Donnerstag, 20. August 2020

France 2020 - Tag 2: Münsingen - Pont d‘Ain (16.08.2020)

Die erste Nacht im Bus war nicht sehr angenehm und auch nicht sehr erholsam gewesen. Einerseits war es sehr warm und doch auch ziemlich laut gewesen (Strassenverkehr und Nachtschwärmer, die aus dem Ausgang heim kehrten). Andererseits hatten wir unseren Bus unter eine Strassenlaterne gestellt. Durchs Dachfenster schien es wirklich direkt auf mein Kopfkissen. Ich wusste mir aber zu helfen und bedeckte meine Augen mit einem Halstuch. Das war sehr warm, doch so wars immerhin einigermassen dunkel. Man lerne: Zuerst schauen, dann parkieren... ;-))
Nach einem feinen Morgenessen bei Dani und Claudia - wiederum auf der Dachterrasse - gings dann richtig los. Am heutigen ersten Fahrt-Tag war noch Autobahn-Fahren angesagt. Via Lausanne und Bern verliessen wir die Schweiz; anschliessend gings weiter über die Autoroute Blanche (A40) in Richtung Lyon. Das letzte Stück bis Pont d‘Ain fuhren wir dann noch abseits der Autobahn über Haupt- und Nebenstrassen und durch einen kurzen Gewitterregen.
Auf dem Camping Municipal in Pont d‘Ain direkt am Fluss Ain richteten wir uns für unsere erste Übernachtung ein. Nach einem Spaziergang in den nahe gelegenen, kleinen Ort über die wohl namengebendene Brücke über den Ain erfrischte ich mich noch mit einem kurzen Schwumm im Pool des Campingplatzes. 
Am Nachmittag und auch am Abend zogen immer mal wieder Gewitter über uns hinweg, so dass wir uns entschlossen, das Nachtessen drinnen einzunehmen. Standardgemäss gabs - wie fast an jedem ersten Abend einer längeren Campingsreise - Penne, dazu Pesto-Sauce und Salat. 




Auch beim Frühstück auf der Dachterrasse konnten wir die wunderschöne Fernsicht in die Alpen geniessen



Bonjour, la France! Beim Grenzübertritt von der Schweiz nach Frankreich bei Genf hatte Catweazle einen gleichfarbenen Artgenossen vor (und danach hinter sich)



Kurz vor Pont d‘Ain



Lazy Afternoon auf dem Campingplatz von Pont d‘Ain



Le Pont de Pont d‘Ain



Blick über den Fluss Ain



Wohin gehts morgen? :-)

France 2020 - Tag 1: Oberentfelden - Münsingen (15.08.2020)

Nach langer Planung und viel Corona-bedingter Ungewissheit konnten wir heute endlich unsere Reise an die französische Atlantikküste starten. Den heutigen ersten Ferientag gingen wir gemütlich an. Da wir am Abend noch bei Dani und Claudia in Münsingen eingeladen waren (inkl. Übernachtung), war es also ein kurzer Reisetag. 
So konnten wir gemütlich ausschlafen, einen feinen Brunch geniessen und anschliessend unsere Utensilien packen, den Bus laden, den Wassertank füllen und den Veloständer und die Velos montieren. Mitte Nachmittag waren wir dann startklar. Um dem Ferien-Rückreiseverkehr zu umgehen, fuhren wir überland anstatt über die Autobahn. 
Den Abend genossen wir nach einer erfrischenden Aussendusche auf der Dachterrasse bei einem feinen Nachtessen und interessanten Gesprächen.






Ausblick von der Dachterrasse

Sonntag, 5. Juli 2020

Camping-Wochenende in Tramelan

Unglaublich, aber das ganze erste Halbjahr 2020 waren wir nie campen! Vorallem Corona-bedingt, leider...
Doch am ersten Juli-Wochenende klappte es nun endlich mit dem Start in die Campingsaison 2020.

Zusammen mit Bruder Mäsi, Schwägerin Ane und Göttibueb Mailo verbrachten wir ein gemütliches Sommer-Wochenende in Tramelan im Berner Jura. Rolf hat die Camping-Übernachtung zum Geburtstag erhalten und nun konnten wir sie einlösen.

Wir trafen uns in der Autobahnraststätte Pieterlen kurz von Biel auf einen (super feinen!) Milchkaffee und Gipfeli. Kurz vor Mittag erreichten wir via Transjuranne den camping du chateau in Tramelan. Einen Campingplatz für dieses Wochenende zu finden, war nicht ganz leicht gewesen; Ane musste etliche Telefonate führen und Mails schreiben, bis wir einen Platz fanden, wo wir einerseits reservieren konnten und es andererseits freie Plätze hatte. 
Hier hatten wir ein schönes Plätzchen gefunden; mit Aussicht auf die Wiesen, Wälder, mit Kuhglockengebimmel und Traktoren, die Heu transportieren. Der Campingplatz war überraschend wenig stark belegt, wohl weil er etwas abseits liegt. Doch gut ausgestattet (Sanitäranlagen und Platz); es gefiel uns sehr gut.

Nach einem gemütlichen Spaziergang in den nahe gelegenen Ort Tramelan, wo wir uns mit Nahrungsmittel eindeckten und auch ein feines Glacé genossen, gabs am Abend ein feines Fondue auf dem Gasrechaud draussen vor unseren Campern. Es war zwar etwas bewölkt und windig gewesen und deshalb gar nicht so hochsommerlich heiss wie erwartet, doch zum draussen Znacht essen und anschliessend Kaffee trinken wars zum Glück warm genug.

Am Sonntag waren Rolf und ich die „Langschläfer“. Ane und Mäs wurden von Mailo bereits um halb sieben geweckt. Frühstücken konnten wir ebenfalls wieder draussen; sobald die Sonne hinter dem Bäumen hervor kam, wurde es sommerlich warm.

Gegen Mittag brachen wir auf und machten noch einen Abstecher an den nahe gelegenen Etang de la Gruère. Der sich in einem Naturschutz befindende Moorsee mit Spazierweg rundherum beindruckt uns jedes Mal wieder von neuem. Am heutigen Sonntag hatte es wie erwartet ziemlich viele Leute und wegen Corona war one-way angesagt, d.h. man durfte den See nur im Gegenuhrzeigersinn umqueren. 

Nach einer kleinen Früchte- und Cracker-Stärkung machten wir uns auf die Heimfahrt, wieder über die Transjuranne nach Biel und über die Autobahn via Solothurn zurück in den Aargau.

Es war ein schönes Wochenende gewesen und wir hoffen, dass wir einen solchen gemeinsamen Campingausflug bald mal wiederholen können.



Frühstück in der Autobahnraststätte Pieterlen - mmhhh... ;-))






Auf dem camping du chateau in Tramelan






Spaziergang nach Tramelan




Fondue :-D














Etang de la Gruère




Auf dem Heimweg - Foto von Ane



Mittwoch, 24. Juni 2020

Frühsommerwoche in Vattiz

Unsere Woche Frühsommer-Ferien vom 13. bis 20. Juni verbrachten wir Corona-bedingt in der Schweiz. Zwar wären ab 15. Juni wieder Reisen ins Ausland möglich gewesen und auch die Campingplatze öffneten Anfang Juni wieder. Doch beim Planen der Ferienwoche war die Entwicklung noch sehr unsicher und die weiteren Lockerungsschritte sehr ungewiss. So entschieden wir uns für die „sichere“ Variante und verbrachten eine erholsame Ferienwoche im Bachofschen Ferienhäuschen in Vattiz.
Das Val Lumnezia (Tal des Lichts) machte diesmal zwar seinem Namen nicht so grosse Ehre. Es war die ganze Woche eher frisch für die Jahreszeit, bewölkt, windig und immer mal wieder regnerisch. Doch immerhin war das Wetter doch um einiges besser als die Prognose, welche ursprünglich mal Dauerregen für etliche Tage dieser Woche vorausgesagt hatte.

Am Anreisetag war es noch hochsommerlich warm. Nach einem gemütlichen Mittagessen mit Jill, Nina und Freund Curdin im Merz in der Churer Altstadt und Einkaufen in Ilanz erreichten wir das Lugnez Mitte Nachmittag - mit einem frisch gepflückten Pfingstrosen- und Glockenblumenstrauss vom Blumenfeld kurz vor Vella. Nach einem kurzen Spaziergang zum Badesee Davos Munz, wo sich ein paar Mutige in das sicherlich sehr kalte Wasser stürzten (vorallem Kinder), zogen Gewitterwolken auf und es kühlte ab. Anschliessend verharrten die Temperaturen die ganze Woche bei frischen 10 bis 15 Grad.

Fürs Wandern war es jedoch recht angenehm, so kam man nicht so ins Schwitzen. 
Eine erste grössere Wanderung führte uns am Dienstag von Vrin hinab an den Glenner und wieder hinauf in die beiden kleinen Dörfer Silgin und Surin. Während Rolf den Weg entlang der Teerstrasse wählte, ging ich über den Wanderweg, welcher über eine 70 Meter hohe Hängebrücke führte. Diese zu überqueren war dann auch für mich, welche nicht an Höhenangst leidet, äusserst grenzwertig, schwankte doch die Brücke beim Begehen ziemlich stark. Als nix mit Filmen mit der GoPro und schon gar nix mit Herunterschauen. Ich hielt mich an den Seilen entlang der Brücke fest, den Blick starr auf das Ende der Brücke fixiert und war dann doch sehr erleichtert, als ich wieder festen Boden unter meinen Füssen hatte... Doch stolz war ich im Nachhinein natürlich trotzdem, dass ich es geschafft hatte! ;-))
Im Wald zwischen Surin und Surcasti machten wir bei einen Feuerstelle Mittagspause und brätelten Würste. Dank des Feuers war es angenehm warm. 
Von Surcasti stiegen wir den steilen Weg beim Zusammenfluss des Glenners mit dem Valser Rhein hinauf nach Degen. Anfangs wurden wir von einer grossen Herde Geissen begleitet, welche uns neugierig folgten und auf dem doch sehr schmalen und steilen Weg immer wieder an uns vorbei drängten. Auf einer kleinen Anhöhe unterhalb von Degen legten wir einen Rast ein. Inzwischen war es schwülwarm geworden und auch die Sonne zeigte sich endlich mal, wenn auch nur sehr kurz. Von Degen gings dann etwas weniger steil hinauf nach Rumein und zurück nach Vattiz.

Am Donnerstag unternahmen wir dann noch eine richtig grosse Wanderung. Via Triel und Puoz da Grun (Talsenke zwischen Hitzeggen und Stein) erreichten wir den 2200 Meter hohen Stein und anschliessend nach einem Abstieg und nochmals sehr, sehr steilen Aufstieg den über 2300 Meter hohen Piz Sezner. Via die Alp Sezner (mit Mittagspause kurz vorher mit Blick zur Alp Nova) gings dann über die eine sehr lange Strecke über die Teerstrasse zurück nach Vattiz. Alles in allem waren wir knapp 8 Stunden unterwegs, davon ca. 6 1/2 Stunden reine Wanderzeit. Wir haben haben rund 1300 Höhenmeter bewältigt. 
Dieselbe Wanderung haben wir vor 13 Jahren, im August 2007 schon mal gemacht. Damals war ich noch über 30 kg schwerer und total unsportlich. Deshalb musste ich mir mit der Wiederholung irgendwie auch beweisen, dass ich nun viel fitter bin. Und das war dann auch so. Brauchten wir doch 2007 fast 8 Stunden Wanderzeit und ich schlich regelrecht den Berg hoch...
Inzwischen laufen wir beide viel, viel lieber berauf als bergab - noch lieber natürlich geradeaus... :-)

Weitere kleinere Wanderungen / Spaziergänge führten uns einerseits via Vella nach Morissen zum neuen Mühlerad beim Restaurant Il Mulin, welches zukünftig anscheinend die Akkus von Elektrovelos laden soll. Zurück von Vella nach Vattiz gings dann via Rumein mit Sicht zur Kirche Pleif unterhalb von Vella. 
Ein anderes Mal nahmen wir den Weg über den Badesee hoch hinauf und hinüber bzw. hinab nach Vella unter die Füsse, inkl. einem Rast im Pellas, wos feine Apfelcrumble-Kuchen zum Zvieri gab.

Auch im und ums Ferienhaus waren wir fleissig: Am Sonntag haben wir das neue Plissee am Badezimmerfenster montiert. Am Montag war Gartenarbeit angesagt. Während Rolf den Rasen mähte (und mit dem Bezinrasenmäher kämpfte), kümmerte ich mich um die Pflanzenbeete bzw. das Unkraut. Zudem habe ich über mehrere Tage noch die löchrigen Hüttenfinken geflickt, indem ich ihnen Filzsohlen annähte. 
Fürs Kreaktivsein nahmen wir uns ebenfalls Zeit. Rolf war fleissig am Malen und Zeichnen und ich versuchte mich mithilfe von Pinterest-Videos am Flechten von Arm- und Fussbändern. Auch für gemütliches Bücher-Lesen und ab und zu mal etwas Fernseh schauen blieb noch Zeit. 

Last but not least feierten wir am Mittwoch, 17. Juni unseren schon 9. Hochzeitstag. Es war ein trüber, nasser Tag. So schliefen wir lange aus und gönnten uns anschliessend einen feinen Brunch. Danach machten wir einen Abstecher nach Ilanz, wo wir einige Besorgungen erledigten und nach einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Süssem im Migros-Restaurant einen gemütlichen Spaziergang durch die kleine Altstadt von Ilanz unternahmen. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Abstecher nach Duvin. Catweazle, unser VW-Bus, musste doch recht „schnaufen“ die steile Strasse hinauf. Wieder zurück in Vattiz, genossen wir einen feinen Aperol Spritz und ein grosses Stück selbstgemachter Schoggikuchen. Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns dann noch ein feines Nachtessen im Restaurant Trutg in Vella. Alles in allem durften wir also einen super schönen Hochzeitstag verbringen!

Am Freitag, unserem letzten Abend, gingen wir ebenfalls nochmals auswärts essen; diesmal im Pellas in Vella. Während ich ein super feines Tatar genoss, war Rolf leider von seiner Maispoularde nicht ganz so begeistert. 

Am Samstagmorgen, pünktlich zum Abreisetag, schien wieder die Sonne durch die Wolken. Nach einem feinen Zmorge war Putzen und Zusammenpacken angesagt. Pünktlich um 12:00 Uhr waren wir abfahrtbereit. Inzwischen war es wieder bewölkt geworden, was uns dann immerhin den Abschied etwas erleichterte... ;-D



Ausblick vom Ferienhaus









Abwechslungsweise Sonne und Gewitterwolken am ersten Abend










Wanderung Vrin - Silgin - Surin - Surcasti - Degen - Rumein - Vattiz (mit Würstebräteln im Wald)






















Wanderung Triel - Puoz da Grun - Stein - Piz Sezner - Alp Sezner - Vattiz




Mühle „il mulin“ in Morrissen




Bergsommerwiese




Kirche Pleif in Vella




Hobby... ;-)




Ausflug nach Ilanz...



... und Duvin








Hochzeitstag! :-D




Capuns im Trutg...



... und Tatar im Pellas. Mmmhhh, fein!






Wieder Sonne am letzten Abend




Catweazle