Sonntag, 29. Mai 2011

Emmental-Wanderung (Rolf)

Unsere heutige Reise führte bei prächtigem Wetter ins wunderschöne Emmental. Von Lützelflüh wanderten wir an der Emme entlang über Ramsei und Zollbrücke bis nach Langnau (ca. 3 h). Unterwegs machten wir Rast im Flussbett auf einer Kiesbank.










Sonntag, 10. April 2011

Wandern statt Campen (Betti)

Eigentlich wäre dieses Wochenende (9. & 10. April 2011) ja Campen angesagt gewesen: Die Wetterprognose versprach sonniges und sehr warmes Wetter (über 20 Grad). Was ja doch eher ungewohnt ist, ist es doch im April sonst eher wechselhaft und wesentlich kühler. Also wollten wir dieses tolle Wetter für unseren ersten Campingausflug in diesem Jahr ausnutzen. Aber eben, eigentlich...
Unser VW-Bus sah dies wohl anders und machte - trotz revidiertem Motor - einen auf nervende Zicke: Blinkblinkblink, die Wassertemperatur-Anzeige. Zum Glück nicht am Samstag während des Campingausfluges, sondern bereits am Mittwoch davor. Rolf hatte so eine Vorahnung und nahm dem Bus auf eine Testfahrt mit nach Eschenbach (bzw. bis zur Amag in Rain, welche unseren Bus bald besser kennt als wir...).

So war also nichts mit VW-Bus. Da wir befürchteten, dass es für zum Zelten noch zu kalt ist in der Nacht, entschlossen wir uns für eine Wanderung mit allfälliger Hotelübernachtung. Am Samstag Morgen kurz nach 8 Uhr fuhren wir los. Via Biel und Neuchâtel (mit Wander-Verpflegungs-Halt) gings nach Noiraigue. Von dort gings zu Fuss weiter Richtung "Creux du Van". Dieser Felskessel ist die grösste Schlucht des Juras und aufgrund seiner senkrechten Felswände und des grandiosen Fernblicks ein sehr imposantes und beliebtes Ausflugsziel. Nach einer Stärkung in Form eines Espressos gings bei zuerst frischem Bis-Wind Richtung "Farme Robert". Anschliessend wurde der Weg immer schmäler, felsiger und steiler, bis wir nach ca. 2 Stunden Marsch oben auf der Felswand des "Creux du Van" ankamen. Die letzten paar Meter ist Rolf fast gerannt, ohne die Aussicht auch nur eines Blickes zu würdigen. Seine Höhenangst eben. Dafür schoss ich einige Fotos von der atemberaubenden Aussicht.
Von nun an gings über grüne Wiesen um den Felskessel herum. Da dem ganzen Abgrund entlang eine kleine Steinmauer verlief, mussten wir glücklicherweise nicht direkt der Felswand entlang wandern, sondern konnten mit gebührendem Abstand über die plateau-artige Wiese laufen. Was vor allem Rolf sehr entgegen kam.
In einer kleinen Doline nahmen wir geschützt vom immer noch stark blasenden Bis-Wind unser Mittagessen ein und ruhten uns anschliessend mit Musikhören an der wärmenden Sonne vom anstregenden Aufstieg aus.
Weiter ging unsere Wanderung dem Felsmäuerchen entlang bis ans andere Ende des Felskessels. Die Aussicht und die steile Felswand waren wirklich sehr eindrücklich. Wir sahen weit über die Juraketten zu den verschneiten Berner Alpen sowie zum Neuenburger- und Bielersee bzw. in die andere Richtung wahrscheinlich bis in den französischen Jura.





Für den Abstieg hatten wir uns den Weg am anderen Ende des Felskessels ausgesucht. Dieser entpuppte sich jedoch als sehr steil. Da es teilweise nur wenig bis gar keine Bäume hatte, sah man den ganzen steilen Abhang bis nach Noiraigue hinunter. Der Wanderweg indes war sehr schmal, steil und steinig. Für Rolf war dies alles zu viel, seine Höhenangst machte sich wieder bemerkbar und er blieb stehen. Ich schaute noch bis um die nächste Kurve, konnte jedoch leider keine Besserung (d.h. weniger steiler Weg entlang weniger steiler Felswand) erkennen. So entschlossen wir uns, einen anderen, flächeren Abstieg zu suchen. Die Wanderkarte, welche wir ausgedruckt hatten, zeigte, dass die einzige Möglichkeit, ohne riesigen Umweg nach Noiraigue zurück zu kommen, auf der anderen Seite des Felskessels hinter führte. Also auf der gleichen Seite, auf welcher wir hinaufgestiegen waren, einfach auf einem breiteren, weniger steilen Weg. So mussten wir also wieder die bereits zurückgelegte Abstiegsstrecke hinaufsteigen und nochmals um den Felskesseln laufen. Anschliessend fanden wir den gewünschten Abstiegsweg und Rolf konnte ohne Höhenangst zurück ins Tal laufen. Da wir nun doch schon seit über 6 Stunden unterwegs waren, machten wir in der "Ferme Robert" einen Halt und genehmigten uns ein erfrischendes Bier. Anschliessend hatten wir wieder genug Elan, um die letzten 20 Minuten bis Noiraigue in Angriff zu nehmen - wenn auch nun mit ziemlich müden Beinen.
Von Noiraigue fuhren wir mit Auto bis nach Neuchâtel ins Hotel Ibis. Dort luden wir unser Gepäck im Zimmer ab, machten uns frisch und waren anschliessend fürs Nachtessen bereit. Die ersten beiden Restaurants, zu welchen wir gelangten sagten uns nicht zu. Da sah Rolf den Wegweiser nach Erlach, uns so beschlossen wir uns, in diesen kleinen Ort am Bielersee zu fahren, wo Rolf bereits einmal mit Nachbar Ruedi zum Fischen war.
Dort angekommen, sahen wir bald einmal das Restaurant "Du Port". Auf der Terrasse genossen wir einen feinen Salat sowie Eglifilets mit einem Erlacher Weisswein. Nach einem kurzen Spaziergang zum Bootshafen von Erlach kehrten wir ins Hotel zurück.

Leider war die Nacht alles andere als angenehm und erholend, knarrte unser Bett doch bei jeder Änderung der Schlafbewegung. So weckten wir uns im gefühlten 10-Minuten-Takt immer wieder gegenseitig auf. Um 6 Uhr in der früh waren wir gleichermassen gerädert wie genervt. Glücklicherweise hatte Rolf jedoch eine sehr gute Idee: Wir packten die Matratzen, nahmen sie ab dem knarrenden Rost und legten sie auf den Fussboden. Dies war zwar ziemlich hart, doch wenigstens kamen wir so noch zu ein paar Stunden Schlaf, ohne ständig wieder aufgeweckt zu werden. Nach halb zehn Uhr erwachten wir mit Rückenschmerzen, waren jedoch zum Glück etwas erholter als noch vor ein paar Stunden. Auf ein Frühstück im Hotel hingegen verzichteten wir und traten die ziemlich bald einmal die Heimreise an. Gegen Mittag erreichten wir bereits unser zu Hause, wo wir uns einen feinen, starken Kaffee und einen gemütlichen Brunch draussen im Garten genehmigten. Den Rest des Tages genossen wir bei schönen und sehr warmem Wetter draussen im Garten mit Gartenarbeiten, lesen und faulenzen. Auch am Abend war es noch ungewohnt warm, so dass wir auch das auf dem Grill zubereitete Nachtessen draussen einnehmen konnten. Den Tag und damit das Wochenende schlossen wir mit einem gemütlichen DVD-Film vor dem Fernseher ab.

Samstag, 2. April 2011

Endlich fast fertig (Rolf)

Endlich ist unser Bus wieder komplett und hat sein "Herz" zurückerhalten. Noch leckt ein Stösselschutzrohr Öl. Dies sollte aber im Verlaufe der Woche zu beheben sein.


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Sonntag, 9. Januar 2011

Silvester in Paris (Betti)

Bereits vor ziemlich genau einem Jahr kam uns die Idee, Silvester mal anders zu feiern. Bald einmal entschlossen wir uns für eine Städte-Reise nach Paris. So verbrachten wir die Zeit vom 30. Dezember 2010 bis 2. Januar 2011 in der französischen Hauptstadt.

Am Donnerstag, 30. Dezember startete unsere Reise frühmorgens. Mit dem Zug fuhren wir via Olten nach Basel und von dort mit dem TGV weiter nach Paris. Die Reisezeit war sehr kurzweilig: Rolf war in den neuesten Wallander-Roman von Henning Mankell vertieft und ich nutzte die Zeit, mich in den Paris-Reiseführer einzulesen und die gewünschten Sehenswürdigkeiten, welche wir besichtigen wollten, auf der Karte anzuleuchten. Wir beiden kannten Paris bereits vorgängig von früheren Besuchen.
Trotz einer etwa halbstündigen Verspätung erreichten wir Paris bereits gegen Mittag im "Gare de l'Est". Vom Bahnhof waren es nur einige Minuten Fussweg bis zum Hotel "Ibis Gare de l'Est" an der Rue St-Laurent. Nach dem Einchecken und der Besichtigung des Hotelzimmers machten wir uns sogleich auf, die Stadt zu besichtigen.
Entlang dem Boulevard de Strasbourg und dem Boulevard de Sébastopol gelangten wir zum unterirdischen Shoppingcenter "Forum des Halles" sowie zum "Centre Pompidou", welches wir aufgrund der langen Menschenschlange nur von aussen besichtigten.
Bald einmal gelangten wir an die Seine und konnten ein erstes Mal den Eiffelturm sehen - wenn auch nur den unteren Teil, war doch die Turmspitze in Nebel und Wolken gehüllt. Da es sehr kalt war und uns ein bissiger Wind um die Ohren blies, setzten wir den Stadtrundgang per Métro fort. Als nächstes stand die Besichtigung der "Galeries Lafayette" auf dem Programm - ein riesiges, sechsstöckiges Shoppingcenter mit unzähligen von Läden jeglicher Art und vollgestopft mit Leuten. Nach einer nahrungstechnischen Stärkung (Kaffee und Kuchen) setzten wir die Besichtigung des Shoppingcenters vor. Insbesondere der riesige, bunte Weihnachtsbaum war sehr eindrücklich.


Ganz erschlagen von den vielen Leuten und Eindrücken und ziemlich durchfroren gelangten wir anschliessend ins Hotel zurück, wo wir uns mit lesen und faulenzen ausruhten.
Gegen Abend machten wir uns erneut auf den Weg. In einem griechischen Restaurant im "Quartier Latin" genossen wir ein feines Nachtessen. Anschliessend besichtigten wir ein erstes Mal die wunderschön geschmückte "Champs Élysées" sowie die vielen Weihnachtsstände in der Nähe des Riesenrades beim "Place de la Concorde".



Den Freitag, 31. Dezember 2010 starteten wir mit einem recht guten Frühstück im Hotel. Bereits um 10.30 Uhr standen wir vor dem "Centre Pompidou" und warteten in der Menschenmenge bei bissiger Kälte auf die Öffnung des Museums um 11.00 Uhr. Das "Musée d'Art Moderne" und insbesondere die Sonderausstellung mit Werken von Arman gefielen uns sehr gut.


Weiter gings mit der Métro zur Station Pigalle, von wo aus wir über die lange Treppe zur "Sacré Coeur" gelangten.


Von oben hat man einen schönen Ausblick über die ganze Stadt und all ihre Sehenswürdigkeiten. Leider war es auch heute ziemlich stark bewölkt, so dass leider alles ziemlich grau in grau war. Durchs Montmartre-Quartier, welches vor allem für seine vielen mehr oder weniger begabten Maler bekannt ist, gelangten wir ins Stadtzentrum zurück. Nach einem Mittagessen in einer französischen Fastfood-Kette war wieder nachmittägliches Ausruhen im Hotelzimmer angesagt.
Für den Silvesterabend hatten wir uns einen gemütlichen Bummel inkl. Verpflegung bei den Weihnachtsständen beim Eiffelturm sowie bei der "Champs Élysées" vorgenommen. Zuerst fuhren wir mit der Métro zum "Place du Trocadéro". Von dort aus hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf den beleuchteten Eiffelturm und die Seine, mussten jedoch feststellen, dass die Weihnachtsstände geschlossen waren.


So gings zu Fuss weiter Richtung "Arc de Triomphe". Diesen konnten wir leider nur von der Ferne aus betrachten, waren doch die Strassen drumherum von der Polizei abgesperrt. Sowieso waren wir über das riesige Sicherheitsdispositiv der Polizei gleichermassen überrascht wie auch etwas eingeschüchtert. Weiter schlenderten wir entlang der "Champs Élysées" zum "Place de la Concorde" und stellten fest, dass auch hier die Weihnachtsstände abgesperrt waren. Mit hungrigen Bäuchen fuhren wir anschliessend ins "Quartier Latin", wo wir in einem italienischen Restaurant bei Durchzug (wir sassen direkt neben der sich stetig öffnenden Eingangstüre) eine leider nur einigermassen gute Pizza assten. Ziemlich genervt (es gab nicht mal Espresso - und das beim Italiener!!) verliessen wir das Restaurant ziemlich rasch wieder. Da es immer noch nicht Mitternacht und zum Herumstehen einfach zu kalt war, fuhren wir nochmals zum "Arc de Triomphe" und spazierten von dort der Avenue George V entlang zum "Place de l'Alma". Von dort aus hatten wir freie Sicht auf den Eiffelturm. Pünktlich um Mitternacht wechselte dieser seine Beleuchtung von "normal leuchtend" auf "blinkend", was sehr schön aussah. Leider hatten wir jedoch nichts zum Trinken dabei und konnten folglich auch nicht auf das neue Jahr anstossen. Feuerwerk gab es leider auch keines, dafür überall viel Polizei. Bald einmal machten wir uns mit der Métro auf den Weg zurück ins Hotel, wo wir in der Hotelbar mit einem schottischen Whiskey aufs neue Jahr anstiessen.



Am Samstag, 1. Januar 2011 war ausschlafen angesagt. Gestärkt durch ein Frühstück im Hotel machten wir uns anschliessend für einen längeren Spaziergang bereit, denn heute war ja sowieso nichts mit Shoppen (Neujahrsfeiertag). Entlang dem Boulevard de Magenta, dem Boulevard du Temple und vorbei am "Place de la Bastille" gelangten wir zur "Promenade Plantée/Viaduc des Arts" an der Avenue Daumesnil. Dieser Spazierweg ist ein ehemaliger Bahnviadukt, welcher begrünt wurde. Speziell ist dieser Weg vor allem, weil man etwa auf Höhe der dritten Etage geht und somit einen guten Ausblick hat. Die Strecke scheint vor allem bei Sonntagspaziergängern und Joggern sehr beliebt zu sein.


Auch heute war es jedoch bewölkt und bissig kalt, so dass wir froh waren, dass wir uns während der Métro-Fahrt vom "Gare de Lyon" zum Eiffelturm aufwärmen konnten. Auf den Eiffelturm selbst stiegen wir nicht, da auch hier langes Anstehen draussen an der Kälte notwendig gewesen wäre. Über den "Pont d'Iéna" gelangten wir zu den Weihnachtsständen unterhalb des "Place du Trocadéro", wo wir uns mit Glühwein aufwärmten. Das anschliessende Mittagessen in einem Restaurant beim "Place du Trocadéro" schmeckte uns vorzüglich. Gestärkt setzten wir unseren Spaziergang durch die Avenue du Président Wilson, den Cours Albert 1er und den Cours la Reine fort und gelangten durch den "Jardin des Tuileries" zur Pyramide beim "Musée du Louvre".


Auch hier war leider aufgrund des Feiertags das Museum geschlossen. Nach einem Abstecher zur "Galeries Lafayette" am Boulevard Haussmann (ebenfalls geschlossen) gelangten wir mit der Métro zurück zum Hotel. Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich mit lesen und faulenzen im Zimmer, ehe wir uns für unseren letzten Abend bereit machten. Ein letztes Mal schlenderten wir gemütlich den Weihnachtsständen beim "Place de la Concorde" entlang und stärkten und mit Hot Dog, Crèpes resp. Gauffre mit viel Schlagrahm und Erdeeren sowie Glühwein. Via Spaziergang durch die "Champs Élysées" gelangten wir zum "Arc de Triomphe", welchen wir dieses mal auch von der anderen Seite her betrachten konnten.


Mit der Métro fuhren wir anschliessend zur "Île de la Cité" und schauten uns zum Abschluss des letzten Abend die "Notre-Dame" an.



Am Sonntag, 2. Januar 2011 blieb uns nach Frühstück und Packen noch etwas Zeit vor der Rückreise, so dass wir mit der Métro zur "La Défense" fuhren. Dort schossen wir letzte Fotos vom "Grande Arche" sowie Richtung Stadtzentrum.


Hier hatten einige Shoppingcenter offen, so dass wir uns an der Wärme nahrungstechnisch stärken konnten. Leider blieb uns praktisch keine Zeit mehr zum Shoppen. Mit der Métro fuhren wir zum Hotel zurück und machten uns anschliessend auf die 3 1/2-stündige Rückfahrt nach Basel mit dem TGV. Die Zeit verging mit Lesen wie im Flug. Von Basel gelangten wir via Olten nach Dulliken zurück. Den Abend liessen wir nach dem Auspacken mit einem gemütlichen Nachtessen vor dem TV ausklingen.

Samstag, 25. September 2010

Wanderung von Dulliken nach Basel (Rolf)

Am 19.09.2010 sind wir wieder einmal voller Elan zu einer langen Wanderung aufgebrochen. Diesmal nach Basel. Am Tag vorher noch hat Rolf mit Nachbar Ruedi das Herz (= Motor) des Bullis ausgebaut und in die Garage gestellt, damit es revidiert werden kann.
Mit voll gepackten neuen Rucksäcken gings los Richtung Jurakette. Via Olten gings bei der Trimbacher Rankwog in die Höhe, so dass wir nach weniger als 2 Stunden die Ruine Froburg erreichten. Gut gelaunt wanderten wir anschliessend abwärts, schliesslich konnte es fast nur noch bergab gehen in Richtung Basel. Schon kurz danach beim letzten Solothurner Ort Wisen wurde unsere Freude aber getrübt, denn der Wanderweg führte steil hangaufwärts bis fast auf den Wisenberg, um dann bei 820 m über Meer endlich wieder hinab Richtung Läufelfingen (Baselland) zu führen.

Im Schatten der Ruine Homburg kurz nach Läufelfingen machten wir Mittagsrast. Da es ziemlich kühl war und wir schon richtig durchgeschwitzt waren, zogen wir schnell weiter durch die hügelige Landschaft, bis wir nach ca. 7 Stunden wandern (insgesamt) unseren ersten Etappenhalt Sissach erreichten. Das wohlverdiente Bier genossen wir im lauschigen Garten des Bistros Cheesmeyer. In unserem Hotel-Restaurant Sonne haben wir anschliessend richtig feine Cordon-Bleus mit Pommes Frites gegessen, damit wir am nächsten Tag auch genügend Energie für die Weiterreise bekamen.
Noch etwas müde setzten wir unsere Wanderschuhe am nächsten Tag wieder in Bewegung. Hangaufwärts ging es ausserhalb Sissachs über das Autobahntunnel-Portal und weiter der Bahnlinie nach Richtung Liestal. Im Hauptort des Kantons Baselland machten wir Mittagsrast in den Restmauern der alten römischen Villa Munzach gerade neben der Psychiatrischen Klinik. Über den Bienenberg (darunter verläuft übrigens die Bahnlinie im Tunnel) gings weiter nach Pratteln. Im Industriegebiet Grüssen checkten wir ihm Etap-Hotel gerade neben der Pfister-Filiale ein. Nach einem Kurzbesuch im Pfister wechselten wir zur schwedischen Konkurrenz nebenan und schlossen den Abend mit Kötbullar (Hackfleischbällchen) und Johannisbeer-Saft ab.
Frühmorgens schmerzten Rolf die Hüften. Die dünne Matratze des Billighotels schien zu wirken. Nach einem kurzen Frühstück im Pfister gings wieder los. Bettinas kleine Zehen wurden inwischen liebevoll mit Tape umwickelt. Zuerst wanderten wir nach Augst um die römischen Stätten des Augusta Raurica zu besuchen. Sogar ein kleiner Spurt auf den höchsten Punkt des Theaters durfte nicht fehlen. Dann zielten wir auf den Rhein. Dieser sollte uns nun bis Basel begleiten. Über Pratteln, Schweizerhalle und Birsfelden erreichten wir schliesslich Basel. Inzwischen war es sogar sehr warm und sonnig geworden. Leider hatten die bezahlbaren städtischen Hotels keine Zimmer mehr frei, da eine Messe stattfand. Im Landgasthof Riehen fanden wir schlussendlich doch noch ein Plätzchen. Abends genossen wir in Basel feine Sushis vom Rollband.
Der letzte Tag unseres Trips waren wir praktisch nur noch mit den ÖV unterwegs. Zuerst besuchten wir das neue Einkaufszentrum Stücki im Norden Basels und anschliessend die Stadt selber. Mitte Nachmittag gings mit dem Zug heimwärts nach Dulliken.

Dienstag, 17. August 2010

Im Jura (Betti)

Endlich, endlich hat es doch noch geklappt mit unserem Ausflug in den Jura nach les Breuleux. Wenn auch wir während der Anreise kurzzeitig befürchteten, dass unser kürzlich reparierter VW-Bus schon wieder abgeschleppt werden muss...
Aber immer schön der Reihe nach: Am Samstagmorgen, 7. August starteten wir unseren Wochenend-Ausflug Richtung Jura. Über die Autobahn gings zügig voran und bald einmal erreichten wir Biel. Dort besorgten wir uns im Jumbo einen Stromstecker (der alte war leider verschollen...) und kauften spontan noch einen kleinen, mobilen Grill.
Ab Biel gings über die A16 steil berauf und unser Bully kam tüchtig ins Schwitzen. Leider jedoch so stark, dass die Wassertemperaturanzeige wie wild zu blinken begann und keine Anstalten machte, bald wieder damit aufzuhören. So mussten wir zwischen Tavannes und Tramelan anhalten. Alles nachschauen und -kontrollieren nütze jedoch nichts, denn eigentlich sah alles ziemlich in Ordnung aus - es war genügend Wasser im System und auch praktisch keine Luft. Also blieb uns nichts anderes übrig, als wiedermal den Pannendienst anzurufen. Dieser teilte uns jedoch mit, dass er für die Anfahrt ca. 40 Minuten benötige. Dies machte mich dann doch ziemlich sauer und ich sah unser geplantes Campingwochenende bereits ins Wasser fallen. Nach einem ersten Wutanfall beschloss ich dann aber, die Wartezeit gescheiter zu überbrücken als mich aufzuregen, und schnappte mir deshalb meinen I-Pod und ging joggen. Als ich von meiner Tour retour kam, ging es mich auch schon wieder besser und bald einmal traf auch der Pannendienst ein. Nach einigen Tests stellte sich heraus, dass diesmal wirklich keine Luft im System war, sondern lediglich die Wassertemperaturmessanzeige nicht mehr richtig funktionierte. So konnten wir unsere Reise nach les Breuleux gegen Mittag fortsetzen - mit einem weiterhin ununterbrochen blinkenden Lämpchen im Armaturenbrett.
Nach einer Viertelstunde Autofahrt erreichten wir den Campingplatz "les Cerneux" in les Breuleux. Dort konnten wir uns einen Platz aussuchen und hatten uns auch bald installiert. Nach der obligaten Inspektion des Campingplatzes - es hat unter anderem einen kleinen Shop, ein Restaurant mit Gartenterrasse, ein Festzelt und einen Schwimmteich - schnürten wir unsere Wanderschuhe und machten uns auf zum "Etang de la Gruère". Der Marsch dorthin dauerte etwas mehr als eine Stunde und führte über einen Pferdeweg über wunderschön grüne Wiesen und unter grossen Tannen hindurch. Grosses Glück hatten wir auch mit dem Wetter, die Sonne schien vom praktisch wolkenlosen Himmel und es war angenehm warm.

Nach einem kurzen Spaziergang dem See entlang, wanderten wir wieder retour Richtung Campingplatz. Unterwegs legten wir bei einer Feuerstelle einen Halt ein. Auf unserem heute Vormittag gekauften mobilen Grill brätelten Cervelats, welche wir mit Senf und Brot genossen.

Zurück auf dem Campingplatz, gönnten wir uns auf der Restaurant-Terrasse ein erfrischendes Bier und verbrachten den Rest des Nachmittags mit einem gemütlichen Apéro und einem spannenden Buch bei strahlendem Sonnenschein auf den Liegestühlen auf unserem Platz. Anschliessend konnten wir auch unser Nachtessen und ein feines Glacé draussen bei einem schönen Sonnenuntergang geniessen. Bald wurde es uns jedoch zu kalt draussen und wir mussten unseren Leseort nach drinnen verlegen.
Wettertechnisch startete der Sonntag überhaupt nicht schön: Als wir erwachten, regnete es in Strömen! Glücklicherweise gab es jedoch kurz darauf erste Aufhellungen, so dass wir es wenigstens ohne Regenjacke bis zu den Duschen schafften. Die Aufhellungen waren aber leider schon bald wieder vorbei und so blieb uns nichts anderes übrig, als unser Frückstück im Bus (anstatt draussen) einzunehmen. Doch bald wurde es wieder sonniger und wir konnten mit dem Zusammenräumen beginnen, ohne dass wir verregnet wurden.
Auf der gleichen Strecke machten wir uns auf den Rückweg bis nach Biel.
Dort machten wir einen längeren Halt und schlenderten durch die Stadtgassen bis an den Bielersee. Bei wieder ziemlich schönem und warmem Wetter genossen wir von einer Parkbank aus die Aussicht auf den See. Gestärkt durch ein grosses Sandwich kehrten wir durch die Altstadt zu unserem Bus zurück und machten uns anschliessend auf die Heimreise.
Nach dem Auspacken und Aufräumen unserer eingepackten Siebensachen schlossen wir den Abend und somit unseren Campingausflug in den Jura mit einem gemütlichen Nachtessen, bestehend aus einem grossen Teller Spaghetti und einem Glas Rotwein, gebührend ab.