Samstag, 29. November 2014

Nizza (Betti)

Anlässlich unseres "Freundschaftstages" (8-jähriges Jubiläum unseres Zusammenseins) und meines Stellenwechsels verbrachten wir vom 26. bis 29. November einige Tage in Nizza an der Côte d'Azur. 

Wir logierten im Hotel "La Perouse", welches zwischen der Altstadt und dem Hafen gelegen ist. Von unserem Zimmer im 3. Stock hatten wir eine wunderbare Aussicht auf das Mittelmeer und die "Baie des Anges" mit ihren imposanten Gebäuden aus der Belle Epoche.

Das Wetter war zwar mit rund 15 Grad mild, jedoch oft eher garstig; Regengüsse und Windböen wechselten sich mit teilweise längeren sonnigen Abschnitten ab. So standen neben Shopping entlang der Avenue Jean Médécin (wo sich die grossen, internationalen Markenketten befinden), im Shoppingcenter Nice Étoile und in der Galerie Lafayette sowie in den Fussgängerpassagen in und um die Altstadt und den Markt am Cours Saleya auch Museumsbesuche auf unserem Programm. Wir besuchten einerseits das MAMAC (Musée d'Art Moderne et d'Art Contemporain) im Stadtzentrum nähe des Place Masséna sowie das Musée Matisse im Stadtteil Cimiez. Vorallem die Kunstgemälde im MAMAC haben uns extrem gut gefallen.

Kulinarisch liessen wir es uns ebenfalls gut gehen: Wir genossen frische "Socca", eine Spezialität Nizzas; eine Art Fladen aus Kichererbsenmehl. Des weiteren gab es Moules et Frites; eine sehr schmackhafte Fischsuppe mit Brotcroutons, Käse und Knoblauch-Ei-Sauce; einen frischen, selbst zusammengestellten Salat von "So Green" (eine Art Subway, einfach mit Salat anstelle Sandwich); Tarte au citron aus der Boulangerie und feine italienische Glacé. Schmackhafte Burger mit Pommes und ein feines Bier genossen wir im Hard Rock Café mit Blick auf die Strandpromenade und am letzten Abend nahmen wir das zuvor eingekaufte Nachtessen (Socca, Rohschinken und Früchte) mit einer Flasche Rosé auf dem Balkon unseres Hotelzimmers ein und genossen den wunderschönen Ausblick über die Strandpromenade und sahen den startenden und landenden Flugzeugen des nahe gelegenen Flughafens zu.
Das Frühstück nahmen wir jeweils nicht in Hotel ein, sondern in einem der vielen kleinen Cafés: Baquettes mit Konfitüre, Gipfeli und Pain au chocolat mit Kaffe und Orangensaft.

Für einen Spaziergang auf den "Coline du Chateau", von welchem man einen wunderschönen Ausblick auf die Dächer der Stadt und die Bucht hat, sowie zum Hafen, wo einige Luxusjachten vor Anker lagen, nahmen wir uns ebenfalls Zeit. Ein gemütlicher Standspaziergang entlang des Steinstrandes an der "Baie des Anges" sowie ein Abstecher zur Sprachschule, wo ich im 2004 meinen Sprachaufenthalt verbrachte, durfte ebenfalls nicht fehlen.

Etwas enttäuschend war, dass der Hotel-Jaccuzi wegen Renovationsarbeiten geschlossen und die imposante "Cathédrale Orthodoxe Russe St-Nicolas" eingerüstet war. Doch das liess sich natürlich aufgrund der ansonsten interessanten und eindrücklichen Erlebnisse verschmerzen. 
A bientôt, Nice!


Aufbau des Riesenrades beim Place Masséna für die Weihnachtsmarktchilbi



Place Masséna



Ausblick vom Hotelbalkon des Hotels "La Perouse" auf die "Baie des Anges"



Zimmer mit Meerblick



Jachten im Hafen von Nizza



Ausblick vom "Colline du Chateau" über die Dächer von Nizza



Die "Baie des Anges" bei Nacht



Besuch des "Musée Matisse" im Stadtteil Cimiez 







Strandimpressionen



Blick zum Hotel "La Perouse"



"Thank you for flying with SWISS"



Ein letzter Blick auf die Stadt aus dem Flugzeug: A bientôt, Nice!

Samstag, 27. September 2014

Wanderferien Lac Léman/Genfersee (Betti und Rolf)

Ein anspruchsvolles Ziel war es, das wir uns wieder einmal gesetzt haben. Wir wollten den Genfersee auf der Nordseite in seiner ganzen Länge bewandern.

So starteten wir also am Montag, 22. September 2014 und fuhren mit der SBB von Dulliken über Olten - Bern - Lausanne nach Villeneuve an das Ostende des Genfersees. Wie immer hatten wir vorher alles Wichtige in unsere Rucksäcke gepackt, was bei Betti 9.2 kg Packgewicht ergab. Bei Rolf war's wohl ein bisschen weniger.

Am ersten Tag ging es sogleich am berühmten Schloss Chillon vorbei nach Montreux, später Vevey und durch die Lavaux-Weingebiete (St. Saphorin, Rivaz, Epesses etc.) bis nach Cully. Der Weg führte zuerst meist direkt dem See entlang. Ab St. Saphorin ging es hoch über dem Genfersee durch die stark tragenden Rebstöcke. Nachdem wir uns nicht getraut haben, Früchte zu stibitzen, wurden wir von einem Weinbauer für unsere Zurückhaltung belohnt. Die weissen Chasselas-Beeren waren schon sehr süss und mundeten fein. In Cully übernachteten wir in der Auberge du Raisin. Da wir in Cully keine uns passende Beiz fanden (die Auberge war uns etwas zu edel), nahmen wir kurz den Zug nach Vevey und assen dort beim Italiener Pizza.

 



 
 Der zweite Tag startete wieder direkt in die Rebhänge und führte über Villette wieder an den Genfersee zurück. Über Lutry führte uns der Weg nun nach Lausanne (Ouchy) in den Parc Bourget, wo wir unsere Brötchen unter Beobachtung von vielen Krähen und Joggern bei kaltem Wind assen. Über St. Sulpice und Préverenges ging es zu unserem nächsten Übernachtungsort, Morges. Das gewählte Hotel war nicht so der Hammer respektive die neue Krone, das naheliegende Restaurant Pinte au XXième Siècle, in dem wir in schrulliger Atmosphäre Choucroute garnie und Tartare du boeuf assen, aber umso mehr.




Am dritten Tag bemerkten wir, dass wir vermutlich die ersten beiden Tage etwas zu kurz angesetzt hatten. Zuerst gingen wir aber noch ziemlich frisch und fit nach Saint-Prex und der gewundenen Aubonne entlang nach Allaman und, inzwischen sehr hungrig hoch nach Perroy, um einen Apfel später wieder zurück an den See nach Rolle zu gelangen. Bei einigen leichten Regentropfen führte uns der Weg in grossem Bogen von den Traumvillen der Herren Schumacher und Bertarelli etc. entfernt über Dully nach Gland und bis zum aerodrome de la Côte in Prangins, einem kleinen Flugplatz mit Graspiste. Wir übernachteten im kleinen aber sehr ansprechend eingerichteten Zimmer des Flugplatz-Hotels und assen im angeschlossenen Relais de l'aerodrome edel Abendessen (Lachstartare/Mignon de lotte) und tranken einen lokalen Chasselas.


Der vierte Tag startete wie bereits der dritte schon mit dem Versorgen der diversen Blasen an Bettis Füssen. An der Piste entlang warfen wir einen Blick auf die alte einmotorige Antonov der Antonov Suisse Romande und beobachteten ein Privatflugzeug beim Start. Danach waren wir zumeist im Hinterland des Genfersees unterwegs. Über Nyon Bahnhof - Wiesen und Wald gingen wir nach Coppet und Versoix, um dann kurz vor Genf noch einmal hoch zu steigen nach Pregny und in der Nähe der Vereinten Nationen wieder an die stark befahrene Einfallsachse nach Genf hinunter zu gelangen. Ziemlich kaputt und an unseren Grenzen motivierten wir uns, bis zum Hotel Crystal zu wandern, um dann erschöpft unser Zimmer zu beziehen. Frisch geduscht, erfrischten wir auch unsere Münder in der Brasserie in der gleichen Strasse, um wenig später unmittelbar neben dem Rotlichtviertel chinesisch essen zu gehen.


Den Freitag, 26. September 2014 starteten wir im Migros-Restaurant und streunten danach so durch Genf. Da wir nicht mehr so viel wandern wollten/konnten (und wohl auch gehenderweise eine lustige Nummer abgaben...) entschlossen wir uns zu einer sitzenden Schiffsrundfahrt mit dem Kursschiff Henry Dunant nach Versoix - Coppet - Nyon - Yvoire (F) und zurück nach Genf. Wieder etwas fitter auf den Beinen frönten wir etwas dem Shopping und liessen den Abend bei einer Tapasplatte im Olé-olé ausklingen.

Insgesamt hatten wir so um die 25 Wanderstunden in den Füssen, was wohl deutlich über 100 Kilometern entspricht.




Heute fuhren wir dann wieder über Biel zurück nach Hause.

Sonntag, 31. August 2014

Am Bielersee (Betti)

Für das Wochenende vom 30./31. August 2014 war ziemlich schönes und warmes Wetter angekündigt - was ja doch eine Seltenheit in diesem verregneten Sommer 2014 ist. So entschlossen wir uns, ein vielleicht bereits letztes Campingwochenende in der Saison 2014 zu verbringen.
Am Samstag gings zeitig los und über die Autobahn hatten wir bald mal Solothurn hinter uns gelassen und steuerten Biel an. Nach einem stärkenden Frühstück in der Autobahnraststätte bei Pieterlen kurz vor Biel nahmen wir die Weiterfahrt entlang dem Bielersee nach Erlach unter die Räder. Beim dortigen Campingplatz war die Reception noch nicht offen, so dass wir uns zuerst noch mit Proviant fürs Mittagessen eindeckten, bevor wir einchecken konnten.
Anschliessend schulterten wir die Rucksäcke und unternahmen eine rund viereinhalb-stündige Wanderung nach Biel (dem südlichen Seeufer entlang). Zuerst gings oberhalb einer Felswand entlang, anschliessend meist dem Seeufer nach, immer wieder mit Blick auf die St. Petersinsel und das nördliche Seeufer mit den Ortschaften Le Landeron, La Neuveville und Twann.
Zwischen Lüscherz und Täuffelen überquerten wir bei Hagneck den Aarezufluss. Dort befindet sich ein neues Wasserkraftwerk in Bau.
Bei Gerolfingen machten wir direkt am See Mittagsrast und sahen noch einige Flieger der im nahe gelegenen Payern stattfindenden Air14-Flugshow über unsere Köpfe donnern.
Der zweite Teil unserer Wanderung war anstrengender, da es inzwischen sehr sonnig und dadurch ziemlich warm geworden war. So waren wir froh, als wir Biel erreichten und uns mit einem kühlen Getränk erfrischen konnten, bevor wir mit Zug und Bus die Rückreise nach Erlach in Abgriff nahmen.
Zurück auf dem Camping, gab es ein Apéro an der Abendsonne. Anschliessend genossen wir im nahe gelegenen Restaurant Du Pont feine Eglifilets mit einem Erlacher Weisswein. Nach einem kleinen Spaziergang liessen wir den Tag bei Kaffee und Erdbeeren mit Vanillecrème in unseren Campingstühlen ausklingen.
Nach einer nicht sehr erholsamen Nacht, in welcher wir einerseits zu wenig, andererseits nicht sehr gut geschlafen hatten, unternahmen wir einen Morgenspaziergang Richtung St. Petersinsel. 
Nach dieser kleinen Wanderung packten wir zusammen und machten uns auf die Heimreise, diesmal zwischen Biel und Solothurn via Hauptstrasse. In Solothurn genossen wir einen feinen Birchemüesli-Brunch mit hausgemachter heisser Schoggi im Café Hofer. Danach nahmen wir den letzten Teil der Rückreise unter die Räder und kamen mit den ersten Regentropfen in Dulliken an. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir gemütlich in der Stube vor einem wärmenden Kaminfeuer.





Donnerstag, 7. August 2014

Sommerferien Bayern (Rolf)

Am 27. Juli ging es auf in Richtung Bayern in die Campingferien. Tags zuvor haben Betti und ich bereits alles in und auf (Kanu, Zelt und Vordach) den Bus gepackt. In der Nacht vor der Abfahrt stiessen dann noch die Kids mitsamt ihren grossen Taschen dazu.

 
 
 

Die Route führte direkt über die Autobahn und über Bregenz Richtung München. Schon bei Memmingen und dann auch um München gerieten wir immer wieder in Staus. Es sollte auch danach Richtung Salzburg bis zu unserem Reiseziel nicht viel besser werden. So waren wir froh, als wir endlich den Wagingersee und das Camping erreichten und unsere kleine Zeltstadt aufbauen konnten.
 
 





 
 
Bei abwechslungsreichem Wetter genossen wir die Woche Urlaub mit Kanufahren, Schwimmen, Sonnenbaden, Velofahren und Yatzyspielen. Regnerische Tage verbrachten wir mit dem Besuch des Bajuwarenmuseums in Waging und mit einem Kurztrip per Bahn (abenteuerlich, da schwer verständliche Tarifstruktur und grosse Verspätungen) nach Salzburg.




Den letzten Tag verbrachten wir bei Sonnenschein am Strand. Leider folgte am Abend ein derart starkes Gewitter, das förmlich der Campingplatz geflutet wurde. So mussten wir bei blank liegenden Nerven am nächsten Morgen alles nass und dreckig zusammenpacken.


Der Entschluss, die folgenden Tage in München im Hotel (Ibis in Feldkirchen) zu verbringen, war so sehr rasch gefasst.

Wir genossen die Zeit mit Shopping, mit dem Besuch des Olympiaparks und des Deutschen Museums. Die kulinarischen Genüsse kamen in der Augustiner Bierhalle, im Englischen Garten (super Haxen, Mass und Kaiserschmarren) und auch im Hardrock Cafe nicht zu kurz.

 
 







 
Anfangs mit viel Stau - bis wir München deutlich hinter uns gekassen hatten - ging es dann wieder zügig nach Hause, wo wir unsere Campingware wieder durchlüften und trocknen konnten.