Donnerstag, 13. Juni 2019

Camping-Ferien Kroatien - Tag 1: Oberentfelden - Cureglia (Lugano, Schweiz), 10.06.2019

Nach einer intensiven Woche, in welcher wir sowohl die Abende nach dem Arbeiten wie auch das Wochenende vom 8. und 9. Juni 2019 für die Badezimmer-Renovation genutzt haben, ist der Umbau nun abgeschlossen. Die bevorstehenden zwei Wochen Ferien haben wir uns also mehr als verdient! Zwar können wir das neue Badezimmer nun gar noch nicht richtig geniessen, aber dafür endlich wieder mal längere Zeit mit dem Büssli wegfahren, hat ja auch was.

Am Pfingstmontag, 10. Juni starteten wir unsere Camping-Reise, welche uns voraussichtlich nach Istrien im Norden von Kroatien führen wird. Erster Halt nach aufwendigem Packen am morgen war Chur. Dort trafen wir uns mit Rolfs Töchtern in Jills Lehrbetrieb Café Merz zum späten Zmorgen bzw. frühen Zmittag. War schön, die beiden Mädels mal wieder zu sehen!
Weiter gings über die A13 via San Bernardino-Tunnel ins Tessin. Wir waren glücklicherweise in die umgekehrte Richtung unterwegs als die Mehrheit der Reisenden, welche auf der Heimreise vom Süden in den Norden waren und kamen so ohne Stau gut voran. Doch wie ursprünglich mal vorgesehen bis an den Gardasee zu fahren war uns dann doch zu weit. Wir haben ja schliesslich Ferien, da soll man nicht hetzen, das können wir dann im Alltag wieder zu Genüge. 
So gings nach einem kurzen Stopp in Bellizona nur noch über die Ceneri-Autobahn bis kurz vor Lugano, wo wir uns auf dem Campingplatz Moretto in Cureglia für unsere erste Übernachtung einrichteten - gerade noch rechtzeitig, bevor das nächste Gewitter mit heftigem Regen vorüberzog. 
Nach einem frühen Abendessen bemerkten wir beide die Müdigkeit in unseren Knochen - der ganze körperlich anstrenende und zeitaufwändige Umbau hatte wohl doch mehr Spuren hinterlassen als gedacht. Da sowieso schon das nächste Gewitter im Anmarsch war, verschoben wir den Spaziergang und verbrachten den Rest des frühen Abends gemütlich mit Lesen und Faulenzen im Bus.


Kurzer Halt auf dem Rastplatz bei Landquart




Via San Bernardino ins regnerische Tessin - Burg bei Mesocco...



... und ein Wasserfall bei Soazza (beide Fotos aus dem fahrenden Büssli)




Immer mal wieder Gewitter auch abends auf dem Campingplatz in Cureglia (bei Lugano)



Abendspaziergang durch einen schönen Park in Cureglia

Sonntag, 2. Juni 2019

Erste Sommertage an Auffahrt

Pünktlich mit dem meteorologischen Sommeranfang am 1. Juni gabs erste sommerlich warme Tage. Und somit - nach Ostern - ein endlich 2. Mal Campen in diesem Jahr!

Am Auffahrtsdonnerstag war das Wetter noch veränderlich und eher frisch, so nutzten wir diesen Tag, um unseren Badezimmer-Umbau voranzutreiben. 

Am Samstagmorgen wars schon morgens vor 9 Uhr ungewohnt warm. Der Bus war rasch gepackt; für zwei Tage bei viel Sonnenschein brauchts ja nicht all zu viel an Kleidung und Nahrungsmitteln.
Wir genossen die warmen Sonnenstrahlen nach dem bislang doch eher kalten und nassen Frühling sehr; sie versetzten uns augenblicklich in Ferienstimmung. So rollten wir gemütlich und gut gelaunt über die A1, liessen Bern hinter uns und entschieden uns für einen kurzen Abstecher bei Rolfs Götti Kurt und Ehefrau Géraldine, welche in der Nähe von Fribourg wohnen.
Die beiden freuten sich sehr über unseren spontanen Kurz-Besuch, obwohl sie am Vorabend eine länger dauernde Party mit der Nachbarschaft gefeiert hatten. Wir wurden im wunderschön üppig blühenden Garten mit Kaffee und Pralinés verwöhnt. 
Anschliessend zog es uns weiter nach Murten, welches wir pünktlich zur Mittagszeit erreichten. In einem italienischen Restaurant genossen wir auf der schattigen Terrasse feine Moules et Frites. Beim anschliessenden kurzen Bummel durch die Stadt kauften wir dann noch ein grosses Stück Nidelkuchen, eine weit über Murten hinaus bekannte Spezialität. Zudem deckten wir uns mit Nahrungsmitteln fürs Nachtessen ein.
Der nahe gelegenene Campingplatz in Muntelier direkt am Murtensee war leider schon vollständig besetzt. Kein Wunder, bei diesem Wetter.
So zog es uns weiter via Neuchâtel und La-Chaux-de-Fonds über die Grenze in den französischen Jura. In Maîche fanden wir ein gemütliches Camping Municipale und genossen den auch auf rund 850 Metern Höhe äusserst warmen Nachmittag mit Lesen und Faulenzen.
Zum Nachtessen kochten wir uns einen feinen „One Pot“ mit Siedfleisch, Spargeln, Kartoffeln und Frühlingszwiebeln. Dieses feine Mahl draussen an einem schattigen Plätzchen zu geniessen, machte das ganze gleich doppelt gelungen!
Nach einen ausgiebigen Abendspaziergang an der lauen Sommerluft schlossen wir den Tag mit unserem Stück Nidelkuchen, süssen Schweizer Erdbeeren sowie feinem Kaffee ab.

Auch der Sonntag startete mit uneingeschränktem Sonnenschein und viel Wärme. So liess sich auch das nur lauwarme Duschwasser ganz gut aushalten.
Nach einem Müesli-Frühstück mit Früchten an der Morgensonne waren wir gestärkt für den Tag und auch bald startklar.
Wir tuckerten gemütlich via Saint-Hippolyte Richtung Montbéliard, als wir von Rolfs Freund Alex per Whatsapp informiert wurden, dass er im Schweizer Jura in der Nähe von Tramelan mit Freuden am Campieren ist.
So nahmen wir die Transjuranne unter die Räder und erreichten das schöne Plätzchen nach etwas mehr als 1h Fahrt.
Dort lernten wir Alex Freunde Evelyne und Markus aus dem Kanton Bern kennen, welche ebenfalls mit ihrem Camper, ein T6, angereist waren und wir fachsimpelten gemeinsam übers Campieren.
Am frühen Nachmittag wars für alle Zeit, aufzubrechen. Um den Auffahrts-Rückreise-Stau zu vermeiden, fuhren wir nicht über die Autobahn, sondern via Moutier, Balsthal, Oensingen und Olten nach Hause.

Weils uns abends draussen zu heiss war und wir nach dem langen Sitzen beim Fahren noch etwas Bewegung brauchten, werkelten wir anschliessend noch etwas an unserem Badezimmer weiter.


Panorama-Bild von Murten mit Blick auf den Murtensee







Ein warmer, sonniger Nachmittag auf dem gemütlichen Camping Municipale in Maîche 



Abendstimmung in Maîche 








Frisch geduscht am Sonntagmorgen :-)

Donnerstag, 2. Mai 2019

Mehrtages-Wanderung Arbon - Uster

Unsere Ferienwoche nach Rolfs Geburrifest nutzten wir für eine mehrtägige Wanderung. Rolf hatte vor einigen Jahren von seinem ehemaligen HWV-Kollegen und guten Freund Dänu das Wanderbuch „Mitten durchs Mittelland“, welches Wanderungen vom Bodensee zum Genfersee beschreibt, geschenkt gekriegt. Aus diesen Buch erwanderten wir nun die ersten vier Etappen von Arbon nach Uster.

Tag 1: Arbon - Bischofszell (Montag, 29. April 2019)
- Wanderzeit: 6h
- Wanderstrecke: 28.9 km (inkl. kleinem Stadtrundgang durch Bischofszell)

Nach der morgentlichen Anreise per ÖV führte uns die Wanderroute am ersten Tag von Arbon am Bodensee über Roggwil TG, Ruggisberg und Unterlören an die Sitter. 
Mittagsrast legten wir etwas oberhalb der Sitter vor Winterburg ein.
Anschliessend gings hnauf auf Winterburg und St. Pelagiberg, wo uns das dortige Exerzitienhaus der Priesternbruderschaft St. Petrus doch etwas schockte... 
Anschliessend ging die Strecke weiter via Mollishus und Wilen zu den Hauptwiler Weiher und von Hauptwil über den Bischofsberg nach Bischoffszell.
Auf dem Bischofsberg gabs einen gemütlichen Kaffeehalt bei der Waldschenke, bevor wir noch den die letzten Höhenmeter hinab zum Etappenziel unter die Füsse nahmen.
In Bischofszell übernachteten wir im Napoléon-Zimmer im Hotel Zur Linde und gönnten uns ein feines Nachtessen im Restaurant Hirschen.



Blick zurück Richtung Arbon und Bodensee






Kirschenplantagen bei Ruggisberg








An der Sitter




Einer der Hauptwiler Weiher



Hauptwil




Bischofszell




Zu Beginn der Wanderung - noch voller Energie... :-D



Das Napoléon-Zimmer im Hotel Zur Linde in Bischofszell


Tag 2: Bischofszell - Wil (Dienstag, 30. April 2019)
- Wanderzeit: 5h
- Wanderstrecke: 27.3 km (inkl. Anreise per ÖV & Stadtrundgang durch Wil)

Am zweiten Tag gings etwas weniger frisch wie noch am Vortag los - nach einen kleinen Frühstück im Hotel.
Heute stand eine etwas kürzere und bedeutend flächere - sprich weniger Höhenmeter - Etappe  an. 
Der Thur entlang gings an Nieder- und Oberbüren vorbei. Dann folgte ein etwas weniger schönes Stück nahe der Autobahn. Diese war zwar nicht sicht-, dafür umso mehr hörbar. 
Nahe Zuzwil legten wir Mittagsrast ein, danach gings über Wiesen und durch den Wald nach Wil.
Nach einer Stärkung im Migros-Restaurant checkten wir im Hotel Freihof ein.
Nachtessen gabs im hotelzugehörigen mexikanischen Restaurant El Burro - nach einem Spaziergang durch die Altstadt.
Das Essen war sehr lecker, aber leider viel zu viel. So tat der anschliessende Abendspaziergang zum Stadtweiher sehr gut. Dann waren wir jedoch definitiv genug gelaufen für den heutigen Tag... :-)





An der Thur




Biber am Werk




Weiter der Thur entlang...




Im Wald kurz vor Wil



Gute Laune - trotz Regen...




Schmerzen im linken Knie bei beidnen - doch Aufgeben kommt nicht in Frage! ;-)









Wil


Tag 3: Wil - Sternenberg (Bauma) (Mittwoch, 1. Mai 2019)
- Wanderzeit: 5.5h
- Wanderstrecke: 23.8 km

Heute sind wir einerseits etwas zu spät aufgestanden - Langschläfer-Betti ist schuld... ;-) - andererseits liessen wir uns das feine Frühstücksbuffet etwas zu lange schmecken.
So mussten wir dann umso schneller laufen, um die vorgesehene Tagesroute zu absolvieren.
Über Littenheid und Oberwangen gelangten wir nach Fischingen und dem dortigen Kloster. 
Eigentlich wäre da schon lange Zeit für eine Mittagspause gewesen, doch da noch über 2h Wanderzeit vor uns lagen und wir den Bus vor 17:00 Uhr in Sternenberg erwischen wollten, marschierten wir zügig weiter.
An der prallen Sonne erklommen wir über 400 Höhenmeter und das Chlihörnli. Etwas unterhalb des Hörnlis gabs ein späters Mittagessen bei einer Waldlichtung.
Danach wars nicht mehr weit bis Sternenberg. Dort konnten wir leider nicht übernachten, weil das einzige Hotel des Ortes, der Sternen, vor einiger Zeit abbrannte und erst im Sommer 2020 wiedereröffnet wird.
Mit dem Postauto fuhren wir nach Bauma und nächtigten im Gasthaus Adler (B&B).
Im einzigen offenen Restaurant des Ortes (1. Mai Feiertag...), der Tanne, genossen wir ein feines, spätes Nachtessen.






Zwischen Littenheid und Oberwangen






Beim Kloster in Fischingen






Blick vom Chlihörnli








Sternenberg 




Heute viel Sonne :-))


Tag 4: Bauma - Uster (Donnerstag, 2. Mai 2019)
- Wanderzeit: 5h
- Wanderstrecke: 24.5 km (inkl. Heimreise per ÖV)

Am letzten Wandertag waren wir früh aufgestanden und hatten auch beim Zmorgen nicht „getrödelt“. So gings bereits kurz nach halb 9 Uhr morgens los.
Zuerst bis Neuthal, dann auf über 800 Meter hoch durch den Wald und danach wieder hinunter nach Kempten. 
Via Auslikon gelangten wir an den Pfäffikersee. Leider hatte es dem ganzen südlichen Seeufer entlang kein (freies) Bänkli für einen Mittagsrast; erst kurz vor Seegräben wurden wir fündig.
Inzwischen waren wir merklich langsamer unterwegs als noch die Tage zuvor. Noch eine letzte, kleine Steigung galt es zu erklimmen, anschliessend gings mehrheitlich durch den Wald hinab nach Uster.
Den dortigen Bahnhof erreichten wir mit den ersten Regentropfen. Als wir auf den Zug Richtung Zürich wartend Kaffee tranken & Laugenbrezeli assen, goss es bereits wie aus Kübeln.
Zum Abschluss unserer vier Wandertage gönnten wir uns ein feines Nachtessen in unserer Lieblingspizzaria „Pöschtli“ - und waren also nochmals zu Fuss unterwegs... ;-))



Ehemalige Wasserkraftanlage in Neuthal




In Richtung Kempten mut Blick zum Pfäffikersee












Dem Südufer des Pfäffikersees entlang




Müde, aber glücklich am Bahnhof Uster - wir habens geschafft!! :-D

Gesamthaft sind wir in diesen vier Tagen ca. 21.5 Stunden und über 100 km gewandert (104.5 km). 
Anstrengend, aber sehr schön wars!