Donnerstag, 14. Juni 2018

Städtetrip nach Hamburg

Die Vorbereitung für unsere Juni-Ferienwoche sah ein paar Tage vor Ferienstart so aus:




Eigentlich wollten wir eine mehrtägige Wanderung von Uster nach Arbon an den Bodensee unternehmen. Oder alternativ mit unserem Bus campen gehen. Doch das Wetter machte uns für diese beiden Ferienziele einen Strich durch die Rechnung: für Dienstag und Mittwoch war Dauerregen angekündigt!
Auch für den Süden (Tessin) war die Wetterprognose leider keineswegs besser...

So entschieden wir uns für eine Städtereise in den wettertechnisch momentan viel schöneren Norden Europas. Unser Hauptfavorit, Kopenhagen, verwarfen wir aus Kostengründen und entschieden uns für einen Städtetrip nach Hamburg; ebenfalls eine Wunschdestination auf unserer Städte-Liste und weniger als die Hälfte so teuer wie Kopenhagen.

So verbrachten wir vom Sonntag, 10. Juni bis Donnerstag, 14. Juni 2018 vier tolle Tage in der Hansestadt. Wir nächtigten im Hotel Hyperion in der Nähe der Deichtorhallen und der HafenCity, wo uns neben dem modernen, ruhigen Zimmer vorallem das reichhaltige Frühstücksbuffet sehr zusagte. Auch der Ausblick von der Bar im 11. Stock auf die Stadt war wunderschön!

Die Zeit verging wie im Fluge; wir waren viel unterwegs und haben viel gesehen. 
Bei der „Grossen Hafenrundfahrt“ lernten wir den Hamburger Hafen näher kennen. So sahen wir die imposante Werft mit ihren riesigen Kränen für das Be- und Entladen der Frachtschiffe, schipperten durch die Speicherstadt mit ihren eindrücklichen, riesigen Backsteinhäusern sowie an der futuristischen Elbphilharmonie vorbei und sahen die „Seabourn Ovation“, ein niegelnagelneues Luxus-Kreuzfahrschiff, von Nahem.
In den Deichtorhallen betrachteten wir interessante Bilder der Ausstellung „Street Photography“ und in der architektonisch imposanten Kunsthalle in der Nähe des Hauptbahnhofes Werke der „Modern & Contemporary Art“ (Moderne & Zeitgenössische Kunst). 
Auch ein Besuch in der „Miniatur Wunderwelt“, der riesigen Modelleisenbahnanlage, durfte natürlich nicht fehlen. Hauptattraktion waren dort jedoch nicht die Züge, sondern die Starts und Landungen der Flugzeuge am Flughafen. Speziell war zudem auch, dass in der Ausstellung das Licht änderte und man so die Modell-Landschaften nicht nur bei Tag, sondern auch beim Eindunkeln, in der Nacht und in der Morgendämmerung begutachten konnte.

In den Stadtteilen Sternschanze, Karolinenviertel, Eimsbüttel sowie St. Pauli schlenderten wir den Shops nach. Auch in der Innenstadt beim Hauptbahnhof besuchten wir das eine oder andere Shoppinggeschäft und Kaufhaus an der Mönckeberg- und der Spitalerstrasse sowie beim Jungfernstieg. 
Am besten gefallen hat uns jedoch der „Viertel Meile Design Markt“ am Sonntag bei der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli kurz nach unserer Ankunft in Hamburg, wo es neben kleinen Shops auch ein grosses kühles Astra-Bier bei Sonnenschein gab.
Wettertechnisch war der Montag der schönste Tag mit viel Sonnenschein und angenehmen 20-25 Grad. Dienstags und mittwochs hingegen war es merklich frischer, bewölkt und zudem auch ziemlich windig bei 15-20 Grad. Doch immerhin hatten wir während unserem gesamten Aufenthalt nie Regen, während es im der Schweiz anscheinend an zwei Tagen ziemlich sintflutartig geregnet haben muss.

Im beeindruckenden Park „Planten un Blomen“ konnten wir uns zwischen prächtig farbig blühenden Blumen und am Wasser mit Lesen und Faulenzen erholen. Auch die Abendstimmung an der Aussen- sowie der Binnenalster und am Strandkai bei der HafenCity waren gleichermassen eindrücklich wie erholsam. Denn beide Orte besichtigten wir jeweils bei gemütlichen Abendfahrten mit Leihvelos von „Stadtrad Hamburg“ nach dem Nachtessen. Die Fahrten mit den Rädern trugen so nicht nur zur Verdauung bei, sondern waren auch eine sehr willkommene Abwechslung zu den U-Bahn-Fahrten (wo man ja nichts von der Umgebung sieht) und den Fussmärschen, bei welchen man viel weniger weit umher kommt als mit dem Fahrrad.

Auch kulinarisch erlebten wir glücklicherweise mehr Highlights als Missgriffe. Beim Frühstück startete ich jeweils mit einem Glas Prosecco in den Tag. Damit war ja schon mal Ferienstimmung garantiert! ;-) In der hoteleigenen Bar11 genossen wir zudem einen feinen Whiskey Sour bei fantastischem Ausblick über die Stadt. 
Am ersten Abend gabs Matjes mit deftigen Bratkartoffeln im Alt Hamburger Aalspeicher in der Speicherstadt. Am Montag genossen wir ein leichtes asiatisches Mittagessen im mikawa im Schanzenviertel (Suppe bzw. Salat) und ein super leckeres vietnamesisches Nachtessen im Restaurant Thang Long im Universitätsquartier.
Am Dienstag verzichteten wir nach einen ausgiebigem Frühstück im Hotel (das Buffet liess wirklich keine Wünsche offen!) auf ein Mittagessen - etwas Süsses vom Hauptbahnhof (Franzenbrötchen) und ein Kaffee im Hotelzimmer lang dann natürlich trotzdem noch drin. Zum Znacht gönnten wir uns dann leckere Burger mit Pommes im Old McDonalds im Quartier Eimsbüttel.
Am Mittwoch gabs einem späten grossen Salatteller von Bruno’s Käseladen im Schanzenviertel. Nur das Nachtessen im China-Restaurant Ming im Quartier Wandsbek war leider nicht so gut und vorallem viel zu viel und zu fettig für unsere Mägen. So war dann die darauffolgende Nacht auch nicht sonderlich angenehm und erholsam. Doch am nächsten Morgen ging es uns beiden glücklicherweise wieder gut und so konnten die Rückreise ohne Beschwerden antreten.


 
LX1056 nach Hamburg am Flughafen Zürich: Los gehts! 




Nach dem Start mit Blick auf den Zürichsee












Am „Viertel Design Meile Markt“ auf der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli












In der Speicherstadt Richtung Elbphilharmonie










Auf der Grossen Hafenrundfahrt 






Stadion Millerntor






Abendstimmung an der Binnenalster sowie in der HafenCity






Feine Whiskey Sour in der Bar11 im Hotel Hyperion - mit wunderbarem Blick über die Stadt




Im Hotelzimmer






In der Miniatur Wunderwelt












Die imposante Kunsthalle und das Gemälde „Die schnelle Hoffnung“ (l‘espoir rapide) vom René Magritte






Von Hamburg mit LX1053 wieder zurück in die Heimat



Und was Kopenhagen anbelangt: Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben! Irgendwann werden wir es sicherlich noch in die Hauptstadt von Dänemark schaffen. :-))

Sonntag, 20. Mai 2018

Strasbourg 2.0

Auffahrt 2018 verleitete wettertechnisch nicht gerade zum Campen - mit Ausnahme des Samstags, an welchem wir bei schönstem Frühsommerwetter gemeinsam mit Ane & Mäs eine Wanderung auf den Creux du Van unternahmen. Für Pfingstem 2018 sahen die Prognosen besser aus. 
Wir wollten Strasbourg eine 2. Chance geben. Vor 3 Jahren, ebenfalls am Pfingstwochenende, war dort unser auf einem Parkplatz in einer wenig befahrenen Strasse parkierter Bus aufgebrochen und ausgeraubt worden, weshalb wir anschliessend rund 5 Stunden auf dem Polizeiposten verbrachten.
Damit uns dies nicht nochmals passiert, sind wir am Samstag, 19. Mai 2018 früh losgefahren mit dem Ziel, noch vor dem Mittag im Camping von Strasbourg einzuchecken. Wir kamen zügig voran und verpflegten uns frühstückstechnisch mit Kaffee und Brötli/Sandwiches „on the road“ von der Autobahnraststätte Pratteln, um Zeit zu sparen. Einen kleinen Abstecher ins Sportartikelgeschäft Décathlon eingangs Strasbourg musste trotzdem noch drin liegen, unter anderem kauften wir uns Thermo-Kaffeemugs, sodass wir nun unseren geliebten Kaffee auch bei kühlen Temperaturen schön heiss trinken können.
Das Camping in Strasbourg erreichten wir kurz nach 11:00 Uhr, doch leider war es „complet“. Eine Liste mit umliegenden Campingplätzen, die uns mitgegeben wurde, half leider auch nicht wirklich weiter, denn auch der nahe gelegene Platz in Kehl / Deutschland war ausgebucht, wie uns telefonisch mitgeteilt wurde.
Also gings trotzdem mit dem Bus ins Stadtzentrum. Einen zufriedenstellenden Parkplatz fanden wir jedoch nicht, so dass wir nach einer nervenaufreibenden Fahrt schliesslich auf dem „Park & Ride“ in Elsau süd-östlich des Stadtzentrums landeten. Das war eine sehr gute Wahl, denn hier konnten wir einerseits für 6 EUR den ganzen Tag parkieren und mit der Strassenbahn fahren und andererseits war der Parkplatz überwacht.
Im Stadtzentrum gönnten wir uns ein feines Mittagessen an der Sonne (Burger bzw. Tartar, mit Pommes - wohl unschwer zu erraten, wer von uns was genoss... 😜). 
Gestärkt schlenderten wir anschliessend durchs Stadtzentrum, genossen die wärmende Sonne sowie zum Abschluss unseres Besuchs Kaffee und Kuchen im „Café des Arts“ beim Museum für Moderne Kunst. 







Nun war es an der Zeit, uns ein Plätzchen für die Nacht zu suchen und unsmit Nahrungsmitteln fürs Nachtessen einzudecken. In Molsheim wurden wir fündig und konnten Esswaren kaufen und auch der Durst unseres Bullis wurde gestillt. Das Camping war hingegen ebenfalls ausgebucht - zum Glück, wie wir kurze Zeit später feststellten, denn so landeten wir direkt an der 13. Cox-Show von Molsheim. Da neben VW-Käfern glücklicherweise auch VW-Busse teilnehmen durften und unser T3 mit seinen 35 Jahren alt genug zu sein schien, war also unser Übernachtungsort gesichert - und das erst noch gratis! Als auch unser Durst mit einem kühlen Bier gelöscht war, liessen wir uns von der Atmosphäre treiben. Zuerst schlenderten wir gemütlich über den Platz und besichtigten die vielen schönen Käfer und Bullis. Nach einem kleinen Nachtessen setzten wir uns mit einem belgischen Bier aufs Bus-Dach und genossen den schönen, milden Abend und das Treiben auf dem Platz. Die beiden Bier hatten wir übrigens als Dank dafür erhalten, dass wir belgischen VW-Bus-Besitzern unsere Holzkohle zum Grillieren geschenkt hatten.
Je später der Abend, desto lauter wurde es auf dem Platz, denn anders als den uns bekannten Treffen, die jeweils mit Live-Musik und gemütlichem Beisammensitzen ausgeklungen wurden, fand hier bis nach Mitternacht der wohl eigentliche Event des Treffens statt: etliche Käfer und Busse fuhren unzählige Male mit lautem Gehupe und Aufheulen der Motore über eine Wippe, begleitet von Musik bzw. Kommentaren eines DJ‘s sowie frenetischem Publikumrufen.
Irgendwann mitten in der Nacht wurde es dann doch noch einigermassen ruhig - die Oropax halfen wohl auch noch mit.











Trotzdem war die Nacht doch eher kurz und nicht all zu erholsam gewesen. Doch man kann nicht alles haben, dafür haben wir ein neues Treffen kennengelernt.
Leider war das Wetter wider den Prognosen schlecht (warum regnet es bei 0% Regenwahrscheinlichkeit???) und so brachen wir gleich nach dem Frühstück auf. Die Weiterreise führte uns über den Col de Saales nach St-Dié-des-Vosges. Inzwischen war das Wetter wieder etwas besser; es hingen zwar immer noch ziemlich dicke Wolken am Himmel und es war windig und im Vergleich zum Vortag ziemlich frisch, doch immerhin regnete es nicht mehr. Leider hatte es hier jedoch keinen Campingplatz. Wir besichtigten zwar noch kurz den Stellplatz, aber nochmals eine Nacht ohne Strom und Duschen wollten wir uns (und unseren Handys) nicht antun; von den fehlenden Toiletten ganz zu schweigen...
Einige Kilometer südlich wurden wir in Anould jedoch fündig; einerseits fanden wir einen trotz (Pfingst-) Sonntag geöffneten Laden, wo wir noch ein paar Sachen kaufen konnten und andererseits hatte es hier auch ein kleines, wenn auch nicht sehr luxeriöses Camping. Doch immerhin wars sehr ruhig und das kam uns nach dem vielen Betrieb am Samstag doch sehr gelegen.
Nach dem Mittagessen machten wir einen Spaziergang durch den Wald und ins Stadtzentrum, wo wir noch ein Restaurant fürs Nachtessen entdeckten. Ansonsten verbrachten wir den Nachmittac mit Lesen, Faulenzen und „Käfelen“ auf dem Campingplatz - auch ganz gemütlich!
Das Nachtessen im Restaurant „Le Razoquet“ war nicht schlecht, aber auch nicht speziell gut gewesen (Pizzas). Auch die Bedienung war nicht sonderlich nett. Doch immerhin konnten wir einen gemütlichen Verdauungsspaziergang zurück zum Campingplatz unternehmen bei inzwischen wieder ziemlich wolkenfreiem Himmel und milden Abendtemperaturen.

Am Pfingstmontag wurden wir von warmen Sonnenstrahlen geweckt. Wir genossen einen feinen Kaffee, packten zusammen und machten uns auf die Heimfahrt. Diese führte uns über den Col du Bonhomme und Kaysersberg bis kurz vor Colmar und anschliessend über die Autobahn an Mulhouse vorbei Richtung Basel. Irgendwie mussten wir jedoch einen Abzweiger verpasst haben, denn plötzlich waren wir auf der Autobahn Richtung Belfort und Paris unterwegs. 
Wahrscheinlich waren wir von unserem Kilometer-Stand abgelenkt gewesen, erreichten wir doch die magische Grenze von 200‘000 km!
So gabs halt kurz vor Altkirch auf einem Rastplatz noch Frühstück im Bus, bevor wir anschliessend bei Basel die Schweiz erreichten und noch die letzten Kilometer bis nach Hause unter die Räder nahmen.

Sonntag, 15. April 2018

Camping-Weekend in Flaach

Den Start in die Camping-Saison 2018 mussten wir uns wirklich hart verdienen. Zuerst wars wochenlang zu kalt und nass. Dann, Anfang April, am ersten campingtauglichen Wochenende, musste Rolf sonntags arbeiten. Glücklicherweise war die Wetterprognose für das darauffolgende Wochenende am 14./15. April ebenfalls gut.
Am Freitagabend holten wir unseren Bus aus seinem Winterquartier. Beziehungsweise, wir versuchten es. Die Batterie schien nämlich noch im Winterschlaf zu sein. Doch beim zweiten Überbrückungsversuch klappte es. So war warmfahren angesagt und wir kurvten durchs Quartier und die Nachbarsdörfer. Zu unseren Glück schien die Polizei einen grösseren, anderweitigen Einsatz zu haben und so hielt uns keines der doch sehr zahlreichen Polizeiautos, welche durch Entfelden kurvten, ob des leider inzwischen knapp überfälligen Abgastestes auf.
Die Herumfahrerei hatte sich dann leider auch gar nicht gelohnt, denn kaum war der Motor aus, wollte er nicht wieder angehen. Da jedoch glücklicherweise gleich ein Parkplatz vor unserer Siedlung frei wurde, schoben wir unseren Bulli halt mit Muskelkraft dort hin. Inzwischen war es dämmrig geworden, was uns jedoch nicht davon abhielt, noch die Batterie auszubauen. Da wir dafür zuerst den Beifahrersitz komplett herausnehmen mussten, war dies leider nicht gerade ein einfaches Unterfangen. 
Während wir ein spätes Nachtessen genossen, lud die Batterie auf. Anschliessend schlossen wir sie wieder an, doch der Bus machte immer noch Mucken bzw. eben keine, d.h. er wollte trotzdem nicht anspringen. Der nächster Schritt war also, am nächsten Morgen eine neue Batterie zukaufen und zu hoffen, dass es daran lag und nicht am Anlasser.

Ich hatte am Samstagmorgen kurz vor 8 Uhr gerade den ersten Schluck meines Espressos genossen und wartete darauf, dass das Koffein meine Lebensgeister weckte, da kam bereits Rolf zurück. Er war an diesem Morgen schon einiges produktiver gewesen und hatte eine neue Autobatterie gekauft, diese wie auch den störrischen Beifahrersitz eingebaut und den Bus glücklicherweise zum Laufen gebracht. So klappte also doch noch mit dem Camping-Weekend!

Dieses verbrachten wir auf dem TCS-Camping in Flaach mit Blick auf den Rhein.
Am Samstag unternahmen wir eine Velotour dem Rhein entlang nach Rheinau. Unterwegs legten wir einen Mittagsrast auf einem Bänkli mit Flussblick ein und genossen unser mitgetragenes Picknick. Nach etwas lesen wurde es uns an der für die Jahreszeit schon sehr warmen Sonne bald zu heiss und wir setzten unsere Tour fort. 
In Rheinau stärkten wir uns mit Kaffee und einem feinen, hausgemachten Nussgipfel in einer Gartenbeiz. 
Auf der Rückfahrt über Waldwege wurde ziemlich durchgeschüttelt. So waren wir froh, für die letzten Kilometer, welche uns durch die Ortschaft Flaach zurück zum Campingplatz führten, wieder eine geteerte Strasse unter den Rädern zu haben.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir bei gemütlichem Lesen auf unserem Stellplatz und auch unser Nachtessen konnten wir noch unter freiem Himmel geniessen. Der anschliessende, obligate Kaffee mit Dessert hingegen nahmen wir im Bus ein.







Camping-Impressionen



Mittagsrast mit Rhein-Blick zwischen Flaach und Rheinau



Rheinau

Der Sonntag startete frisch. Obwohl es tagsüber bereits sehr warm wird, ist es nachts noch ziemlich kühl. Aber das ist ja auch normal für Mitte April. Nach einer wärmenden Dusche zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen und so nahmen wir auch das Frühstück  draussen ein - es hätte jedoch gerne noch ein paar Grad wärmer sein dürfen. Wenigstens wärmte uns der feine Kaffee von innen.
Auf der Rückfahrt machten wir in Eglisau Halt, wo wir einen kurzen Abstecher an die dortige Gewerbeausstellung machten. So kamen wir noch zu etwas Bewegung. Anschliessend schlenderten dem Rhein entlang und durch die Altstadt. Doch es war halt Sonntag und dementsprechend war natürlich nicht viel los, da die Geschäfte geschlossen waren. 
Nach einem kurzen Abstecher zum Pistenende des Flughafens Kloten, bei Bachenbülach (wo leider nur Flugzeuge in die entgegengesetzte Richtung starteten, aber keine wie erhofft über unsere Köpfe hinweg landeten), gings gemütlich auf Überlandstrassen Richtung Baden und Brugg und von dort wars ja dann nur noch ein Katzensprung bis nach Hause.
Den Sonntagnachmittag konnten wir so bei Sonnenschein in unserem Garten verbringen und nun haben wir vor, das Wochende mit Grillieren ausklingen zu lassen.







Eglisau

Montag, 2. April 2018

Amsterdam - Reloaded

Unsere Skiferien liegen bereits wieder rund einen Monat zurück, doch der Frühling 2018 lässt weiter auf sich warten. Das Wetter ist weiterhin nass, windig und vorallem - für die Jahreszeit - sehr, sehr frisch. Also alles andere als campingtauglich und nix mit Start in die Camping-Saison 2018 an Ostern!
Es musste also ein anderer Plan her. Beim Überfliegen der Einträge der letzten Jahre in unserem Reiseblog stiess ich im Juni 2014 auf Amsterdam. Diese Stadt hat uns damals sehr gut gefallen und es reizte mich, sie nochmals zu besuchen (was nicht bei allen unseren durch Städtetrips besuchten Städten gleichermassen der Fall ist). Eine kurze Google-Recherche später hatte ich einen passenden Hin- und Rückflug sowie ein passendes Hotel für die Übernachtung gefunden. Via Skype for Business nahm ich mit Rolf Kontakt auf (er war am Arbeiten, ich aufgrund meines arbeitsfreien Mittwochnachmittags zu Hause am Putzen... ähhh... Ferien planen und buchen 😊), welcher meinem Oster-Ausflugsvorschlag schnell zustimmte. 

So verbrachten wir vom Gründonnerstag Abend, 29. März bis Ostersonntag, 1. April 2018 2 Tage und 3 Nächte in der Hauptstadt der Niederlande.

Am Flughafen Zürich genehmigten wir uns nach der Sicherheitskontrolle ein Glas Weisswein und ein Sandwich, während wir auf den Abflug warteten. Gleichentags hatten wir in der Zeitung gelesen, dass die Swiss die Verspätungen einfach nicht in den Griff bekam. So waren wir dann auch nicht überrascht, dass auch wir anstelle von 20:55 Uhr sicherlich 1/2h später abhoben. Der Flieger sei verspätet von Moskau in Zürich gelandet und hätte noch enteist werden müssen, zudem hätte es grosses Flugaufkommen heute, verkündigte der Pilot, wärend wir auf den Start warteten.
Da wir nur mit Handgepäck reisten, mussten wir nach der Landung in Amsterdam Schiphol immerhin nicht auf die Gebäckausgabe warten und so erreichten wir kurz vor Mitternacht den Amsterdamer Hauptbahnhof Centraal Station. Bis zum Hotel im Stadtzentrum am Damrak war es nicht weit. Auch kannten wir uns aufgrund unseres letzten Besuchs ja bereits in der Stadt aus. Im Hotel „The Exchange“, in welchem wir übernachteten, hatten wir vor knapp 4 Jahren jeweils gefrühstückt. Trotzdem liefen wir zweimal am Hotel vorbei; wir nahmen den engen Eingang neben dem geschlossenen Café schlicht nicht wahr. 
Das Checking gestaltete sich etwas unständlich; die mitgegebene Zimmerkarte für Raum 619 im 6. Stock funktionierte nicht. So gings zurück zur Lobby im Erdgeschoss und schlussendlich kam der Portier mit der Schlüsselsammlung mit uns mit und öffnete uns das Zimmer - nicht ohne vorher fälschlicherweise noch  das bewohnte Zimmer 519 geöffnet zu haben...
Zum Schlafen waren wir nach noch zu aufgekratzt und so gönnten wir uns eine Portion „Frites“ mit „Fritsauce“ und liessen uns zu Fuss durch das Stadtzentrum treiben.

Noch ziemlich müde vom späten Schlafengehen gönnten wir uns am Karfreitag erst mal einen Espresso (ich) bzw. Schwarztee (Rolf) im Hotelzimmer. Herrlich, so in den Tag zu starten! Frühstück gabs unterwegs an der Haarlemmerstraat - ein Käsesandwich für Rolf und einen Bananenmuffin für mich. Danach war auch ich munter und nutzte die gewonnene Energie sogleich für - in den Augen von Rolf zu ausgiebiges resp. langes - Shoppen (Schmuck aus Velopneus, Postkarten). Deshalb war als nächstes Bewegung angesagt. Vom Haarlemmerplein im Nordwesten der Stadt gings der Lijnbaansgracht entlang südwärts. Inzwischen war schon Mittagszeit und das ausgezogene Laufen hatte uns durstig gemacht. So gönnten wir uns im irischen Pub beim Leidesplein ein Murphy‘s Bier.
Anschliessend schlenderten wir dem Strassenmarkt an der Albert Cuypstraat entlang Richtung Amstel. In einem japanischen Restaurant an der Van Woustraat genossen wir super leckere Ramen und tranken Grüntee. Weiter gings der Amstel entlang zum Strassenmarkt am Waterlooplein, wo sich Rolf wiederum einige Zeit die Beine in den Bauch stehen musste, während ich mich mit T-Shirts und Haremshosen eindeckte.
Müde vom vielen Laufen und den Eindrücken der Stadt gönnten wir uns danach deshalb ein Stück Schoggikuchen und einen Kaffee im „Betty Blue“. Trotzdem fielen uns die Augen zu, als wir im Hotelzimmer kurz die Beine streckten.
Fürs Nachtessen begaben wir uns in den Stadtteil De Pijp südlich der Albert Cuypstraat, was wiederum einen ausgiebigen Fussmarsch bedeutete. 
Im „De Kleine Valk“ gabs ein spätes Nachtessen („Flat Iron Steak“ für Rolf, Burger mit Käse und Speck für mich, dazu „Frites“ und ein Glas Wein). Zum Nachtisch probierte ich noch einen „Moscow Mule“ - Cocktail, welcher mir sehr gut schmeckte.

Am Samstag frühstückten wir im hoteleigenen Café. Rolf ass ein Sandwich, ich einen Pancake mit Dutch Sugar Sirup. Beim anschliessendn Fussmarsch zum Scheepvaartmuseum im Nordosten der Stadt zeigte sich die Sonne und auf einen Schlag wurde es angenehm frühlingsghaft warm. Den Besuch des Schifffahrtsmuseums hatten wir als Tipp erhalten. Leider waren wir jedoch sowohl vom zu besichtigenden Segelschiff (eine nachgebaute Replica und deshalb überhaupt nicht so alt wie es den Anschein machen wollte) als auch von der Art der Ausstellung eher enttäuscht. Dass ich ob des Mittragens meines nun wirklich nicht sonderlich grossen Rucksacks vom Personal so rüde an die Garderobe verwiesen wurde, nachdem mich bei einem anderen Teil der Ausstellung das Personal durchgelassen und ich Besucher mit viel grösseren Taschen gesehen hatte, gab uns den Rest und wir verliessen das Museum umgehend.
Der Herengracht entlang spazierten wir ins Stadtzentrum zurück. Nach einer Runde Shopping an der Kalverstraat stärkten wir uns mit feinen Heringbrötchen und „Frites“. Nur war inzwischen die Sonne wieder verschwunden und es war windig und merklich frischer geworden. So brauchten wir Bewegung, um nicht all zu sehr zu frieren. Der Rozengracht sowie der Bilderdijkstraat entlang gelangten wir zum Museumsquartier. Die Ausstellung über Moderne und Zeitgenössische Kunst im Stedelijk Museum entschädigte uns für den enttäuschenden Besuch im Schifffahrtsmuseum. Neben den ausgestellten Bildern begeisterte uns auch die Architektur des Gebäudes. 
Nach einem Abstecher im „Stich“ an der Nieuwe Spiegelstraat zu Kaffee / Smoothie und Kuchen brauchten unsere Füsse eine Erholung vom vielen Laufen. Ein kleiner Ausruherast im Hotelzimmer war also angesagt. 
Das letzte Nachtessen nahmen wir im Restaurant „Shah Jahan“ im Stadtteil Jordaan ein. Die Samosas zur Vorspeise sowie das Chicken Tikka Masala (Rolf) und die King Prawns Madras (ich) mit Reis, Naan und Cobra Bier schmeckten uns sehr, sehr gut.

Am Ostersonntag war früh aufstehen angesagt. Gegen 08:00 Uhr waren wir schon unterwegs zum Bahnhof. Mit dem Sprinter waren wir schnell am Flughafen; die Sicherheitskontrolle hingegen gestaltete sich als anstrengend und war eine Geduldsprobe. Glücklicherweise hatten wir danach trotzdem noch genügend Zeit, uns mit einem Kaffee und einem Pain au chocolat zu stärken.
Auch der Rückflug war verspätet; zuerst dauerte es sehr lange, bis wir den Flieger besteigen konnten, dann mussten wir uns augfrund des hohen Flugaufkommens lange gedulden, bis wir starten konnten. Zu guter Letzt führte dann auch der Flugverkehr und der starke Wind in Zürich dazu, dass sich der Landeanflug in die Länge zog; wir drehten Kreis um Kreis am Schweizer Himmel. 
Schlussendlich sind wir dann glücklicherweise doch noch erfolgreich und sicher gelandet und knapp 1 1/2h später waren wir bereits wieder zu Hause. 
Leo begrüsste uns herzlich und wir verbrachten den Nachmittag gemütlich zu Hause, bevor wir zum feinen Oster-Nachtessen bei Rolfs Eltern aufbrachen.