um Zeit zu sparen. Einen kleinen Abstecher ins Sportartikelgeschäft Décathlon eingangs Strasbourg musste trotzdem noch drin liegen, unter anderem kauften wir uns Thermo-Kaffeemugs, sodass wir nun unseren geliebten Kaffee auch bei kühlen Temperaturen schön heiss trinken können.
Das Camping in Strasbourg erreichten wir kurz nach 11:00 Uhr, doch leider war es „complet“. Eine Liste mit umliegenden Campingplätzen, die uns mitgegeben wurde, half leider auch nicht wirklich weiter, denn auch der nahe gelegene Platz in Kehl / Deutschland war ausgebucht, wie uns telefonisch mitgeteilt wurde.
Also gings trotzdem mit dem Bus ins Stadtzentrum. Einen zufriedenstellenden Parkplatz fanden wir jedoch nicht, so dass wir nach einer nervenaufreibenden Fahrt schliesslich auf dem „Park & Ride“ in Elsau süd-östlich des Stadtzentrums landeten. Das war eine sehr gute Wahl, denn hier konnten wir einerseits für 6 EUR den ganzen Tag parkieren und mit der Strassenbahn fahren und andererseits war der Parkplatz überwacht.
Im Stadtzentrum gönnten wir uns ein feines Mittagessen an der Sonne (Burger bzw. Tartar, mit Pommes - wohl unschwer zu erraten, wer von uns was genoss... 😜). 
Gestärkt schlenderten wir anschliessend durchs Stadtzentrum, genossen die wärmende Sonne sowie zum Abschluss unseres Besuchs Kaffee und Kuchen im „Café des Arts“ beim Museum für Moderne Kunst. 







Nun war es an der Zeit, uns ein Plätzchen für die Nacht zu suchen und unsmit Nahrungsmitteln fürs Nachtessen einzudecken. In Molsheim wurden wir fündig und konnten Esswaren kaufen und auch der Durst unseres Bullis wurde gestillt. Das Camping war hingegen ebenfalls ausgebucht - zum Glück, wie wir kurze Zeit später feststellten, denn so landeten wir direkt an der 13. Cox-Show von Molsheim. Da neben VW-Käfern glücklicherweise auch VW-Busse teilnehmen durften und unser T3 mit seinen 35 Jahren alt genug zu sein schien, war also unser Übernachtungsort gesichert - und das erst noch gratis! Als auch unser Durst mit einem kühlen Bier gelöscht war, liessen wir uns von der Atmosphäre treiben. Zuerst schlenderten wir gemütlich über den Platz und besichtigten die vielen schönen Käfer und Bullis. Nach einem kleinen Nachtessen setzten wir uns mit einem belgischen Bier aufs Bus-Dach und genossen den schönen, milden Abend und das Treiben auf dem Platz. Die beiden Bier hatten wir übrigens als Dank dafür erhalten, dass wir belgischen VW-Bus-Besitzern unsere Holzkohle zum Grillieren geschenkt hatten.
Je später der Abend, desto lauter wurde es auf dem Platz, denn anders als den uns bekannten Treffen, die jeweils mit Live-Musik und gemütlichem Beisammensitzen ausgeklungen wurden, fand hier bis nach Mitternacht der wohl eigentliche Event des Treffens statt: etliche Käfer und Busse fuhren unzählige Male mit lautem Gehupe und Aufheulen der Motore über eine Wippe, begleitet von Musik bzw. Kommentaren eines DJ‘s sowie frenetischem Publikumrufen.
Irgendwann mitten in der Nacht wurde es dann doch noch einigermassen ruhig - die Oropax halfen wohl auch noch mit.











Trotzdem war die Nacht doch eher kurz und nicht all zu erholsam gewesen. Doch man kann nicht alles haben, dafür haben wir ein neues Treffen kennengelernt.
Leider war das Wetter wider den Prognosen schlecht (warum regnet es bei 0% Regenwahrscheinlichkeit???) und so brachen wir gleich nach dem Frühstück auf. Die Weiterreise führte uns über den Col de Saales nach St-Dié-des-Vosges. Inzwischen war das Wetter wieder etwas besser; es hingen zwar immer noch ziemlich dicke Wolken am Himmel und es war windig und im Vergleich zum Vortag ziemlich frisch, doch immerhin regnete es nicht mehr. Leider hatte es hier jedoch keinen Campingplatz. Wir besichtigten zwar noch kurz den Stellplatz, aber nochmals eine Nacht ohne Strom und Duschen wollten wir uns (und unseren Handys) nicht antun; von den fehlenden Toiletten ganz zu schweigen...
Einige Kilometer südlich wurden wir in Anould jedoch fündig; einerseits fanden wir einen trotz (Pfingst-) Sonntag geöffneten Laden, wo wir noch ein paar Sachen kaufen konnten und andererseits hatte es hier auch ein kleines, wenn auch nicht sehr luxeriöses Camping. Doch immerhin wars sehr ruhig und das kam uns nach dem vielen Betrieb am Samstag doch sehr gelegen.
Nach dem Mittagessen machten wir einen Spaziergang durch den Wald und ins Stadtzentrum, wo wir noch ein Restaurant fürs Nachtessen entdeckten. Ansonsten verbrachten wir den Nachmittac mit Lesen, Faulenzen und „Käfelen“ auf dem Campingplatz - auch ganz gemütlich!
Das Nachtessen im Restaurant „Le Razoquet“ war nicht schlecht, aber auch nicht speziell gut gewesen (Pizzas). Auch die Bedienung war nicht sonderlich nett. Doch immerhin konnten wir einen gemütlichen Verdauungsspaziergang zurück zum Campingplatz unternehmen bei inzwischen wieder ziemlich wolkenfreiem Himmel und milden Abendtemperaturen.

Am Pfingstmontag wurden wir von warmen Sonnenstrahlen geweckt. Wir genossen einen feinen Kaffee, packten zusammen und machten uns auf die Heimfahrt. Diese führte uns über den Col du Bonhomme und Kaysersberg bis kurz vor Colmar und anschliessend über die Autobahn an Mulhouse vorbei Richtung Basel. Irgendwie mussten wir jedoch einen Abzweiger verpasst haben, denn plötzlich waren wir auf der Autobahn Richtung Belfort und Paris unterwegs. 
Wahrscheinlich waren wir von unserem Kilometer-Stand abgelenkt gewesen, erreichten wir doch die magische Grenze von 200‘000 km!
So gabs halt kurz vor Altkirch auf einem Rastplatz noch Frühstück im Bus, bevor wir anschliessend bei Basel die Schweiz erreichten und noch die letzten Kilometer bis nach Hause unter die Räder nahmen.